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ARD-Kultserie: Nach 34 Jahren ist Schluss: ARD stellt "Lindenstraße" ein

Es ist das Aus für eine Institution im Deutschen Fernsehen: Die "Lindenstraße" soll im März 2020 zum letzten Mal zu sehen sein. Die erste Folge wurde im Dezember 1985 ausgestrahlt. Ein Grund für das Serienende sind auch die Kosten.

Ein Bild aus frühen "Lindenstraßen"-Tagen: Helga Beimer (Marie-Luise Marjan, hinten rechts) mit ihrem ersten Mann Hans (Joachim Hermann Luger, l) und ihren Kindern Marion (Ina Bleiweiß), Benny (Christian Kahrmann) und Klausi (Moritz A. Sachs). 

Ein Bild aus frühen "Lindenstraßen"-Tagen: Helga Beimer (Marie-Luise Marjan, hinten rechts) mit ihrem ersten Mann Hans (Joachim Hermann Luger, l) und ihren Kindern Marion (Ina Bleiweiß), Benny (Christian Kahrmann) und Klausi (Moritz A. Sachs). 

Die Fernsehserie "Lindenstraße" wird nach gut 34 Jahren beendet. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD habe sich  mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Freitag in Köln mit. Die letzte Folge soll im März 2020 im Ersten zu sehen sein.

Die "Lindenstraße" sei eine Ikone im deutschen Fernsehen, sagte der Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehens, Volker Herres. "Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie."

Die Lindenstraße läuft seit dem 8. Dezember 1985 wöchentlich. Hunderte Schauspieler und Zehntausende Komparsen waren bisher zu sehen. Die Außenkulisse der "Lindenstraße" ist 150 Meter lang und befindet sich auf dem WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd. Für die Dreharbeiten stehen ständig 100.000 Requisiten zur Verfügung.

"Lindenstraße" behandelte seit je her Themen des gesamtdeutschen Lebens

Seit ihrem Start erzählte die Serie Schicksale und Geschichten des gesamtdeutschen Lebens. Sie spiegelte mit ihrer Figurenkonstellation realitätsnah die Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens wider. Dabei sorgte die "Lindenstraße" immer wieder mit provokanten Geschichten für Diskussionen und Aufreger.

WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn sagte: "So sehr der Abschied auch schmerzt, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, denn sie haben mit der 'Lindenstraße' geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus große gesellschaftliche und politische Themen abzubilden."

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jum/DPA