Abgewatscht - die Promi-Satire Flucht aus dem Gruselkabinett


Es ist Halloween - aber zum Fürchten sind in dieser Woche vor allem die Promis. Die Horror-Ehe von Sarah Connor und Marc Terenzi soll gescheitert sein, Roberto Blancos Tochter schockt mit Nacktfotos und Heidi Klum und Gatte Seal drohen mit Umzug nach Deutschland.
Von Stefan Mielchen

Geister, Hexen und Vampire: es ist Halloween, und da gibt es viele Gründe, sich zu fürchten. Die meisten davon sind prominent - oder wären es zumindest gerne. So wie Patricia, die Tochter von Roberto Blanco. Sie hat 25 Kilo abgespeckt. Doch weil diese Nachricht zwischen Finanzkrise und US-Wahl keinen Platz mehr in der Tagesschau fand, zog sie sich einfach aus. Rein zufällig stand ein Fotograf daneben. Und siehe da: Wer bei 1,65 Meter Körpergröße 85 Kilo wiegt, braucht heute kein Kostüm!

Der wahre Schocker aber kommt aus Delmenhorst. Sarah Connors Ehe ist endgültig am Ende! Vier Jahre hat der Horror gedauert. Marc Terenzi tat in dieser Zeit, was Männer so tun, wenn sie dem heimischen Gruselkabinett entfliehen wollen. Er suchte sich eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung: Affären und Alkohol. Vorbei die Zeiten, als mit "Sarah und Marc in Love" die moderne Variante des Splattermovies im Fernsehen ausgestrahlt wurde. "Sie hat gehofft! Sie hat gekämpft! Sie hat geweint!" schreibt "Bild". Schlimmer noch: Sie hat gesungen!

Sarah Palin als Grusel-Star

Ihre Hoffnung lässt auch Miss Alaska noch nicht fahren. Immerhin schaffte es Sarah Palin in dieser Woche auf Platz eins der Umfragen: als beliebtestes Halloween-Kostüm ihrer Landsleute. Das qualifiziert natürlich für die Vizepräsidentschaft! Michelle Obama hingegen gibt sich so streberhaft, wie es sich für moralinsaure Demokratenweibchen gehört. 150.000 Dollar für ein paar ordentliche Klamotten - never! "Man kann auch online gute Sachen kaufen", belehrte Baracks Gattin die Nation, als ob sie die neuen Vorhänge fürs Weiße Haus schon bei Tchibo bestellt hätte.

Sollte John McCain Präsident werden, wollen Heidi Klum und Gatte Seal übrigens die USA verlassen. Diese Drohung dürfte die Wahl wohl entscheiden! Pech für Deutschland, denn wenn Heidi heimkehrt, führt die Achse des Bösen bald mitten durch Bergisch Gladbach. Derzeit verläuft sie ein Stückchen weiter linksrheinisch, wo Verona und Franjo Pooth versuchen, so etwas wie Glanz zu versprühen. An einem traurigen Flecken wie Meerbusch keine besonders große Aufgabe. Doch Franjos Stern sinkt unaufhörlich. Den ersten Prozess hat er schon in die Grütze geritten, der um die 27-Millionen-Pleite steht noch aus. Und schon fordert die Commerzbank 1,8 Millionen zurück. "Woher nimmt Franjo jetzt so viel Geld?" fragen besorgte Schlagzeilen. Kleiner Tipp: einfach mal mit ehrlicher Arbeit versuchen.

Das Handgepäck der schwedischen Hoheit

So wie Victoria Ingrid Alice Désirée von Schweden. Eins muss man unserer Silvia lassen: hübsch sind ihre Königskinder allesamt. Nur vielleicht etwas unselbständig. In dieser Woche wurde die Prinzessin lautstark ausgebuht, weil ihr Flieger nur mit großer Verzögerung abheben konnte. Hoheit hatten das Gate nicht gefunden. Und so eine wird mal Staatsoberhaupt! Gleichwohl: Victoria gab sich ganz volksnah: "Die Prinzessin trug mindestens zehn Taschen selbst!" erklärte eine Sprecherin. Wow! Wahrscheinlich hat sie sie auch noch persönlich unter ihrem Vordersitz verstaut.

