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News des Tages: Auf Angreifer eingeschlagen - Siebenjähriger schützt seine Mutter vor Vergewaltigung

Auf Angreifer eingeschlagen - Siebenjähriger schützt seine Mutter vor Vergewaltigung +++ Weinstein stellt sich der Polizei +++ Baby zu Tode geschüttelt - Vater freigesprochen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Polizei Blaulicht Nachrichten

Die Polizei nahm den Verdächtigen fest

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Auf Angreifer eingeschlagen - Siebenjähriger schützt seine Mutter vor Vergewaltigung (16.03 Uhr)
  • Harvey Weinstein stellt sich Behörden in New York (13.38 Uhr)
  • Baby zu Tode geschüttelt - Vater freigesprochen (12.08 Uhr)
  • MH17-Abschuss: Niederlande geben Moskau Schuld (11.07 Uhr)
  • Neue Datenschutz-Grundverordnung tritt in Kraft (4.34 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:   

+++ 23.28 Uhr: Nachwahlbefragung: Mehrheit in Irland für Ende des strikten Abtreibungsverbots +++

Bei dem Referendum in Irland hat eine breite Mehrheit für eine Liberalisierung des strikten Abtreibungsverbots gestimmt. Laut einer Nachwahlbefragung von 4000 Wählern im Auftrag der Zeitung "Irish Times" stimmten 68 Prozent der Befragten für eine Liberalisierung und 32 Prozent dagegen. In dem erzkonservativen Land waren fast 3,5 Millionen Bürger aufgerufen, über den achten Zusatzartikel der Verfassung zu entscheiden, der Schwangerschaftsabbrüche strikt untersagt.

+++ 23.01 Uhr: Moody's droht Italien mit schlechter Kreditwürdigkeit +++

Die jüngsten politischen Entwicklungen in Italien sorgen nun auch bei Ratingagenturen für Beunruhigung. Moody's, verkündete, die Einstufung der Kreditwürdigkeit des Landes auf eine Herabsetzung prüfen zu wollen. Bisher bewertet die US-Agentur Italien mit "Baa2", damit wäre eine Investition in römische Staatsanleihen eine durchschnittlich gute Anlage.

Moody's begründete den Schritt mit dem signifikanten Risiko, dass sich die finanzielle Stärke Italiens spürbar verschlechtere. Zudem sei es möglich, dass die strukturellen Reformen des Landes zum Erliegen kämen.

In Rom bahnt sich derzeit die Bildung einer populistischen Regierung an. Die künftigen Koalitionäre aus rechter Lega und populistischen Fünf Sternen haben unter anderem mit Plänen für Steuersenkungen und anderen teuren Vorhaben des hoch verschuldeten Landes sowie mit anti-europäischer Rhetorik für Unruhe gesorgt.

+++ 22.21 Uhr: "Spiegel": Saudi-Arabien stoppt Auftragsvergabe an deutsche Firmen +++

Saudi-Arabien ist laut einem Bericht des "Spiegel" tief verärgert über die Nahost-Politik der Bundesregierung, vor allem über die deutsche Haltung gegenüber dem Iran. Der neue Thronfolger Mohammed bin Salman habe deshalb einen Vergabestopp für Regierungsaufträge an deutsche Firmen verhängt, berichtete das Nachrichtenmagazin aus seiner aktuellen Ausgabe.

Betroffen sind dem Bericht zufolge Großkonzerne wie Siemens, Bayer und Boehringer, die seit Jahren intensiv mit dem Gesundheitsministerium in Riad zusammenarbeiten, aber auch der Daimler-Konzern, der hunderte Mercedes-Busse für den Nahverkehr in Riad und Dschiddah liefern sollte. Insgesamt sind laut "Spiegel" 800 deutsche Firmen im Königreich aktiv. 2017 betrugen die deutschen Exporte nach Saudi-Arabien 6,6 Milliarden Euro.

+++ 21.49 Uhr: Eurojackpot mit 90 Millionen Euro nicht geknackt +++

Auch in der nächsten Woche bekommen Lottospieler die Chance, den deutschen Rekordgewinn einzustellen: Der mittlerweile mit 90 Millionen Euro gefüllte und bei dieser Summe gedeckelte Eurojackpot ist auch bei der neunten Ziehung hintereinander in Helsinki nicht geknackt worden. Gezogen wurden die Gewinnzahlen 15-31-35-40-46 plus die Zusatzzahlen 3 und 8. Das teilte Westlotto am Abend in Münster mit. In der zweiten Gewinnklasse seien damit bei der nächsten Ziehung voraussichtlich 20 Millionen Euro zu vergeben.

Die zweite Gewinnklasse sorgte auch schon am Freitag für vier neue Millionäre: Ein Spieler oder eine Tippgemeinschaft aus Niedersachsen bekommt rund 2,3 Millionen Euro. Den gleichen Betrag streichen jeweils zwei Teilnehmer aus Italien und einer aus Dänemark ein. Seit dem Start des Eurojackpots im Jahr 2012 hatte die europäische Lotterie zum fünften Mal die gesetzlich festgelegte Obergrenze erreicht. Im Oktober 2016 hatte ein Spieler im Schwarzwald die 90 Millionen Euro gewonnen.

+++ 21.17 Uhr: Zwei Bombem nahe Sitz der Kommunistischen Partei in Bagdad explodiert +++

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Freitagabend zwei Bomben in der Nähe der Zentrale der Kommunistischen Partei explodiert. Das teilte ein Sprecher der Allianz der Kommunistischen Partei und des schiitischen Predigers Moktada al-Sadr mit, welche die Parlamentswahl am 12. Mai gewonnen hatte. Nach Angaben eines Polizeivertreters wurden drei Menschen verletzt.

Der Sprecher des Bündnisses machte Wahlverlierer für den Anschlag verantwortlich. Es handele sich um eine Drohung, "um uns zu stoppen, den Weg der Reform und des Wandels weiterzugehen". Es war der erste Angriff auf eine Partei in der Hauptstadt Bagdad seit Beginn des Wahlkampfes Mitte Mai.

+++ 20.19 Uhr: Kreise: USA machen Chinas ZTE Angebot für Fortsetzung der Geschäfte +++

Der von US-Sanktionen gebeutelte chinesische Telekom-Ausrüster ZTE bekommt Insidern zufolge einen Deal aus den USA angeboten zur Fortsetzung der Geschäfte. Darüber habe die US-Administration Kongressmitglieder informiert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Demnach sei vorgesehen, dass ZTE eine höhere Strafzahlung leisten, amerikanische Compliance-Beauftragte anstellen und sein Führungsteam neu aufstellen müsse, hieß es weiter.

Die US-Regierung hatte ZTE im April für sieben Jahre vom Zugang zu jeglichen amerikanischen Technologien ausgeschlossen. Chips aus den USA spielen eine zentrale Rolle in Netzwerk-Technik und Smartphones des Konzerns. ZTE hatte daraufhin große Teile der Produktion stillgelegt - und Peking und Washington fingen Gespräche über alternative Strafen an.

