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Fernsehquoten: Fast jeder Fünfte sah den ARD-"Tatort"

Das Wettrennen um Einschaltquoten konnte am Sonntag klar die ARD gewinnen. Die Erstausstrahlung von "Inception" auf RTL musste sich dagegen sogar einer Wiederholung geschlagen geben.

Der Bodensee schlägt das traumhafte Paris. Eva Mattes erobert mehr Herzen von Fernsehzuschauern als Leonardo DiCaprio. Am Sonntagabend entschieden sich 8,26 Millionen Zuschauer für den ARD-Tatort "Nachtkrapp". Das entsprach einem Marktanteil von 23,2 Prozent. Selbst in der werberelevanten Zielgruppe - die einst von dem ehemaligen RTL-Geschäftsführer Helmut Thoma erfunden wurde, um zu unterstreichen wie altbacken die öffentlich-rechtlichen Sender sind – konnte die ARD mehr Menschen begeistern als RTL. 2,77 Millionen Menschen zwischen 14 und 49 Jahren sahen einen spannenden Kriminalfall über sexuelle Gewalt. Hier lag die Quote bei 18,8 Prozent. Das Ermittlerduo Klara Blum und Kai Perlmann, gespielt von Mattes und Sebastian Bezzel, untermauerte damit seine hohe Beliebtheit.

Mit der Erstausstrahlung des Traumdiebe-Thrillers "Inception" mit DiCaprio, Marion Cotillard und Ellen Page erreichte RTL 14,9 Prozent der Zielgruppe. Damit musste man sich sogar ProSieben geschlagen geben, wo eine Wiederholung von "Hangover" lief (15,7 Prozent in der Zielgruppe).

Für Günther Jauch gab es gleich zwei gute Nachrichten. Zum einen konnte seine Talkshow, dank des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, 4,61 Millionen Menschen interessieren, davon immerhin 930.000 in der Zielgruppe (7,7 Prozent). Zum anderen wird das vollmundig angekündigte Duell mit Stefan Raabs Politiktalkshow am 11. November nicht stattfinden. Der Mediendienst "Quotenmeter.de" berichtet, dass ProSieben an diesem Tag David Finchers "The Social Network" ausstrahlen wird. Der Film über Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wird mit Werbung etwa 150 Minuten lang sein. Raabs "Absolute Mehrheit" kann dadurch erst um 22.45 Uhr beginnen. Da knipst Günther Jauch in seiner Sendung bereits die Lichter aus.

ono