Star Wars Lucasfilm-Chefin Kennedy tritt ab

14 Jahren stand Kathleen Kennedy an der Spitze von Lucasfilm. (Archiv) Foto: Joel C Ryan/Invision/AP/dpa
14 Jahren stand Kathleen Kennedy an der Spitze von Lucasfilm. (Archiv) Foto
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Machtwechsel im Star-Wars-Imperium: Lucasfilm bekommt zwei neue Chefs. Die langjährige Leiterin des Filmstudios wechselt in eine andere Rolle. Viele Fans dürften sich über die Nachfolger freuen.

Nach 14 Jahren an der Spitze des Filmstudios, das "Star Wars" produziert hat, tritt Kathleen Kennedy als Chefin von Lucasfilm zurück. Künftig werde Kennedy, die einst von Star-Wars-Schöpfer George Lucas persönlich für die Leitung seines Studios ausgewählt worden war, als Produzentin tätig sein, teilte Lucasfilm am Donnerstag (Ortszeit) mit. Sie werde in dieser Rolle unter anderem an kommenden Filmen wie "The Mandalorian and Grogu" und "Star Wars: Starfighter" mit Ryan Gosling mitwirken.

Nachfolger sind zwei Studio-Veteranen

Zwei erfahrene Mitarbeiter des Filmstudios sollen Kennedys Aufgaben übernehmen, hieß es weiter. So werde Dave Filoni als Präsident auch für die kreative Leitung des Unternehmens verantwortlich sein, während Lynwen Brennan als Co-Präsidentin fungieren werde. Mit der Wahl von erfahrenen Lucasfilm-Mitarbeitern als Nachfolger signalisiere Disney, dass das "Star Wars", das Fans lieben, sicher bleibe, schrieb die "New York Times". 

George Lucas hatte seine Firma Lucasfilm 2012 an den Walt-Disney-Konzern verkauft, der damit die Rechte an "Star Wars" erhielt und die Saga seitdem mit Filmen und Serien fortführt. Bob Iger, Disneys Konzernchef, verabschiedete Kennedy mit viel Lob und nannte sie eine "visionäre Filmemacherin". 

Filoni würdigte Kennedy für die "größten Erweiterungen" der Star-Wars-Geschichten. "Ich bin Kathy, George, Bob Iger (...) unglaublich dankbar für ihr Vertrauen und die Möglichkeit, Lucasfilm in dieser neuen Rolle zu leiten und einen Job zu machen, den ich wirklich liebe. Möge die Macht mit euch sein."

"Ich würde nichts anders machen"

Ihre Zeit an der Spitze von Lucasfilm sei nicht immer leicht gewesen, sagte Kennedy (72) im Interview mit dem Magazin "Deadline". Es gebe einen "sehr, sehr kleinen Prozentsatz der Fangemeinde", der enorme Erwartungen habe und im Grunde immer fast dasselbe sehen wolle. "Und wenn man das nicht tut, weiß man von vornherein, dass man sie enttäuschen wird." 

Man könne aber nicht jeden glücklich machen. "Alles, was man tun kann, ist, gute Geschichten zu erzählen und versuchen, am Kern dessen festzuhalten, was George geschaffen hat." Dann ergänzte sie: "Und ich würde es nicht anders machen und nichts von dem ändern, was wir im Laufe der Jahre getan haben."

Viele Erfolge, wenige Misserfolge

Kennedys Karriere reicht Jahrzehnte zurück. Sie war an der Entstehung von Kultfilmen wie "E.T. – Der Außerirdische", "Jurassic Park", "Zurück in die Zukunft" und "Schindlers Liste" beteiligt. Auch ihre Zeit an der Spitze von Lucasfilm war von vielen Erfolgen geprägt, etwa mit der Star-Wars-Serie "The Mandalorian" und dem Film "Star Wars: Das Erwachen der Macht". Als Misserfolg werten US-Medien dagegen den Film "Solo: A Star Wars Story", der von der Figur Han Solo erzählt. 

Nach Information der "New York Times" gilt der Führungswechsel ab sofort.

dpa

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