+++ 19.45 Uhr: Putin will 2024 aus dem Präsidentenamt scheiden: "Habe mich immer an Verfassung gehalten" +++

Russlands Präsident Wladimir Putin will 2024 wie in der Verfassung vorgesehen nicht erneut für sein Amt kandidieren. Am Rande des Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sagte der 65-jährige Kremlchef vor Journalisten auf die Frage, wann er aus dem Amt scheiden werde: "Ich habe mich immer an die Verfassung gehalten." Die russische Verfassung sehe nur zwei Amtszeiten hintereinander vor. "Ich beabsichtige, mich weiter daran zu halten." Putin beherrscht die russische Politik seit mehr als 18 Jahren. Er hat als Präsident zwei Amtszeiten lang von 2000-2007 regiert, dann einmal ausgesetzt und ist 2012 in den Kreml zurückgekehrt. Im Mai hat er eine neue Amtszeit bis 2024 angetreten.

+++ 19.16 Uhr: Escobars Auftragskiller festgenommen +++

Zwei Tage vor der Präsidentenwahl im Kolumbien ist der frühere Auftragskiller von Drogenbaron Pablo Escobar festgenommen worden. Jhon Jairo Velásquez alias "Popeye" hatte vor einigen Tagen die Anhänger des linken Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro bedroht. "Verdammte Petristen. Ich hasse sie. Wenn ich mich nicht äußern kann, wird mein Gewehr für mich sprechen", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

Ein linker Senator zeigte "Popeye" daraufhin bei der Generalstaatsanwaltschaft an. Grundlage für die Verhaftung am Freitag in Medellín soll nach Medienberichten allerdings eine Ermittlung wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Erpressung sein. "Popeye" war der Sicherheitschef von Escobars Medellín-Kartell. Nach eigenen Angaben hat er mehr als 250 Menschen getötet. Wegen seiner Taten saß er über 20 Jahre in Haft. Heute versteht sich "Popeye" als politischer Aktivist und wettert immer wieder gegen linke Politiker.

Vergessene Welten: Was ist eigentlich aus Pablo Escobars Privatinsel geworden?

+++ 18.52 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall in Jever: zwei Tote und neun Verletzte +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall im niedersächsischen Jever sind zwei Menschen ums Leben gekommen und neun weitere schwer verletzt worden. Ein Pkw mit drei Menschen fuhr nach Polizeiangaben aus noch ungeklärter Ursache auf einer Bundesstraße in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Der zweite Wagen mit vier Menschen an Bord drehte sich daraufhin um die eigene Achse, woraufhin ihm ein drittes Auto ebenfalls mit vier Menschen in die rechte Seite fuhr. Eine Frau und ein Mann kamen bei dem Unfall ums Leben, neun Menschen wurden schwer verletzt. Zwei von ihnen mussten mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei leitete gegen den 59-jährigen Fahrer des Autos, das in den Gegenverkehr gerast war, Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

+++ 17.30 Uhr: Radmutter an Auto von AfD-Politiker gelockert - Polizei ermittelt +++

Die Thüringer Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen lockerer Radmuttern am Auto eines AfD-Politikers aufgenommen. Bei der Rückfahrt von einer Veranstaltung in Zella-Mehlis am Donnerstagabend sei es im Fahrzeug des Bundestagsabgeordneten Anton Friesen zu einer Unwucht gekommen, teilte die Landespolizeiinspektion Suhl mit. Grund seien mehrere lockere Radmuttern an allen vier Rädern gewesen. "Ob eine politisch motivierte Tat vorliegt, kann im Moment nicht zweifelsfrei gesagt werden." Ein Sachverständiger wird demnach kommende Woche das Fahrzeug untersuchen, das Friesen zusammen mit einem Mitarbeiter genutzt hatte. Möglicherweise werde dies Aufschluss über die Ursache geben.

+++ 16.03 Uhr: Auf Angreifer eingeschlagen - Siebenjähriger schützt seine Mutter vor Vergewaltigung +++

Ein Siebenjähriger hat in Baden-Württemberg seine Mutter vor der Attacke eines mutmaßlichen Vergewaltigers beschützt - er schlug mit seinem kleinen Roller auf den Angreifer ein. Ein Mann hatte die 44-Jährige am Donnerstagmorgen im Leinbachpark in Heilbronn zu Boden geworfen. Er soll versucht haben, ihr die Hose herunterzuziehen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Der Junge nahm seinen Roller und schlug damit auf den Angreifer ein, bis ein weiterer Mann den Angriff bemerkte und Mutter und Sohn half, den Täter in die Flucht zu schlagen. Die Polizei nahm kurz darauf einen 39 Jahre alten Verdächtigen fest.
Den Ermittlern zufolge soll er bereits am Mittwoch eine Frau angegepackt haben, die sich jedoch losreißen und fliehen konnte. Ein Richter erließ Haftbefehl.

In Zahlen: Die traurige Realität von sexueller Gewalt in Deutschland

+++ 15.49 Uhr: Feuerwehr rückt wegen Plastik-Krokodil aus +++

Ein täuschend echt aussehendes Plastik-Krokodil hat in Ratingen bei Düsseldorf die Feuerwehr in Atem gehalten. Mitarbeiter einer Grundschule hatten das nur mehrere Zentimeter kleine, vermeintliche Tier am Morgen auf einer Grünfläche entdeckt und die Einsatzkräfte verständigt. Als zwei Feuerwehrleute mit Bissschutz und einer Tierfalle im Gepäck eintrafen, sei das falsche Reptil mit einer Plastikbox abgedeckt und Pylonen umstellt gewesen. Schließlich entpuppte sich das Tier als Plastik-Spielzeug. Vermutlich stamme es von einem Kind, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Helfer ließen es daher liegen - "bis es jemand findet".

+++ 15.20 Uhr: Herrmann will Flüchtlinge an Gerichtskosten beteiligen +++ 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will klagende Asylbewerber in bestimmten Fällen zur Beteiligung an Gerichtskosten heranziehen. Diese Möglichkeit könnte etwa geprüft werden, wenn der Rechtsbehelf der betroffenen Flüchtlinge "offensichtlich unzulässig beziehungsweise unbegründet ist", sagte Herrmann den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

In dem Interview verteidigte Herrmann zugleich Äußerungen seines Parteifreundes Alexander Dobrindt, der von einer "aggressiven Anti-Abschiebe-Industrie" gesprochen hatte. "Es gibt eine ganze Reihe von Institutionen, die auf Biegen und Brechen Abschiebungen verhindern wollen", sagte der Landesinnenminister. "Das schießt weit über das vernünftige Maß hinaus, und dagegen müssen wir etwas tun". CSU-Landesgruppenchef Dobrindt hatte für seine Äußerungen scharfe Kritik geerntet.

+++ 15.18 Uhr: Freispruch im Prozess um tödlichen Brand in Münchner Mietshaus +++

Im Prozess um ein Feuer in einem großen Münchner Mietshaus mit drei Toten ist der Angeklagte vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Bis zuletzt seien Zweifel an der Brandursache und den Verantwortlichen geblieben, begründete der Vorsitzende Richter das Urteil am Münchner Landgericht I. Eine brennende Matratze im Treppenhaus des Gebäudes nahe dem Hauptbahnhof hatte im November 2016 das verheerende Feuer ausgelöst. Ein 37 Jahre alter Bewohner und dessen 9 und 16 Jahre alte Töchter kamen ums Leben.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 44-jährigen Angeklagten mit libyscher und tunesischer Staatsangehörigkeit vorgeworfen, das Feuer aus Ärger über die Wohnverhältnisse in dem Haus und die häufigen Bewohnerwechsel gelegt zu haben. Sie hatte lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Handfeste Beweise gab es aber nicht - es handelte sich um einen reinen Indizienprozess. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

+++ 15.10 Uhr: Polizei: Weinstein der Vergewaltigung und sexuellen Belästigung beschuldigt +++

Der Ex-Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist formell einer Vergewaltigung und mehrerer weiterer sexueller Vergehen beschuldigt und festgenommen worden. Das teilte die Polizei in New York mit, der sich Weinstein zuvor gestellt hatte. Weinstein sollte noch am Freitag einem Richter vorgeführt werden. In der kurzen Erklärung der Polizei hieß es Weinstein sei "festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und der Vergewaltigung, krimineller sexueller Handlungen, des sexuellen Missbrauchs und sexuellen Fehlverhaltens in zwei verschiedene Frauen betreffenden Fällen beschuldigt" worden. Mehr als hundert Frauen, darunter zahlreiche Stars, werfen dem 66-Jährigen vor, sie sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt zu haben.

