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Abgewatscht - Der satirische Wochenrückblick: Thilo und das Beuteschema-Gen

Boris Beckers Spross warf diese Woche die Frage auf: Ist neben der Intelligenz jetzt auch das Beuteschema erblich? Ein Fall für Genforscher Thilo Sarrazin. Loddar, hol schon mal den Spickzettel raus.

Von Tobias Schülert

Boris Becker ist in Bagger-Rente (Ehe), nun tritt der 16-jährige Sohn Noah Gabriel sein Erbe an. In dem Alter durfte Klein-Boris gerade mal heimlich den Tennisschläger betatschen, bevor er mit 17 Wimbledon gewann. Noah Gabriel hat noch gar nichts gewonnen und darf trotzdem knutschen - wo ist da die Gerechtigkeit? Zudem hat er denselben Frauengeschmack wie sein umtriebiger Vater: Rafaela heißt die kleine Gespielin des jungen Becker mit der Mikrofonfrisur. Falls es mit dieser Dame nicht klappen sollte, gibt es noch genug Alt-Becker-getestete Weibchen auf dem Markt.

Von Vater und Sohn Becker zu Mutter und Tochter Thomalla: die kleine Thomalla, bekannt aus ... hmm ... woher eigentlich? Ach ja, "Let's Dance", hat sich so halb für die "FHM" ausgezogen. Das war wohl ein Kompromiss, denn Mutti Thomalla war ja vor kurzem höchstselbst nackig im "Playboy" zu bewundern und wollte sich wohl von der Tochter nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Nur Geduld, in zwei Jahren sehen wir die beiden wahrscheinlich nackt im RTL-"Dschungelcamp" wieder.

Paris Hilton, der blonde Geldautomat

Zu DER Erkenntnis der Woche ist Saufziege Lindsay Lohan gekommen. Sie werde alles daransetzen, von ihrem Image als Partygirl loszukommen. Auch wenn das bedeute, dass sie nicht mehr jede Nacht ausgehen könne. Wenn doch nur alles so einfach wäre!

Weit weg von Erkenntnissen ist mal wieder Paris Hilton, der vor lauter Reichtum so langweilig ist, dass sie ihr Leben mit Drogendelikten spannender gestaltet. Wer so viel Geld hat wie sie, müsste sich eine eigene Handtasche leisten können, sollte man meinen. Doch der blonde Geldautomat leiht sich lieber eine - und will so der Polizei von Las Vegas verklickern, dass das Koks in der Tasche nicht ihr gehöre. Die 1300 Dollar Bargeld und das Asthmaspray hingegen schon. Das glaubt wahrscheinlich nur ihr bekiffter Freund, der das Partymobil durch Las Vegas schlängelte und so die Aufmerksamkeit der Polizei erregte.

Babylonische Sprachverwirrung in Madrid

Neuigkeiten gibt es zum Thema K-Frage: Nachdem der Rotzlöffel Philipp Lahm Ansprüche auf das Kanzler-, ach nein: Kapitänsamt der Deutschen Nationalelf gestellt hat, hat sich Bundes-Jogi jetzt auf Ballack als Leader festgelegt. Der kleine Philipp ist doch nur Vize-Kapitän und springt dann ein, wenn der echte Kapitän sich um Werbeeinahmen kümmern muss. Da Deutschland laut Thilo Sarrazin ohnehin untergeht, ist es ja eigentlich auch egal, wer gerade Kapitän der Nationalelf ist. Obwohl gerade die nicht ganz urdeutschen Spieler bei der WM so gezaubert haben und bei so tollen Vereinen wie Real Madrid untergekommen sind.

Dort gibt es aber schon die ersten Probleme, Özil und Khedira verstehen Real-Trainer Jose Mourinho nicht. Der spricht zwar englisch, portugiesisch und spanisch - doch keine dieser Sprachen beherrschen die beiden Kicker. Dabei fordert doch Sarrazin gerade von Migranten, sie müssten die Sprache ihres Einwanderungslandes beherrschen. Gar nicht so einfach: Was die beiden denn nun in der Schule hätten lernen sollen: spanisch, deutsch - oder doch englisch? Gar nicht auszudenken, wenn ein junger Spieler aus Deutschland mit Migrationshintergrund zum KR Reykjavik wechseln sollte.

Wem Lothar Matthäus in Zukunft seine Gene weitergibt, bleibt weiter offen. Aber wenn es jemand weiß, dann die "Bild"-Zeitung. Die ist - natürlich rein zuffällig - in Besitz von Loddars Krisen-Spickzettel gekommen. Unter der Überschrift "Liliana" hat Lothar notiert, was Paartherapeuten raten, um eine ins Schlingern geratene Ehe zu retten. Da steht "ALKOHOL zuviel + zu schnell" oder "RAUCHEN mehr Krebs" und "ABNEHMEN trotz essen Mama". Was da jetzt wem helfen soll, weiß wohl nur "ein Lothar Matthäus". Wieso schreibt er sich nicht einfach einen neuen Zettel mit: "LOTHAR Schnauze halten"? Dann wäre doch allen geholfen. Weiterhin ist noch vermerkt, dass der Weltfußballer von 1991, ja, so lange ist das her, in Zukunft die Verträge seiner Liliana kontrollieren möchte. Sie sollte sich dann aber nicht wundern, wenn sie nächstes Jahr Nationaltrainerin von Timbuktu wird oder in Deutschland zur Lachnummer verkommt.