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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Gloria träumt von Felipe

Die Fürstin von Thurn und Taxis bestimmt gerne über den Partner ihrer Kinder. Der Prinz von Hohenzollern ist auf der Suche nach einem deutschen Vollweib, und Juan Carlos ist nicht nur auf Elefanten-Jagd.

Von Stefan Mielchen

Aus dem Gröbsten ist Kollegin Gloria von Thurn und Taxis längst heraus. Die Herrin von Schloss Emmeram geriert sich im Alter als sittenstrenge Katholikin. Schnackseln sollen die anderen – aber wenn, dann bitte standesgemäß: "Ich finde es sehr schade, dass es keine Zwangsheirat mehr gibt", ließ die 52-Jährige jetzt Thomas Gottschalk wissen, dessen Sendung aber nicht nur deswegen abgesetzt wurde. Als Kupplerin sei sie bereits mehrfach erfolgreich gewesen, außer im eigenen Laden, so die Fürstin. Ihre Kinder würden sich über Muttis Vermittlungsvorschläge stets totlachen, gab sie zu. Was wenig überrascht, denn als Traumschwiegersohn schwebt Gloria der Infant von Spanien vor: Kronprinz Felipe!

Carl Alexanders Busentraum

Aufruhr im europäischen Hochadel: Bei der Jagd nach Titeln und Trophäen ist die Monarchie in dieser Woche mal wieder in ihren Grundfesten erschüttert worden. Am ärgsten traf es Carl Alexander Prinz von Hohenzollern: Dem 41-Jährigen lief zwei Monate nach der Hochzeit seine 20 Jahre jüngere Frau weg! "Für mich war es Liebe, aber sie hat mich einfach nur ausgenutzt", klagte der Mann, der gegenüber "Bild" verriet, was er unter Liebe versteht: "Es war vereinbart, dass ich für die Hochzeit 90.000 Dollar erhalten sollte, damit sie meinen Titel hat. Dafür sollte ich eine Frau zum Schmusen kriegen." Doch "Kongo-Corinna", wie die Österreicherin in Fachkreisen ob ihrer Herkunft genannt wird, zeigte sich zickig: "Die war total verklemmt", echauffiert sich Carl Alexander. "Sogar Küssen war verboten." Nun machte sich die Gattin auch noch aus dem Staub. Der Prinz, der hauptberuflich den Garten seines Trauzeugen Frédéric von Anhalt in Bel Air pflegt, will die Ehe jetzt annullieren lassen und hat schon eine Stellenbeschreibung für die Nachfolgerin formuliert: "Ich mag deutsche Frauen, am liebsten welche im Dirndl. Große Brüste wären ebenfalls schön", träumt er. Beruhigend, wenn vor allem der Charakter zählt.

Juan Carlos im Jagdfieber

Zudem treiben den glücklich verheirateten Bourbonen derzeit ganz andere Sorgen um: Der Papa des Infanten fiel bekanntlich vom Elefanten, und damit ist die Jagdsaison auf Juan Carlos gerade erst eröffnet. Das spanische Hofzeremoniell hat ausgedient: Die iberische Presse schießt jetzt aus allen Rohren auf den König, der seinen eigenen Rüssel - im Gegensatz zu den erlegten Dickhäutern - nicht unter Kontrolle haben soll. Um den gröbsten Ärger abzuwenden, entschuldigte sich der König zwar in dieser Woche prophylaktisch für seine Jagdleidenschaft, bezog dies aber nur auf das Thema Vierbeiner. Im royalen Porzellanladen dürfte es noch länger kräftig scheppern.

Pippa und die Spielzeugpistole

Als Titeljägerin wird man Pippa Middleton nicht bezeichnen können. Her Royal Hotness kann ja nichts dafür, dass die Presse sie mit dieser Bezeichnung in den Adelsstand erhob, nur weil sie mal vor den Augen der Weltöffentlichkeit mit dem Popo wackelte. Der Buckingham Palace sah sich in dieser Woche gleichwohl genötigt darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Schwester von Herzogin Catherine keineswegs um ein Mitglied der königlichen Familie handele. Der Anlass hätte Prinz Harry alle Ehre gemacht: Seine Schwippschwägerin hatte in Paris zunächst eine Party besucht, deren Gäste wahlweise am Hundehalsband herumgeführt wurden oder als Straps-Nonnen verkleidet waren. Am Morgen danach saß Pippa dann in einem Cabrio, dessen Fahrer plötzlich mit einer Pistole auf die Paparazzi zielte. Dabei handelte es sich zwar nur um eine Spielzeugwumme, doch weder bei der Pariser Polizei noch bei Königs war man besonders amused: Bei solchen Verfolgungsjagden sind schließlich schon ganz andere auf der Strecke geblieben.

Mystische Kräfte in der Asia-Küche

War sonst noch was? Na klar! Grand-Prix-Siegerin Nicole glaubt daran, mindestens schon drei Mal durch übersinnliche Vorsehung dem Tod entronnen zu sein. Auch sonst gebe es allerlei mystische Dinge zwischen Himmel und Erde, "die man nicht so greifen kann". Neben ihren Schutzengeln lieferte die Sängerin hierfür noch einen weiteren überzeugenden Beleg: "Ich kann auch asiatisch kochen ohne Kochbuch", verriet sie während einer spiritistischen Sitzung mit der "Bunte"-Redaktion, woraus die 47-Jährige messerscharf schließt, schon mal in einem anderen Körper gelebt zu haben – was auch sonst! Ein bisschen Frieden gilt für die zweifache Mutter auch abseits der Showbühne: "Ich will, dass es allen gut geht. Aber man muss erkennen, wo die Grenze der Belastbarkeit erreicht ist", sagte Nicole – und hatte sie damit endgültig überschritten.