+++ 15.00 Uhr: Weitere Schwerverletzte stirbt nach Flugzeugabsturz in Kuba +++

Nach dem Flugzeugabsturz in Kuba ist eine weitere Schwerverletzte gestorben. Die 40-Jährige sei in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Den Ärzten in der Klinik General Calixto García in Havanna sei es nicht gelungen, das Leben der Frau zu retten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 112. 

+++ 14.52 Uhr: Putin kritisiert Verstöße gegen freien Wirtschaftsaustausch +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Zunahme von Barrieren und Sanktionen im weltweiten Handel kritisiert. Das sei eine "Neuauflage des Protektionismus", sagte er beim internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. "Wir brauchen keine Handelskriege und auch keine Handelswaffenstillstände, sondern Handelsfrieden."

Russland leidet unter Sanktionen der EU und der USA, die 2014 wegen der Übergriffe auf die Ukraine verhängt worden sind. Zugleich hat Moskau Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus der EU und einigen Nachbarstaaten verhängt. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der japanische Regierungschef Shinzo Abe sollen beim Forum zu Tausenden Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik sprechen.

+++ 14.38 Uhr: Heroin unter Keramikkleber versteckt - Millionen-Fund beim Zoll +++

Unter Klebstoff für Kacheln haben Zollfahnder an der Außengrenze der EU einen gewaltigen Heroinfund gemacht. Am bulgarischen Übergang Kapitan Andreewo stellten sie 191 Kilo Heroin in einem aus der Türkei gekommenen Lastwagen sicher. Der Fund soll einen Verkaufswert von sechs Millionen Euro haben. Das Rauschgift war unter dem Klebstoff und neben Geräten für Physiotherapie versteckt. Die Ladung war für Belgien und für die Niederlande bestimmt, wie das bulgarische Hauptzollamt mitteilte.

Durch das südosteuropäische EU-Land führt eine Balkanroute von Drogenschmugglern nach Westeuropa. Der türkische Laster sei am Mittwoch eingetroffen, hieß es. Das Fahrzeug konnte die Röntgenkontrolle passieren, dann spürte aber ein Zollhund das Rauschgift auf. Das in 95 Päckchen sortierte Heroin ist die größte Menge Rauschgift, die seit einem Jahr an Bulgariens Grenzen beschlagnahmt wurde.

+++ 14.12 Uhr: Feuerwehr rückt wegen Plastikkrokodils aus +++

Wegen eines kleinen Krokodils im Garten einer Grundschule ist die Feuerwehr im nordrhein-westfälischen Ratingen zu einem Einsatz ausgerückt. Am Morgen ging nach Angaben der Feuerwehr ein entsprechender Anruf ein, weshalb zwei Einsatzkräfte zu der Schule fuhren. "Erstaunt machten sie sich mit Fangutensilien auf den Weg - ein Krokodil sieht man ja nicht jeden Tag", erklärte die Feuerwehr. Am Ort des Geschehens war das Krokodil bei ihrem Eintreffen allerdings schon unter einem umgestülpten Eimer eingefangen. "Vorsichtig hoben die beiden Männer das Plastikgefängnis an und entdeckten - ein Plastikkrokodil", hieß es im Bericht der Feuerwehr. "Nach einem Schmunzeln wurden die Anrufer aufgeklärt, und das Tier wurde wieder in die Freiheit entlassen."

+++ 14.07 Uhr: Wetterdienst bestätigt Tornado bei Gießen +++

Der Deutsche Wetterdienst hat einen Tornado über Hessen bestätigt. Zuerst hatte hessenschau.de darüber berichtet, ein Zuschauer der Sendung hatte das Ereignis in Großen-Linden gestern gegen 16 Uhr auf Video festgehalten. Heute bestätigte der DWD in Offenbach die Annahme. "Das war zweifelsfrei ein Tornado", sagte DWD-Experte Andreas Friedrich. Er sei von einer "Schauerzelle" begleitet worden, die auf dem Radar zu sehen war. Auch sogenannte Sykwarner hätten den Tornado bestätigt.

Tornados sind Friedrich zufolge gar nicht selten. Pro Jahr würden in Deutschland 20 bis 60 nachgewiesen. Dazu komme eine hohe "Dunkelziffer": Tornados, die entweder ganz schwach seien oder sich über unbewohntem Gebiet bildeten, so dass sie nicht bemerkt würden. Der DWD geht davon aus, dass es jährlich mehrere Hundert Tornados gibt.

Virales Video: Paar filmt den Moment, in dem ein Tornado sie und ihr Auto erfasst

+++ 13.43 Uhr: Bundesanwaltschaft klagt Syrer wegen Mitgliedschaft in Terrorgruppen an +++

Wegen Mitgliedschaft in mehreren ausländischen Terrorgruppen hat die Bundesanwaltschaft vor dem Hamburger Oberlandesgericht Anklage gegen einen 24-jährigen Syrer erhoben. Majed A. sei hinreichend verdächtig, der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat und weiteren radikalislamischen Organisationen angehört zu haben, erklärte die Behörde. Auch werde ihm zur Last gelegt, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. A. war im September vergangenen Jahres in Schleswig-Holstein festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Laut Anklageschrift soll er sich spätestens Anfang 2013 einer Extremistenorganisation angeschlossen, am Kampf gegen syrische Regierungstruppen beteiligt und mit einer Kalaschnikow bewaffnet an einem Checkpoint Kontrollen vorgenommen haben. Im Dienst weiterer Milizen soll er zunächst auch gegen den IS gekämpft, sich diesem aber später angeschlossen und gegen kurdische Milizen gekämpft haben. 2015 kam A. nach Deutschland.

+++ 13.40 Uhr: Frau vergewaltigt und lebendig begraben - lebenslange Haft +++

Rund 30 Jahre nachdem ein Mann eine damals 22 Jahre alte Frau aus dem Raum Offenbach vergewaltigt, fast erstochen und dann im Wald verscharrt hat, ist er wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Aschaffenburg sah die Mordabsicht des inzwischen 56-jährigen Jürgen R. als erwiesen an. Eine Verurteilung nur wegen der Vergewaltigung wäre nicht möglich gewesen, da dieser Vorwurf strafrechtlich bereits verjährt ist. Das heute 52 Jahre alter Opfer, das die Tat in einem Waldstück in Aschaffenburg nur knapp überlebt hatte, verfolgte die Urteilsverkündung im Gerichtssaal.

