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Zoff auf Twitter: Sauer auf Moderator - Ewan McGregor sagt TV-Auftritt ab

Eigentlich sollte Ewan McGregor in der "Good Morning Britain"-Show seinen neuen Film vorstellen. Doch der Schauspieler sagte kurzfristig ab - aus Wut über den Moderator Piers Morgan.

Ewan McGregor (links) und Piers Morgan

Schauspieler Ewan McGregor (links) missfiel ein Kommentar von Moderator Piers Morgan

Diese Woche kommt "T2 Trainspotting" mit Ewan McGregor in die Kinos. Am Sonntag feierte die Fortsetzung des Kultfilms "Trainspotting" in Edinburgh Weltpremiere. Um seinen Film zu promoten war der Hauptdarsteller ins britische Frühstücksfernsehen eingeladen worden. Doch der Schotte sagte kurzfristig ab, weil er sauer auf den Moderator ist.

"Wollte zu Good Morning Britain, wusste aber nicht, dass Piers Morgan moderiert. Nach seinem Kommentar zum Women's March werde ich ich nicht hingehen." Der Moderator reagierte prompt. "Tut mir leid, das zu hören, Ewan McGregor. Du solltest erwachsen genug sein, Leuten eine andere politische Meinung zu erlauben. Schließlich bist Du nur ein Schauspieler." Kurze Zeit später schob er hinterher: "Ein echter Mann wäre gekommen und hätte das mit mir diskutiert. Und wäre nicht einfach weggelaufen wie ein Feigling."

Fans enttschäuscht von Ewan McGregor

Damit sprach der Moderator offenbar vielen aus der Seele. Denn die Mehrheit der Follower zeigt sich enttäuscht von McGregor: "Es wäre eine gute Plattform gewesen, um deine Sichtweise darzulegen und mit ihm zu debattieren. Stattdessen machst du auf beleidigt", schreibt einer. Ein anderer twittert: "Leute wie du werden dafür bezahlt, uns zu unterhalten. Niemanden interessiert deine politische Meinung". Ein anderer findet: "Armselige Entscheidung. Erstens ist es dein Job, deinen Film zu promoten. Zweitens solltest du das Piers Morgan ins Gesicht sagen."


Zuspruch erhielt der Schauspieler von Co-Moderatorin Susanna Reid, die Morgan während der Sendung erklärte: "Es gab ziemlich viele Leute, denen dein Kommentar nicht gefallen hat - einschließlich der Frau, die neben dir sitzt."

Ewan selbst reagierte bislang nicht. Doch das Ganze wird wohl noch ein Nachspiel haben. Morgan kündigte via Twitter bereits an, Ewan McGregor seine nächste Kolumne zu widmen. Für den durfte der Twitter-Zoff zumindest das gebracht haben, was er für seinen Film als Werbung braucht: Aufmerksamkeit.

Piers Morgan kritisiert Madonna

Morgan hatte in seiner Kolumne in der britischen "Daily Mail"  den "Women's March" kommentiert und erklärt, dass es dabei weniger um die Gleichberechtigung der Frauen, sondern vielmehr um Trump-Bashing ging. Zudem kritisierte er darin die Rede von Madonna und ihren Angriff auf den Präsidenten. Feminismus habe nichts damit zu tun, Männer zu ermorden, die man nicht mag oder sich für Geld auszuziehen und dabei vorzugeben, es ginge darum, die Frauen zu befreien. "Es geht vielmehr darum in etwas so gut zu sein, dass das Geschlecht keine Rolle spielt und dafür zu sorgen, dass man dafür genauso belohnt wird, wie ein Mann. Das ist doch wahre Gleichberechtigung, oder nicht? Zudem erklärte er: "Ich unterstütze die Rechte der Frauen und habe das auch schon mehrfach bewiesen. Aber ich ertrage nicht diese fanatischen, radikalen und extremen Feministinnen wie Madonna."

jek