Jeans im „Used-Look“, das Kleid in der Trendfarbe der Saison, die neue Outdoorjacke wasserabweisend und atmungsaktiv. Jahr für Jahr kaufen wir immer neue Mode – und immer schön trendy soll sie sein. Rund 80 Milliarden Kleidungsstücke werden jährlich weltweit produziert, um diesen Hunger nach Mode bedienen zu können. Doch die Sache hat einen Haken: Damit die Kleidung so umwerfend gut aussieht, sich so flauschig weich anfühlt oder garantiert wasserabweisend ist, müssen in der Herstellung viele Chemikalien eingesetzt werden. Diese werden zwar aus dem Produkt ausgewaschen, sie belasten jedoch Mensch und Umwelt in der Umgebung der Produktionsstätten. Ungeklärte Abwässer vergiften Flüsse und Trinkwasser, viele Textilarbeiter leiden unter chronischen Erkrankungen.
Umdenken bei Herstellern und Verbrauchern
Das wollen wir nicht mehr, sagen sich immer mehr Verbraucher und gehen daher mit nachhaltigen Textilien lieber auf Nummer sicher. Im Juli 2011 startete zudem eine international anerkannte Umweltschutzorganisation eine Kampagne, die die Textilindustrie dazu aufforderte, Verantwortung für ihren Anteil an der giftigen Verschmutzung zu übernehmen. Dadurch gelang es, dass sich eine Vielzahl internationaler Modemarken, Händler und Lieferanten zur Entgiftung ihrer Textilien verpflichtete. Auch Tchibo gehört seit 2014 zu den Unterzeichnern.
Wie ernst man dort die Sache nimmt, lässt sich an einem ehrgeizigen Fünf-Stufen-Plan ablesen, zu dem sich Tchibo in seinem 19-seitigen DETOX-Fortschrittsbericht verpflichtet. Er reicht vom Aufbau eines Projektteams mit internen und externen Experten im Jahr 2015 über die Schaffung von Transparenz in sämtlichen Verarbeitungsprozessen bis hin zum vollständigen Ausschluss gefährlicher Chemikalien aus der gesamten Lieferkette bis zum Jahr 2020. Zwar sind bis dahin noch einige Hürden zu nehmen, doch erste Maßnahmen greifen bereits: Ein Trainingsprogramm für Lieferanten wird gemeinsam mit Partnern aufgebaut und erste Verbesserungen in Pilotfabriken sind bereits umgesetzt worden.
Giftfreie Mode: So gehen Sie auf Nummer sicher
Was kann ich als Konsument tun, um das Engagement zu unterstützen? Einfach giftfreie Mode kaufen, wäre die naheliegende Lösung. Doch das ist momentan gar nicht so leicht, denn aufgrund der Komplexität der Umsetzung fehlt bisher ein einheitliches, glaubwürdiges Siegel, das die Erkennbarkeit für Konsumenten sichert.
Aber immerhin kann ich mich in einer Art Zwischenschritt schon heute gezielt für den Einkauf bei Unternehmen entscheiden, die sich ernsthaft um das Thema DETOX kümmern, so wie Tchibo. So bietet der Textilhändler zum Beispiel – insbesondere bei Outdoorbekleidung für den nahenden Herbst – Jacken mit wasserabweisender Ecorepel-Beschichtung. Dies ist eine umweltschonende Alternative zu den schädlichen Fasern aus PFCs (poly- und perfluorierte Chemikalien), die kaum abbaubar sind und daher sehr lange in der Umwelt verbleiben. Und nicht nur das: Tchibo bietet noch viele weitere Textilien mit nachhaltigen Standards an, zum Beispiel Viscose®, Modal® oder TENCEL® von dem Partner Lenzing, mit „Cotton made in Africa“-Siegel, aus zertifizierter Bio-Baumwolle oder solche, die GOTS-zertifiziert sind (Global Organic Textile Standard). Schon heute ist Tchibo der drittgrößte Anbieter von Bio-Baumwolle weltweit*.
Diese Standards sorgen dafür, dass beim Rohstoffanbau und der Gewinnung keine schädlichen Chemikalien eingesetzt werden. Damit wird ein wichtiger Beitrag zu DETOX geleistet.
Übrigens bietet Tchibo aktuell schicke Kindermode mit Ecorepel-Thermojacken wie auch viele Textilien aus Bio-Baumwolle an – solange der Vorrat reicht.
* Organic Cotton Market Report 2016 von Textile Exchange