Die Frau wollte im Januar 1988 nach einem Discobesuch in Aschaffenburg mit dem Auto nach Hause fahren, als sie von Jürgen R. gezwungen wurde, in einen Wald zu fahren. Dort wurde sie mehrmals brutal vergewaltigt. Anschließend stach der Mann mit einem Schraubenzieher auf sie ein, verscharrte ihren Körper unter Laub und fuhr mit ihrem Auto weg. Die Polizei hatte routinemäßig den Fall noch einmal überprüft und unter anderem alte Spuren noch einmal untersuchen lassen. Dabei ergab sich per DNA-Abgleich ein Treffer in einer Datenbank, in der der vorbestrafte Jürgen R. registriert war. Er hatte vor Gericht die Vergewaltigung gestanden, aber eine Tötungsabsicht bestritten.

+++ 13.38 Uhr: Harvey Weinstein stellt sich den Behörden in New York +++

Nach heftigen Vorwürfen wegen sexueller Übergriffe hat sich der US-Filmproduzent Harvey Weinstein den Behörden in New York gestellt. Weinstein ging am frühen Morgen (Ortszeit) in Begleitung von Anwälten in ein Gebäude der New Yorker Polizei in Manhattan, wie in Fernsehübertragungen zu sehen war. Mehr als hundert Frauen, darunter zahlreiche Stars, werfen dem 66-Jährigen vor, sie sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt zu haben.

+++ 13.30 Uhr: Neue Vorwürfe gegen Autobauer Daimler im Diesel-Skandal +++

Die Vorwürfe gegen den Autobauer Daimler in der Diesel-Affäre weiten sich aus. Dem Unternehmen droht laut einem Bericht des "Spiegels" der Rückruf hunderttausender weiterer Autos.
Es gehe um mehr als 600.000 Fahrzeuge unter anderem der Baureihen C und G, berichtete das Magazin. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gehe einem konkreten Verdacht nach, dass auch bei diesen Fahrzeugen unzulässige Abschalteinrichtungen die Wirkung des Abgassystems manipulierten. Aktuell gebe es bereits Prüfungen an den betreffenden Autos. Die Modelle haben dem Bericht zufolge einen vergleichbaren Motor wie der Mercedes-Van Vito mit 1.6-Liter-Motor und Schadstoffklasse Euro 6, für den das KBA einen Rückruf angeordnet hat.    

+++ 13.16 Uhr: Russischer Offizier laut Bellingcat verantwortlich für Abschuss MH17 +++

Das investigative Recherchenetzwerk Bellingcat hat nach eigenen Angaben einen der mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für den Abschuss von Passagierflug MH17 im Juli 2014 identifiziert. Es handele sich um einen hohen russischen Offizier, berichtete Bellingcat in Den Haag. Der Offizier sei 2014 in der Ostukraine verantwortlich für den Transport der Luftabwehrrakete vom Typ Buk von und nach Russland gewesen.

Im Juli 2014 war die Passagiermaschine mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine mit einer Buk-Rakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet. Am Donnerstag hatten die internationalen Ermittler erklärt, dass die Buk-Rakete von einer Brigade der russischen Armee stammte.

+++ 12.38 Uhr: Mindestens 50 Tote bei Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo +++

Bei einem Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. 50 Todesopfer seien seit Mittwoch aus dem Wasser geborgen worden, sagte der Vizegouverneur der nordwestlichen Provinz Tshuapa, Richard Mboyo Iluka,der Nachrichtenagentur AFP. Das Unglück ereignete sich demnach in der Nacht zum Donnerstag auf dem Fluss Momboyo. Die Zahl der Vermissten und die Unfallursache waren zunächst unklar, allerdings sei das Boot unbeleuchtet unterwegs gewesen. Derartige Schiffe dürften aber grundsätzlich nachts nicht fahren, sagte der Vizegouverneur.

+++ 12.21 Uhr: Kleinkind bei Sturz aus Fenster lebensgefährlich verletzt +++

Ein eineinhalb Jahre alter Junge ist im nordhessischen Kassel beim Sturz aus einem Fenster lebensgefährlich verletzt worden. Das Kind fiel gestern Abend aus dem Küchenfenster im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses, wie die Polizei mitteilte. Ein junges Paar beobachtete dies und alarmierte sofort den Rettungsdienst. Der kleine Junge kam in ein Krankenhaus. Die Ermittler gehen von einem tragischen Unfall aus. Den Ermittlungen zufolge hielt sich das Kind mit seiner Mutter in der Küche auf, die dort kochte und das Fenster zum Lüften geöffnet hatte. In einem unbeobachteten Moment kletterte der Junge über einen Stuhl auf den Küchentisch und stürzte von dort aus dem Fenster auf den darunter liegenden Gehweg.

+++ 12.08 Uhr: Baby zu Tode geschüttelt - Vater mangels Beweisen freigesprochen +++

Ein nach dem Schütteltod seines Babys angeklagter Vater ist im niedersächsischen Bückeburg aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Dem 23-Jährigen könne nicht nachgewiesen werden, dass er der Verursacher des tödlichen Schütteltraumas war, teilte das Landgericht mit. Das Gericht habe nicht mit der nötigen Sicherheit ausschließen können, dass ein anderes Familienmitglied das Trauma verursacht habe. Sowohl Anklage als auch Verteidigung hatten einen Freispruch beantragt. Dem 23-Jährigen war vorgeworfen worden, das Kind in seiner Wohnung so stark geschüttelt zu haben, dass es Hirnblutungen erlitt und starb.

+++ 11.49 Uhr: Paris-Anschläge 2015 - zwei Festnahmen in Belgien +++

Im Zusammenhang mit den schweren Terroranschlägen in Paris im November 2015 sind in Belgien zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Beide stünden in Verdacht, "an den Aktivitäten einer Terrorgruppe" teilgenommen zu haben, teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit. Einer der beiden Verdächtigen, Ayoub B., sitze seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Er wurde nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga schon einmal in dem Fall festgenommen, dann aber wieder freigelassen. Der zweite Verdächtige, Soufiane A. A., sei unter Auflagen freigelassen worden, hieß es. Am 13. November 2015 hatten mehrere Islamisten-Kommandos zusammen 130 Menschen in Paris ermordet. 

+++ 11.43 Uhr: Trump rehabilitiert posthum schwarzen Boxweltmeister Jack Johnson +++

Donald Trump hat den rassistisch diskriminierten ersten schwarzen Boxweltmeister im Schwergewicht, Jack Johnson, mehr als sieben Jahrzehnte nach dessen Tod rehabilitiert. Der US-Präsident erklärte, der als "Riese von Galveston" bekannte Boxer sei zum Opfer einer Justiz geworden, die von vielen als "rassistisch motiviert" angesehen werde. Trump unterzeichnete das entsprechende Dokument im Oval Office des Weißen Hauses in Anwesenheit des derzeitigen Schwergewichtchampions Deontay Wilder, des ehemaligen dreimaligen Weltmeisters Lennox Lewis und des Filmschauspielers Sylvester Stallone, der in der "Rocky"-Serie einen Schwergewichtsboxer verkörpert. Auch Johnsons Großnichte Linda Haywood nahm an der Zeremonie teil.

+++ 11.19 Uhr: Warane im Postpaket, Schildkröten im Koffer +++

Seltene Tiere im Internet bestellt und im Paket verschickt: Beim Hauptzollamt Frankfurt sind im letzten Jahr fast 1700 lebend transportierte Kreaturen sichergestellt worden, wie das Amt mitteilte. "Zwei grüne Baumwarane kamen im Postpaket aus Indonesien am Flughafen an. Ein Waran war bereits vertrocknet, das andere Tier war in so schlechter Verfassung, dass es kurz darauf ebenfalls verendete", sagte eine Sprecherin. Im Handkoffer eines Reisenden aus Algerien waren vier lebende Maurische Landschildkröten eingepfercht.

