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Läster-Mails von Scott Rudin: Angelina Jolie - "minimal talentierte, verwöhnte Göre"

Der Hacker-Angriff auf die Sony-Studios bringt weiterhin Details aus der Filmbranche ans Licht. Jetzt wurden Mails des Produzenten Scott Rudin veröffentlicht, in denen er über Angelina Jolie herzieht.

Von Frank Siering, Los Angeles

Angelina Jolie besteht bei einem Filmprojekt auf Star-Regisseur David Fincher. Der ist allerdings schon anderweitig eingeplant.

Angelina Jolie besteht bei einem Filmprojekt auf Star-Regisseur David Fincher. Der ist allerdings schon anderweitig eingeplant.

Schauspielerin Angelina Jolie hat ganz offensichtlich nicht nur Freunde in Hollywood. Im Zuge des anhaltenden Hacker-Angriffs auf die Sony Studios in Los Angeles sind jetzt brisante neue interne E-Mails aufgetaucht, in der die Ehefrau von Weltstar Brad Pitt als "verwöhntes kleines Früchtchen" bezeichnet wird.

In den Mails, die jetzt von "Gawker" veröffentlicht wurden, geht es um eine Attacke des bekannten Produzenten Scott Rudin ("The Social Network", "Moneyball") auf Jolie. Demnach hatte Rudin bereits im Februar diverse Mails von Sony-Chefin Amy Pascal erhalten. Darin ließ Pascal durchblicken, dass Jolie verlangte, den Star-Regisseur David Fincher für einen Film, in dem sie die Rolle der Cleopatra übernehmen sollte, anzuheuern.

Rodin hatte Fincher ("Gone Girl") jedoch schon für seinen neuen Film über Apple-Gründer Steve Jobs eingeplant. In der ersten E-Mail schrieb Sony-Chefin Pascal an Rudin: "Sie (Jolie) ist sauer, weil wir Fincher den Jobs-Film geben. Sie will reden". Rudin antwortete: "Sie wird es überleben. Ich habe keine Lust, meine Zeit damit zu verschwenden."

Doch Jolie hat offenbar nicht locker gelassen, so dass sich der Ton in Rudins Mails verschärfte. "Du solltest Angie jetzt sagen, dass sie die Klappe halten soll, bevor es für David schwer wird, Jobs zu drehen", so der Star-Produzent.

"Sie ist ein Promi, mehr nicht"

Als diese Mail ebenfalls nicht den erwarteten Erfolg brachte, wurde Rudin noch deutlicher und schrieb an Pascal: "Ich werde meine Karriere nicht für eine minimal talentierte, verwöhnte Göre zerstören, die keine Probleme damit hatte, dieses Projekt für 18 Monate auf Eis zu legen, um bei einem anderen Film Regie zu führen."

Der Produzent schimpfte online fleißig weiter, Jolie sei ein "Promi, mehr nicht". Er habe auch gar keine Lust, einen Film mit ihr zu machen.

Jolie-Ehemann Pitt hatte Fincher immer wieder in den höchsten Tönen gelobt und ihn als einen "der besten Regisseure unserer Zeit" bezeichnet hat. Allerdings wusste er damals auch noch nichts von diesen internen E-Mail-Botschaften. Die Sony-Hacker haben jetzt dafür gesorgt, dass sich das ändert.