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Abgewatscht - die Promi-Satire: Dirndljagd am Kilimandscharo

Gisele Bündchen hört auf, Prinz Harry lässt sich volllaufen, und Verona Pooth ist jetzt auch außen blond. Und übrigens hat Berlusconi niemals für Liebesdienste bezahlen müssen.

Von Stefan Mielchen

Die Sommerferien haben begonnen, und da will man sich auch als Promi ein paar entspannte Tage gönnen. So dachte sich das jedenfalls Kate Middleton, das junge Ding an der Seite des britischen Thronfolgers Prinz William. Sie organisierte einen Romantiktrip nach Cornwall und bekam prompt einen Vorgeschmack auf das künftige Leben bei Hofe. Denn was als heimliche Schnackselfahrt ins Blaue geplant war, endete zwar im Blauen. Aber dies vor allem, weil Williams Bruder Harry mit ein paar Kumpels überraschend in die Idylle hineinplatzte: Strandparty mit Dosenbier! Kate war not amused und ihren Prinzen schließlich komplett los: William zog es vor, mit den Jungs ein Rugbymatch zu besuchen. Das scheint die ganz große Liebe zu sein...

Gleichwohl spekulieren die Zeitungen in Großbritannien zum x-ten Mal über eine bevorstehende Verlobung. Kate wurde für August offiziell in die Sommerfrische aufs schottische Schloss Balmoral eingeladen. Dort allerdings ist es so öde, dass man sich schon aus Verzweiflung verlobt, damit überhaupt etwas passiert. Kate dürfte sich also noch nach Harrys Gelagen sehnen. Aber der ist einem Trip in den Norden ja selten abgeneigt.

Apropos Drogenkonsumenten: Tolle Tage erleben derzeit auch Modelikone Koks Moss und ihr Lover Jamie Hince. Denen fiel im Urlaub offenbar die Decke auf den Kopf. Und zwar so arg, dass Miss Moss den Laptop ihres Freundes während eines Streits kurzerhand ins Wasser warf. Blöd, dass sich darauf ein paar von Jamies neuen Songs befanden - ohne Sicherungskopie! Man soll im Urlaub eben nicht arbeiten.

Bündchens neues Leben

Soll man überhaupt arbeiten? Und wenn ja: wie lange? Während hierzulande alle über die Rente mit 67 schwadronieren, zieht sich das brasilianische Model Gisele Bündchen nach 14 Jahren harter Maloche ins Privatleben zurück - mit 29. "Ich ziehe es vor, daheim zu bleiben", gab sie jetzt zu Protokoll, denn: "Mein Sternzeichen ist Krebs". Das ist natürlich ein Grund! Als Jungfrau hätte sie bestimmt noch zwei, drei Jahre drangehängt.

Dass ehrliche Arbeit nicht schändet, weiß inzwischen auch Liane Wiegelmann, die jetzt an der Kasse des Kölner Zoos entdeckt wurde. Als "Lee" hatte sich die Iserlohnerin vom Strich ins Plattenstudio hochgeschlafen und war mit Tic Tac Toe auch über das Sauerland hinaus bekannt geworden. Heute reißt sie Tickets für die Tierschau ab, denkt aber bestimmt noch gerne an die alten Zeiten zurück. Etwa an ihren Song: "Ich wär' so gern so blöd wie du".

Womit wir bei Verona Pooth und ihrem Gatten Franjo wären, der zum Thema "ehrliche Arbeit" bekanntlich sein eigenes Verhältnis pflegt. "Franjos intensive Arbeit hat sich gelohnt" wird Verona diese Woche in der "Bild"-Zeitung zitiert. Kann man so sehen, muss man aber nicht. Die Mitarbeiter der Düsseldorfer Stadtsparkasse wurden schließlich nur mit einem schnöden Farbfernseher bestochen. Und was sehen sie da, wenn sie herumzappen? Die mittlerweile auch äußerlich erblondete Verona Pooth in "Germany's Next Showstar" - na vielen Dank!

Dabei wäre es an der Zeit, endlich einmal die Werke der Charakterdarstellerin Isa Haller auszustrahlen. Schließlich schenkte sie der Welt bahnbrechende Unterhaltungsfilme wie "Himbeereis und heiße Mädchen" oder "Dirndljagd am Kilimandscharo". Wie erst diese Woche aus Anlass seines zehnten Todestages bekannt wurde, war Haller eine der ungezählten Geliebten von: Siegfried Lowitz! "Der Alte" hatte nämlich stets eine Junge auf Lager, während er 44 Jahre verheiratet war.

Sex und Dante

Da man über Tote nicht schlecht reden soll, betonte das erotische Ex-Gspusi in dieser Woche: "E war ein Gentleman alter Schule, hatte Manieren, las mir auch oft Goethe vor". Wie rührend! Die weiblichen Reize des 40 Jahre jüngeren Softpornostars haben Sabber-Sigi natürlich total kalt gelassen! Nichts für ungut, Frau Haller. Aber das klingt ungefähr so überzeugend wie Silvio Berlusconis Einlassung von dieser Woche, noch nie für eine Frau bezahlt zu haben. Klar, Typen wie er nehmen sich einfach, was ihnen nicht gehört. Blöd nur, dass eine römische Bordsteinschwalbe nun auszwitscherte, 1000 Euro für ihre Schlafzimmerdienste kassiert und Fotos von der Einrichtung geschossen zu haben. Wahrscheinlich hat Silvio nichts davon bemerkt, weil er gerade Dante deklamierte.

War sonst noch was? Na klar: Hollywood-Star Angelina Jolie kündigte an, gen Washington zu ziehen. "Sie glaubt, sie kann mehr ausrichten, wenn sie in die Politik geht", wird ein Bekannter zitiert. Blödsinn. Brad Pitts Gattin könnte weit mehr ausrichten, wenn sie einfach mal ein paar Monate die Klappe hielte. Jolies Münchner Kollegin, die Großschauspielerin Uschi Glas, brachte sich derweil mit einer ähnlich amüsanten Idee ins Spiel. Sie würde gerne einmal eine Kommissarin geben, betonte sie derart intensiv, dass es irgendein Produzent wohl gehört haben dürfte. Prima Plan, Uschi, wir hätten da auch schon einen Vorschlag für einen quotenträchtigen ersten Fall: Die Kommissarin muss ihren eigenen Sohn verhaften! Die schönsten Geschichten schreibt eben immer noch das Leben.