Im Jahr 2017 kam es beim Hauptzollamt zu 372 Sicherstellungen von mehr als 13.300 artengeschützten Einzelexemplaren. Darunter waren neben Tieren auch mehr als 2000 lebende Pflanzen. "Der illegale Handel mit exotischen Tier- und Pflanzenarten ist ein profitträchtiges Geschäft, die Folgen für die Umwelt dramatisch", heißt es beim Zoll. Verstöße gegen das Artenschutzübereinkommen können Geldbußen bis 50.000 Euro oder sogar Haft nach sich ziehen.

+++ 11.07 Uhr: Niederlande und Australien machen Russland offiziell für MH17-Abschuss verantwortlich +++

Die Niederlande und Australien machen Russland offiziell rechtlich haftbar für eine Beteiligung am Abschuss des Passagierfluges MH17 vor knapp vier Jahren. Das teilte die niederländische Regierung in Den Haag mit. Dieser Beschluss ist eine direkte Reaktion auf den Bericht der internationalen Ermittler, dass die Maschine der Malaysia Airlines mit einer Buk-Rakete der russischen Armee über der Ostukraine abgeschossen worden sei. Alle 298 Personen an Bord waren damals am 17. Juli 2014 getötet worden. Die meisten waren Niederländer.

Für die Niederlande und Australien stehe nun fest, dass "Russland verantwortlich ist für den Einsatz des Buk-Systems, mit dem Flug MH17 abgeschossen wurde", hieß es. Mit diesem formellen Schritt wollen beide Länder Russland zur Mitarbeit an den Ermittlungen sowie zur strafrechtlichen Verfolgung zwingen.

+++ 10.51 Uhr: Vermummte prügeln in Kiew auf Liverpool-Fans ein +++

Mehrere Fans des FC Liverpool sind vor dem Champions-League-Finale in Kiew in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zusammengeschlagen worden. Ein Dutzend Vermummter stürmte ein Restaurant in der Nähe des Olympiastadions im Stadtzentrum und begann auf die Fans einzuprügeln, wie Medien berichteten. Nach Polizeiangaben wurden mindestens zwei Männer verletzt. Zwei Angreifer seien festgenommen worden. Details und Hintergründe der Tat sind noch unklar. Morgen (20.45 Uhr/Sky und ZDF) stehen sich im Olympiastadion in Kiew Titelverteidiger Real Madrid mit Trainer Zinédine Zidane und Liverpool mit dem früheren Bundesligacoach Jürgen Klopp gegenüber. 

+++ 10.39 Uhr: China will dass USA und Nordkorea Dialog fortsetzen +++

Nach der Absage des Gipfels USA-Nordkorea hat China beide Seiten dazu aufgefordert, den Dialog fortzusetzen. Man habe die jüngsten "Drehungen und Wendungen" bei den Vorbereitungen des Treffens zur Kenntnis genommen, sagte der Pekinger Außenamtssprecher Lu Kang zum Absagebrief von US-Präsident Donald Trump an den nordkoranischen Machthaber Kim Jong Un. China sei nach wie vor der Ansicht, dass ein Treffen der beiden Führer eine "Schlüsselrolle" im Atomstreit und bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel spiele. "Wir hoffen, dass Nordkorea und die Vereinigten Staaten in dieser Situation Geduld bewahren, Freundlichkeit zum Ausdruck bringen und aufeinander zugehen", sagte Lu Kang weiter.

+++ 10.37 Uhr: Autonomenkundgebung in Oldenburg endet mit sechs Leichtverletzten +++

Eine unangemeldete Kundgebung von Linksautonomen ist gestern Abend im niedersächsischen Oldenburg mit sechs Leichtverletzten zu Ende gegangen. Etwa 260 Menschen versammelten sich nach Polizeiangaben in der Innenstadt und protestierten gegen eine richterlich angeordnete Durchsuchung ihrer Räumlichkeiten am Mittwoch. Während der Demonstration seien "möglicherweise" Straftaten verübt worden, sagte ein Sprecher. Zwei Polizisten und ein Kundgebungsteilnehmer wurden demnach durch Pfefferspray leicht verletzt. Bei der vorläufigen Festnahme von drei Versammlungsteilnehmern erlitten diese dem Sprecher zufolge ebenfalls leichte Verletzungen. Gegen die Festgenommenen wurden Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung eingeleitet. Bei der Durchsuchung am Mittwoch war es um Flaggen mit Bezug zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gegangen.

+++ 10.32 Uhr: Sicherheitsrat beschließt Resolution gegen Hunger als Kriegsmethode +++

Der UN-Sicherheitsrat hat Hunger als Methode der Kriegsführung verurteilt. Das Gremium stellte in New York in der einstimmig verabschiedeten Resolution einen klaren Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und Hungersnöten her. Es verurteilte Angriffe auf Orte, die zur Produktion oder Lagerung von Lebensmitteln oder zur Wasserversorgung genutzt würden. Der Sicherheitsrat verurteilt "das Aushungern der Zivilbevölkerung als Methode der Kriegsführung in zahlreichen Konfliktsituationen scharf". Dies sei durch internationales Recht verboten und könne ein Kriegsverbrechen darstellen.

Genaue Zahlen zu von Kriegsparteien gezielt ausgehungerten Menschen sind schwer zu greifen. Weltweit sind nach Angaben des Sicherheitsrates 74 Millionen Menschen als Folge von bewaffneten Konflikten durch Ernährungsunsicherheit oder Hunger bedroht.

+++ 10.04 Uhr: Gute Werte für das "Germany's Next Topmodel"-Finale +++

Die Favoritin hat gewonnen und ProSieben zugelegt: Im Schnitt 2,64 Millionen Zuschauer verfolgten gestern Aabend das rund dreistündige Finale der Castingshow, bei dem Toni aus Stuttgart das neue "Germany's Next Topmodel" wurde. ProSieben erreichte damit ab 20.15 Uhr einen Marktanteil von 10,3 Prozent. Das waren deutlich bessere Werte als im Jahr davor, als nur 2,43 Millionen (Marktanteil: 8,9 Prozent) den Ausgang der Show verfolgten, aber weniger als vor zwei Jahren mit 2,87 Millionen Zuschauern (10,9 Prozent).

Bei den 14 bis 49-jährigen Zuschauern lag der Marktanteil diesmal allerdings sogar bei 21,1 Prozent, ProSieben zufolge ein "famoser Abschluss" und der beste Wert seit fünf Jahren. Die 18 Jahre alte Schülerin mit Zahnlücke und nigerianischen Wurzeln aus Stuttgart setzte sich am Schluss gegen ihre Konkurrentin Julianna (20) aus Klein-Winternheim in Rheinland-Pfalz durch. Davor waren bereits zwei weitere Konkurrentinnen ausgeschieden.

