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Enttäuscht, frustriert, missverstanden Explosive Biografie enthüllt: Prinz Harry misstraute seiner Familie und wollte nur noch weg

Prinz Harry Meghan Markle
Eiszeitstimmung am Commonwealth Day zwischen Prinz Harry, Prinz William, Herzogin Meghan und Herzogin Kate
© Phil Harris / Picture Alliance
Erste Auszüge aus der Biografie "Finding Freedom" zeichnen ein düsteres Bild von Herzogin Meghans und Prinz Harrys Zeit im Palast. Besonderes Harry fühlte sich offenbar zerrissen. 

Am Ende kann man wohl zusammenfassen: Es passte einfach nicht. Die romantische Liebesgeschichte zwischen Prinz Harry und der US-Schauspielerin Meghan Markle gab der britischen Monarchie zu Beginn einen Aufschwung, neue Popularität, grenzenlose Aufmerksamkeit. Doch am Ende scheiterte die Paarung aus den Stars und der "Firma" kolossal. Die Biografie "Finding Freedom" von Omid Scobie und Carolyn Durand über Meghan und Harry beleuchtet, was genau passiert ist. Die britische Zeitung "The Times" veröffentlicht erste Auszüge aus dem Buch.

"Finding Freedom": Wie Harry und Meghan ihren Ausstieg planten

Der Januar 2020 wurde zum Entscheidungsmonat im Palast, zumindest könnte man das als Außenstehender so einschätzen. Denn im Januar verkündeten Meghan und Harry, dass sie sich als Senior Royals zurückziehen wollen. Sie veröffentlichten ein langes Statement, das ihre Pläne aufschlüsselte. Was da jedoch die wenigsten wussten: Es hätte eigentlich alles ganz anders laufen sollen.

Denn Prinz Harry, das enthüllt die neue Biografie "Finding Freedom", hatte die Queen und seinen Vater, Prinz Charles, bereits vor Weihnachten informiert. In einer E-Mail an die beiden hatte der 35-Jährige gesagt, er und Meghan wollen die Art, wie sie arbeiten, verändern und mehr Zeit im Ausland verbringen. Nähere Details wollte er von Angesicht zu Angesicht besprechen – denn der Prinz war damals schon misstrauisch. Immer wieder waren private Details an die Presse gelangt. Wer der Maulwurf war, wusste er offenbar nicht. 

Treffen mit der Queen im Januar

Als Harry und seine Ehefrau dann im Januar von Kanada nach Großbritannien flogen, wollten sie umgehend ein Treffen mit der Queen, um die Pläne zu besprechen und eine gemeinsame Lösung zu finden. Aber keine Chance. "Er fühlte sich, als würde er blockiert", erzählt ein Freund Harrys in der Biografie. Nicht nur das: Erste Details aus seiner privaten E-Mail schienen die Presse zu erreichen.

Und so vereinbarte das Paar ein Meeting mit seinem eigenen Team, um die Mitarbeiter über die Zukunftspläne zu informieren. Noch immer soll sich Harry gefürchtet haben, die bis dato geheimen Details könnten ausgeplaudert werden. Mit seinen Sorgen wandte er sich schließlich an Queen Elizabeth II., die, so wird es in der Biografie geschildert, zustimmte, ein Statement zu veröffentlichen. Laut "Finding Freedom" soll Harry aus diesem Statement allerdings "fehlende Wärme" herausgelesen haben. Für ihn ein klares Signal, dass nicht alle Mitglieder seine und Meghans Entscheidung unterstützen.

Website machte die Queen wütend 

Nur Stunden später schrieben die ersten britischen Tabloids, das Paar wolle in Kanada bleiben. Nicht alle Details ihres Plans wurden veröffentlicht, aber genügend, dass Harry ahnte, jemand müsste geplaudert haben. In dieser Sache nimmt "Finding Freedom" keine klare Position ein: Palastinsider sagen, Harry und Meghan hätten selbst die Presse informiert, um die Dinge in Schwung zu bringen, dementieren die beiden diese Behauptung vehement.

Wenig später stellten Harry und Meghan dann ihre neu gebaute Website online, auf der alle Pläne detailliert aufgelistet waren – ein Schritt, der den Buckingham Palast zornig gemacht haben soll. "Die Helfer, einschließlich des Privatsekretärs der Königin, Edward Young, waren wütend. 'Die Privatbüros mögen diese Art von Verhalten nicht', sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle. 'Es ist zutiefst ungesund und unwillkommen.'", heißt es in "Finding Freedom". 

Ein Schlüsselmoment, der die Beziehung zwischen den Familienmitgliedern offenbar nachhaltig geprägt hat. Glaubt man der Darstellung in der Biografie, könnten Meghan und Harry von der Wut ihrer Angehörigen überrascht gewesen sein. Denn die beiden werden darin als "ungeduldig und impulsiv" beschrieben, die oft ihre Meinung und Ansichten ändern würden. 

"Sandringham Summit" wurde zum Krisengipfel

In Sandringham traf Harry kurze Zeit später auf die Queen, Prinz Charles und Prinz William. Das Meeting wurde als "Sandringham Summit" bezeichnet. Doch das war es dann offenbar auch mit den Familienzusammenkünften. Nach dem Sandringham Summit verhandelte Prinz Harry laut der Biografie fast ausschließlich mit Angestellten – Prinz William soll sich weitgehend aus der Angelegenheit rausgehalten haben. Eine Tatsache, die Prinz Harry enttäuscht haben soll. 

Der erste Auszug aus der Biografie zeichnet ein düsteres Bild. So sollen sich Meghan und Harry bevormundet gefühlt haben, ihre Sorgen seien nicht ernst genommen worden. Die traurige Erkenntnis: Wären sie angehört worden, hätte die Eskalation vermieden werden können. 

Quelle: "The Times"


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