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Hart aber fair Netz lästert über Plasberg - "Wir gehn wieder Handygucken"

Hart aber fair
Beim Polit-Talk Hart aber fair ging es gestern darum, ob Smartphones "dumm und krank machen"
© Screenshot ARD
Im Studio entbrannte eine heftige Diskussion - und im Netz erst recht: Bei "Hart aber fair" ging es um die Frage: "Machen Smartphones dumm und krank?" Bei Twitter sorgte das Thema für Unverständnis und Kopfschütteln.

Die Reaktion auf die Sendung von "Hart aber fair" mit Moderator Frank Plasberg sind alles andere als positiv: Viele Zuschauer fanden sich bei dem Talk zum Thema "Immer online - machen Smartphones dumm und krank?" eher an eine Sendung aus dem Jahr 1998 erinnert. Smartphones gehören für die meisten Menschen heute zum Alltag - wohl auch deshalb brach bei Twitter eine Lawine des Unverständnisses los. Wie kann man im Jahr 2016 noch über die Daseinsberechtigung von iPhone und Co. diskutieren? - so der Tenor.

Zu Gast waren der Gehirnforscher Manfred Spitzer, Unternehmer Frank Thelen, SPD-Politikerin Leni Breymaier, Wissenschaftler Ranga Yogeshwar und die ARD Social Media-Volontärin Duygu Gezen. Es war wohl keine Überraschung, dass der Forscher Manfred Spritzer vor den Folgen von übertriebenem Netz-Konsum warnte: "Handy-Nacken", "WhatsApptis" aber auch "Aufmerksamkeitsstörungen" könnten die Folge von Smartphone-Sucht sein. Chronische Gleichgültigkeit sei die Folge des ungebremsten Konsums. Nicht umsonst hätten Jugendliche den Begriff "Smombie" - Jugendwort des Jahres 2015 - selbst geprägt. Facebook, beispielsweise, erhöhe nachweislich die Gefahr von konstanter Unzufriedenheit - und könne sogar Depressionen auslosen, so Spritzer. 

"Hart aber fair" zum Thema Smartphones polarisiert

Wissenschaftler Ranga Yogeshwar und ARD Social Media-Volontärin Duygu Gezen hingegen stellten sich eher auf die Seite der Generation-Smartphone und brachen eine Lanze für die praktischen Computer im Westentaschenformat. Ein Smartphone sei ein "tolles Gerät, das ist Magie", so Yogeshwar. Und Unternehmer Frank Thelen ging in Sachen digitale Zukunft sogar noch einen Schritt weiter: "Wenn wir Kinder haben, die heute nicht programmieren können, das sind die Analphabeten von morgen." Es waren jedoch vor allem Spritzers Standpunkte die dann bei Twitter eine Lawine des Spotts lostrat. Die witzigsten Reaktionen:

amt

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