+++ 9.11 Uhr: Wyoming erlaubt wieder Grizzlyjagd +++

Erstmals seit 44 Jahren will der US-Bundesstaat Wyoming im Herbst wieder die Jagd auf Grizzlybären erlauben. Die Ankündigung der Wildnisbehörde, bis zu 22 Bären zum Abschuss freizugeben, kam nur ein Jahr, nachdem die Grizzlys in und um den riesigen Yellowstone Nationalpark von der Liste der gefährdeten Arten genommen worden waren. Der Park liegt weitestgehend in Wyoming. Amerikanische Ureinwohner und Tierschützer protestierten gegen die Pläne. Grizzlys sind in Nordamerika ikonische Tiere. In den 70er-Jahren waren sie fast ausgerottet. Durch ein US-weites Abschussverbot hatten sich die Bestände auf wieder rund 2000 Bären erholt. Viele weitere Grizzlys leben in Kanada und Alaska, wo die Jagd erlaubt ist.

+++ 8.46 Uhr: Polizei stellt bei Malaysias Ex-Premier große Mengen Bargeld sicher +++

Bei der Durchsuchung von Immobilien des früheren malaysischen Premierministers Najib Razak hat die Polizei umgerechnet fast 25 Millionen Euro Bargeld sichergestellt. Das Geld fand sich in drei Dutzend Koffern und Handtaschen, die bereits letzte Woche beschlagnahmt worden waren. Insgesamt handelt es sich dabei um Scheine und Münzen in 26 verschiedenen Währungen, wie die Polizei Kuala Lumpur mitteilte. Sie hatte bei den Durchsuchungen Hunderte Koffer und Handtaschen mitgenommen, größtenteils Luxusmarken. Der Wert von zahlreichen Schmuckgegenständen und Uhren werde derzeit noch ermittelt, hieß es. Die Regierung des neuen Premiers Mahathir Mohamad hat inzwischen gegen Najib und seine Ehefrau ein Ausreiseverbot verhängt. Der langjährige Regierungschef war in diesem Monat bei einer Parlamentswahl überraschend abgewählt worden.

Najib steht seit Längerem im Zentrum eines Korruptionsskandals, der auch zu seinem Machtverlust beigetragen haben dürfte. Ihm wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit aus einem Staatsfonds mehr als 3,7 Milliarden Euro zweckentfremdet zu haben. Mehr als eine halbe Milliarde landeten demnach auf einem Konto, das ihm selbst gehört. Der 64-Jährige weist alle Anschuldigungen zurück.

+++ 8.39 Uhr: 13 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf A3 +++

Bei einem Unfall mit einem niederländischen Reisebus sind auf der Autobahn 3 bei Wiesbaden 13 Menschen verletzt worden. Der mit einer indischen Reisegruppe besetzte Bus prallte in der Nacht in einem Baustellenbereich aus bislang ungeklärter Ursache gegen Fahrbahnteiler aus Beton, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin geriet der Bus nach links und blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Die Kraftstofftanks wurden bei dem Aufprall aufgerissen und der Sprit verteilte sich auf den Fahrspuren. Zwölf Insassen und der 66-jährige Busfahrer wurden leicht verletzt. Elf der Verletzten wurden in Krankenhäusern ambulant behandelt. Die übrigen Reisenden wurden mit einem anderen Bus zu ihrem Zielort, einem Hotel in Offenbach, gefahren.

Wegen der Aufräumarbeiten war die A3 für etwa drei Stunden voll gesperrt. Der Gesamtschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.

+++ 8.26 Uhr: Israels Oberster Gerichtshof billigt tödliche Schüsse auf Palästinenser +++

Zehn Tage nach der Tötung dutzender Palästinenser durch die israelische Armee im Gazastreifen hat sich Israels Oberster Gerichtshof hinter das Militär gestellt. Die tödlichen Schüsse auf palästinensische Demonstranten an der Grenze seien rechtmäßig gewesen, entschied das Gericht. Die drei Richter wiesen einstimmig einen Antrag von sechs Menschenrechtsorganisationen ab, den Einsatz scharfer Munition durch das Militär einzuschränken und stellten sich auf die Seite der israelische Regierung, derzufolge die Proteste nicht als friedliche Demonstrationen einzustufen sind, sondern als Teil des "bewaffneten Konflikts" zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas.

Die Proteste zehntausender Palästinenser am 14. Mai hatten sich unter anderem gegen die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem gerichtet. Die israelische Armee ging mit Gewalt gegen jeden vor, der sich dem Grenzzaun näherte. Mindestens 62 Palästinenser wurden getötet und mehr als 2400 verletzt. Seit dem Gazakrieg im Jahr 2014 wurden im Nahost-Konflikt nicht mehr so viele Menschen an einem Tag getötet.

+++ 8.06 Uhr: USA haben sich bei Wiederaufbau in Afghanistan erheblich überschätzt +++

Das Aufsichtsgremium der USA für den Afghanistaneinsatz sieht die Wiederaufbaubemühungen zwischen 2001 und 2017 "weitgehend gescheitert". Washington habe seine Fähigkeit, Regierungsinstitutionen aufzubauen und zu reformieren, erheblich überschätzt, erklärte der Generalinspekteur des US-Senats für den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar) in einem in Washington vorgestellten Bericht. Die US-Regierung und das US-Militär hätten viel zu viel Geld viel zu schnell in einem Land ausgegeben, das schlecht darauf vorbereitet gewesen sei. Das habe der Korruption Tür und Tor geöffnet. Viele Projekte, die zudem mit zu wenig Fachwissen umgesetzt worden seien, hätten mehr geschadet als geholfen. Sie hätten in der Bevölkerung "Könige der Patronage" geschaffen. Marginalisierte Afghanen hätten "natürliche Verbündete" in den Taliban gefunden.

Der Bericht konzentriert sich auf die "Stabilisierungsbemühungen" von Militär und zivilen Helfern für unsichere Gegenden und ist der vierte in einer Serie sogenannter "Lehren", die Sigar in den letzten Monaten zu dem mehr als 16-jährigen Hilfs- und Militäreinsatz vorgestellt hat. Die Vorwürfe sind nicht neu, treffen aber wunde Punkte in einer Zeit, da die radikalislamischen Taliban wieder mindestens 14,5 Prozent des Landes kontrollieren und landesweit afghanischen Sicherheitskräften täglich schwer zusetzen.

+++ 8 Uhr: Löw würde sich über Merkel-Besuch bei WM freuen +++

Joachim Löw hofft bei der Fußball-WM auf einen Besuch der Bundeskanzlerin. "Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn Angela Merkel ein Spiel von uns in Russland besucht", sagte Löw der "Bild"-Zeitung. Als Merkel bei der WM 2014 in Brasilien nach dem Finalsieg gegen Argentinien in der Kabine auftauchte, sei dies "ein tolles Gefühl" gewesen. "Sie kam nach dem Endspiel in die Kabine und saß plötzlich mittendrin, hat mit uns angestoßen und war ganz natürlich. Das hat einen tollen Eindruck bei meinen Spielern hinterlassen. Das wünsche ich mir wieder", sagte Löw. Er habe sich bei seinem letzten Treffen mit Merkel auch über die politische Situation in Russland unterhalten, erzählte Löw. Die DFB-Auswahl wolle "unvoreingenommen sein, den Menschen vermitteln, dass wir ein sympathisches und freundliches Team sind". Darin habe ihn die Kanzlerin bestärkt. "Sie sagt, dass wir uns auf unseren Sport konzentrieren und die Politik anderen überlassen sollen. Den Politikern."

Merkel hat sich noch nicht explizit zu ihren Reiseplänen im Sommer geäußert. Die Kanzlerin ist großer Fan der DFB-Auswahl und war bei den Turnieren 2010 nach Südafrika und 2014 nach Brasilien gereist.