Aber man muss nicht unbedingt Mitglied des europäischen Hochadels sein, um bereits in jungen Jahren völlig zu degenerieren. Es reicht, auf den hübschen Vornamen Zuma Nesta Rock zu hören und das Kind von Sängerin Gwen Stefanie zu sein. Denn dann wird der Babybrei nicht schnöde vom goldenen Löffel geschlabbert, sondern von einem, der mit Diamanten überzogenen ist! Hipp, hip - hurra!

Apropos Nachwuchs: Schauspielerin Eva Mendes wurde unlängst wegen ihres kleinen Bäuchleins gefragt, ob sie schwanger sei. "Nein", erwiderte sie, "ich hatte Pasta!" Kollegin Nicole Kidman wiederum schwört auf andere Methoden. Tochter Sunday Rose will sie nach einem Bad in fruchtbarkeitsfördernden Wasserfällen empfangen haben. In dieser Woche duschte sie mit einem Gartenschlauch. Ob das weiterhilft? "Ich will unbedingt ein Kind in meinem Bauch", erklärte Kidman. Das zumindest hat sie mit ihrer großen Kollegin Caroline Beil gemeinsam, die als Fiona Marquardt das ARD-Publikum erschrecken darf. Im echten Leben hingegen wartete sie bislang vergeblich auf den Sturm der Liebe: "Die Frage nach einem Kind stellt sich mir stärker als früher", verriet sie der "Bunten", "allein schon weil nicht mehr so viel Zeit bleibt." Wenn auch sonst nicht alles ganz sauber bei ihr tickt: zumindest die biologische Uhr arbeitet zuverlässig.

Elvis erschüttert seine Erben

Manchen Kindern wünscht man direkt, dass ihnen die Zeugung erspart geblieben wäre. Etwa Finley und Harper Presley, die in dieser Woche erfuhren, dass Elvis lebt! Mutter Lisa Marie hatte ein Medium eingeschaltet, um die Kleinen ihrem Großvater vorzustellen. Mit Erfolg: "Es geht ihm gut und er passt auf mich und die Babys auf", sagte Lisa Marie anschließend. "Es war so überwältigend, dass ich anfing zu weinen." Wen wundert's? Bei soviel Blödsinn kommen einem leicht die Tränen.

Selbige hat in dieser Woche auch Queen-Enkelin Zara Philips vergossen. Sie ist vom Pferd gefallen und hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Nein, keines der üblichen Reiterspiele bei Hofe. Es handelte sich um einen Vierbeiner namens "Tsunami II". Da war der Name Programm. Auch das Tier überlebte den Vorfall nicht. Es wurde eingeschläfert. Die Prinzen Harry und William schauten sich derweil den neuen Bond im Kino an. Das scheint gefruchtet zu haben: Harry will jetzt Hubschrauberpilot werden und selber rumballern. Ob er den Aufnahmetest schafft, ist angesichts des royalen Lebenswandels allerdings mehr als fraglich. Geschüttelt oder gerührt? Hauptsache reichlich!

War sonst noch was? Na klar! Die Frontberichte aus dem Scheidungskrieg von Madonna und Guy Ritchie fördern immer bizarrere Details zutage. So soll Madonna sich geweigert haben, sonntags sein Auto zu waschen. Guy wiederum ließ ihren Pool mit gewöhnlichem Wasser füllen. Worauf Madame die Krise kriegte und sinngemäß schnaubte: "An meine Haut lasse ich nur Kabbalah-Wasser und CD!" Nicht mal das vornehmste Recht eines Ehemannes wurde dem armen Guy zugestanden: Anschreien war vertraglich verboten. Die Hölle auf Erden! Wer braucht da noch Halloween?


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