+++ 7.54 Uhr: 3000 Meter hohe Aschewolke über dem Kilauea +++

Der Vulkan Kilauea auf Hawaii spuckt Asche in die Luft. Eine riesige graue Wolke von bis zu 3000 Metern Höhe war in den frühen Abendstunden (Ortszeit) über dem Berg zu sehen, wie der Zivilschutz auf Twitter berichtete. Der Wind könne die Asche in Richtung des Orts Pahala südwestlich des Vulkans treiben, warnte die Behörde. Die Anwohner sollten vorsichtshalber ihre Häuser nicht verlassen und die Fenster geschlossen halten. Lava trat demnach weiter aus Erdspalten aus. Mehrere Lavaströme flossen in den Pazifik.

Seit Anfang Mai speit der Kilauea Lava aus dem Krater und aus Erdspalten. Auf der Inselgruppe Hawaii liegen mehrere Vulkane, der Kilauea ist einer der aktivsten der Welt.

+++ 7.34 Uhr: BMW und VW belegen erneut Spitzenplätze im Autobauer-Vergleich +++

BMW und Volkswagen haben im weltweiten Vergleich der Autokonzerne auch zu Jahresbeginn wieder Spitzenplätze belegt. Bei Absatz und Umsatz schnitt im ersten Quartal kein Autobauer besser ab als VW, derweil verteidigte BMW vor den Titel als profitabelster Konzern, wie aus einem Vergleich der 16 führenden Autokonzerne durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Zwar habe der starke Euro für einen auf den ersten Blick holprigen Start ins Jahr gesorgt, insgesamt aber sei die operative Entwicklung der deutschen Konzerne zufriedenstellend. Gewinn und Margen lägen auf hohem Niveau, das Absatzwachstum zeige, dass die Richtung stimmt.

Wichtigster Wachstumsmotor war laut der Studie erneut das Geschäft in China, wo alle deutschen Hersteller zusammen stärker zulegten als der Markt insgesamt. In China konnten die deutschen Autobauer demnach ihre Marktführerschaft im Premiumsegment trotz wachsender Konkurrenz durch selbstbewusstere einheimische Hersteller ausbauen. Entsprechend viel hänge nun aber auch vom Geschäft in China ab.

+++ 6.31 Uhr: 15 Verletzte durch Explosion in Restaurant in Kanada +++

Bei einer Explosion in einem indischen Restaurant im Osten Kanadas sind mindestens 15 Menschen verletzt worden. Drei von ihnen befänden sich in kritischem Zustand, berichteten kanadische Medien unter Berufung auf Rettungskräfte. Die Ursache der Explosion in einer Einkaufsstraße der Großstadt Mississauga westlich von Toronto war zunächst unklar.

+++ 5.57 Uhr: Land unter nach schweren Unwettern im Vogtland +++

Nach dem schweren Unwetter im sächsischen Vogtland haben die Menschen am Morgen mit vollgelaufenen Kellern und Verkehrsbehinderungen zu kämpfen. In und um die Gemeinden Adorf, Bad Elster und Oelsnitz wurde die Feuerwehr seit Donnerstagnachmittag zu rund 250 Einsätzen gerufen, wie ein Sprecher der Leitstelle Zwickau sagte. Alle Feuerwehren und das Technische Hilfswerk sind nach wie vor im Einsatz. "Das wird noch bis in den Vormittag so weitergehen", sagte der Sprecher. "Es regnet zwar nicht mehr, aber die Keller sind vollgelaufen." Ein heftiges Unwetter hatte am Donnerstag das Vogtland im Bereich des Elstertales erschüttert. Schlamm und Geröll waren von angrenzenden Feldern auf zahlreiche Fahrbahnen gespült worden. Nach vorläufigen Informationen der Polizei wurde aber nur eine Person durch einen Stromschlag verletzt.  

+++ 5.30 Uhr: Arbeitsminister Heil fordert von Koalition digitale Agenda innerhalb eines Jahres +++

Arbeitsminister Hubertus Heil hat die Koalition zu mehr Ehrgeiz bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft aufgerufen. "Wir sollten binnen eines Jahres eine ambitionierte digitale Agenda hinbekommen", sagte Heil in Berlin. "Die Koalition hat sich hier viel Gutes vorgenommen", so der SPD-Politiker. "Aber ich wünsche mir, dass wir ehrgeiziger werden." Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag versprochen, die Gigabit-Netze in alle Regionen zu bringen und eine bürgernahe, digitale Verwaltung zu schaffen. Die Arbeitnehmer will die Koalition im digitalen Wandel unterstützen, digitale Innovationen sollen gefördert werden.

+++ 4.34 Uhr: Neue Datenschutz-Grundverordnung in der EU tritt in Kraft +++

Nach zweijähriger Übergangsfrist gelten in Europa ab sofort einheitliche Datenschutzregeln. Alle 28 EU-Staaten müssen von diesem Freitag an die sogenannte Datenschutz-Grundverordnung anwenden. Dadurch wird die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen, Vereine oder Behörden deutlich strenger geregelt als bisher. So müssen Verbraucher fortan darüber informiert werden, wer Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Ausweisnummer aus welchem Grund sammelt - und sie müssen zustimmen. Zudem müssen Daten, die für den ursprünglichen Zweck der Speicherung nicht mehr benötigt werden, gelöscht werden. Unternehmen und Organisationen müssen gespeicherte Daten außerdem auf Anfrage zur Verfügung stellen. Bei Verstößen gegen die neuen Regeln drohen saftige Strafen. Unternehmen können mit Zahlungen bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes belegt werden. Beschweren können sich die EU-Bürger künftig bei den nationalen Datenschutzbehörden.

+++ 4.24 Uhr: Boba Fett soll Star des nächsten "Star Wars"-Spin-off sein +++

Fans der "Star Wars"-Figur Boba Fett können auf einen größeren Kino-Auftritt des Kopfgeldjägers hoffen. Der wortkarge Einzelgänger, der in "Das Imperium schlägt zurück" (1980) erstmals in einer Nebenrolle erschien, soll nun in einem sogenannten Spin-off zur Hauptfigur der Weltraumsaga werden, berichtet das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter". Demnach haben Disney und Lucasfilm den US-Regisseur James Mangold (54, "Walk the Line", "Logan - The Wolverine") mit der Regie und dem Skript für den Einzelfilm beauftragt. Vor einigen Jahren war das Projekt schon einmal angedacht, damals unter der Regie von Josh Trank ("Fantastic Four"), doch der Film wurde nie umgesetzt. Lucasfilm habe mehrere Filme über einzelne "Star Wars"-Charaktere geplant, darunter auch über Obi-Wan Kenobi, berichtet der "Hollywood Reporter". Mit "Solo: A Star Wars Story" kommt diese Woche ein weiterer von den "Star Wars"-Trilogien ausgekoppelter Film in die Kinos.

+++ 4.04 Uhr: Bayern will Umsetzung des Kreuz-Erlasses nicht überprüfen +++

Die Umsetzung der Kreuz-Pflicht in Bayerns Dienstgebäuden will das Innenministerium des Freistaats nicht überwachen. "Wir sehen keinen Anlass zu einer Überprüfung - und freuen uns über jedes Kreuz, das hängt", sagte Ministeriumssprecher Oliver Platzer der "Augsburger Allgemeinen". "Wir setzen voraus, dass die jeweilige Behördenleitung die Allgemeine Geschäftsordnung kennt und danach handelt". Der bundesweit kontrovers diskutierte und auch innerkirchlich umstrittene bayerische Kreuzerlass war am Dienstag amtlich geworden.

+++ 3.53 Uhr: Ein Toter und Verletzte bei Schießerei in Restaurant in Oklahoma City +++

Bei einer Schießerei in einem Restaurant in Oklahoma City, der Hauptstadt des US-Staates Oklahoma, ist ein Mann getötet worden, zwei Menschen seien bei dem Zwischenfall verletzt worden, berichteten US-Medien. Ein Mann sei am Abend in das Lokal gestürmt und habe das Feuer auf die Gäste eröffnet. Ein bewaffneter Restaurantbesucher habe daraufhin seine Pistole gezogen und den Angreifer erschossen. Das Motiv des Angreifers sei nicht bekannt, hieß es.

+++ 3.44 Uhr: Protest gegen Abschiebung - Aktivisten blockieren Polizeidirektion Göttingen

Demonstranten aus dem linken Spektrum haben vor der Polizeidirektion Göttingen gegen die geplante Abschiebung eines Mannes aus Simbabwe protestiert. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, versammelten sich zeitweise rund 100 Menschen vor dem Haupteingang des Gebäudes, in das der 33-Jährige nach seiner Abholung aus einer Sammelunterkunft zeitweise gebracht worden war. Die Aktivisten selbst sprachen von 130 Demonstranten, die die Zufahrten zur Polizeidirektion blockiert hätten. Die Polizei widersprach dieser Darstellung. Die Zugänge seien frei gewesen. Vier Demonstranten wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Am späten Abend wurden sie laut Polizei wieder entlassen. Es seien acht Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet worden. Zwei Beamte seien verletzt worden. 

+++ 3.40 Uhr: Mindestens sieben Tote bei Anschlag in Bengasi +++

Bei einem Autobombenanschlag in der libyschen Stadt Bengasi sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens sieben Menschen getötet worden. Rund 20 weitere seien bei dem Anschlag verletzt worden, verlautete aus den Sicherheitskreisen. Die Autobombe explodierte demnach in der Nähe des Tibesti-Hotels im Zentrum der Stadt auf einer belebten Straße. Dort versammelten sich während des muslimischen Fastenmonats Ramadan viele Menschen, hieß es. Bei den Opfern handele es sich um Zivilisten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Sicherheitsquelle beschuldigte jedoch "terroristische Schläferzellen", die damit die Botschaft senden wollten, dass Bengasi nicht sicher sei.

+++ 2.54 Uhr: Flugschreiber der auf Kuba abgestürzten Maschine gefunden +++

Knapp eine Woche nach dem Absturz einer Passagiermaschine auf Kuba mit 111 Todesopfern haben Ermittler die zweite Blackbox des Flugzeugs gefunden. An der Unglücksstelle würden immer noch Einzelteile aufgelesen, sagte der Präsident des kubanischen Ziviluftfahrtzentrums, Armando Daniel López, im Staatsfernsehen. Die Ermittler hatten zuvor Augenzeugen befragt und Videomaterial des Absturzes ausgewertet, um den Flugschreiber ausfindig zu machen, wie López mitteilte. Die Boeing 737-200 war vor einer Woche kurz nach dem Start am internationalen Flughafen José Martí in Havanna auf einem Feld zerschellt. Drei Frauen überlebten das Unglück zwar schwer verletzt - eine von ihnen starb jedoch am Montag im Krankenhaus. 

+++ 2.11 Uhr: Entführter Junge nach Zahlung von Bitcoin-Lösegeld aufgefunden +++

Der in Südafrika für eine Lösegeldforderung in der virtuellen Währung Bitcoin entführte Jugendliche ist wieder aufgetaucht. Der 13-Jährige sei allein gewesen, als er gefunden wurde, sagte ein Polizeisprecher in der östlichen Provinz Mpumalanga. Dem Jungen gehe es gut, er sei wieder bei seinen Eltern. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen, die Ermittlungen dauerten demnach an. Der 13-Jährige war nach Polizeiangaben am vergangenen Sonntag von einem Spielplatz in der Nähe seines Hauses verschleppt worden. Medienberichten zufolge hinterließen die Entführer eine Notiz am Tatort. Für eine Freilassung des Jugendlichen verlangen sie demnach 15 Bitcoins (umgerechnet rund 105.000 Euro). Ob tatsächlich ein Lösegeld gezahlt wurde, blieb offen. Es war vermutlich das erst Mal in Südafrika, dass die Zahlung eines Lösegelds in der Internetwährung gefordert wurde.

+++ 0.54 Uhr: Nordkorea auch nach Absage von Trump zu Gesprächen bereit +++

Die Absage von US-Präsident Donald Trump an das Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un entspricht nach einer Mitteilung aus Pjöngjang "nicht den Wünschen der Welt". Das zitierte die südkoreanische Agentur Yonhap eine Mitteilung. Nordkorea sei weiterhin jederzeit zu einem Treffen mit den USA bereit, zumal Kim Jong Un "alle Bemühungen" auf das Treffen mit Trump gerichtet habe. Ein Gipfel mit den USA sei dringend nötig, um "schwerwiegende feindliche Beziehungen" auszuräumen.

+++ 0.38 Uhr: Samsung muss in Patentstreit mit Apple 533 Millionen Dollar zahlen +++

In einem seit Jahren andauernden Patentstreit ist der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung zu einer Strafzahlung von 533 Millionen Dollar (454 Millionen Euro) an den US-Konkurrenten Apple verurteilt worden. Samsung müsse die Zahlung leisten, weil der Konzern das Design von Apples iPhone kopiert habe, urteilte die Jury eines US-Bundesgerichts. Weitere fünf Millionen Dollar Entschädigung soll Samsung wegen Patentverletzungen bei iPhone-Funktionen zahlen. 2011 war Samsung in dem Fall bereits zur Zahlung von 400 Millionen Dollar verurteilt worden, der südkoreanische Hersteller ging jedoch in Berufung. Die beiden Smartphone-Konkurrenten haben sich in den vergangenen Jahren weltweit mit Dutzenden von gegenseitigen Patentklagen überzogen.

+++ 0.16 Uhr: Fifa veröffentlicht offiziellen WM-Song +++

Die offizielle WM-Hymne der FIFA zur Fußball-Weltmeisterschaft trägt den Titel "Live It Up" und ist auf mehreren Streamingplattformen veröffentlicht worden. Der Song ist eine Zusammenarbeit von Nicky Jam (37, "El Perdon"), der Sängerin Era Istrefi ("Bon Bon") - und Will Smith (49). Gemeinsam werden die drei Künstler das Lied beim WM-Finale in Moskau am 15. Juli aufführen, wie das Label Sony Music bekanntgab. Produziert wurde "Live It Up" von Star-DJ Diplo (39). Der aus Boston stammende Reggaeton-Sänger mit dem bürgerlichen Namen Nick Rivera Caminero sagte in einer Pressemitteilung: "Nicht viele Künstler haben das Privileg, an so etwas teilhaben zu können." Smith ließ sich zitieren mit den Worten: "Dieses globale Event bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um zu jubeln, zu lachen und die Magie zu erleben." Den offiziellen Song zur WM 2014 hatten Pitbull und Jennifer Lopez mit "We Are One (Ole Ola)" abgeliefert, für die WM 2010 sang Shakira den Song "Waka Waka".

dho / wue / fs / DPA / AFP