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Abschied von Bernd Eichinger: "Wie ein falscher Schnitt"

In München betrauern Familie, Freunde und Prominenz einen Großen des deutschen Films. Der Abschied von Bernd Eichinger schmerzt sie alle. Dessen Freund Tom Tykwer sagt: "Im Film würde Bernds Tod wirken wie ein falscher Schnitt."

In einer bewegenden Trauerfeier haben Familie, Freunde und Weggefährten am Montag in München Abschied von dem verstorbenen Filmproduzenten Bernd Eichinger genommen. In seiner Predigt sagte der Jesuitenpater Karl Kern, Eichinger habe in seinen Filmen mit großer Leidenschaft die ganze Palette des Menschseins aufgezeigt.

Anschließend erinnerten Freunde wie der Produzent Günter Rohrbach ("Das Boot") und die Regisseure Uli Edel ("Der Baader Meinhof Komplex") und Tom Tykwer ("Das Parfum") mit ergreifenden Worten an ihren langjährigen Freund. Sein Tod sei wie eine tiefe Verletzung, die überraschend stark schmerzt, sagte Tykwer in seiner Trauerrede. "Im Film würde Bernds Tod wirken wie ein falscher Schnitt."

Eichinger war am 24. Januar mit 61 Jahren in Hollywood überraschend an einem Herzinfarkt gestorben. Die Urne mit seiner Asche stand vor dem Altar, geschmückt mit einem Herz aus roten Rosen. Auf den Stufen davor war ein großes Schwarz-Weiß-Foto Eichingers aufgebaut, vor dem seine Ehefrau Katja und seine Tochter Nina zu Beginn des Gottesdienstes Blumen niederlegten.

Unter den mehr als 800 Gästen in der Münchner Michaelskirche waren neben Eichingers Mutter auch viele Prominente wie Joachim Fuchsberger, Veronica Ferres, Wolfgang Petersen, Thomas Gottschalk und Hannelore Elsner. Im Anschluss an den Gottesdienst war die Trauergemeinde zu einem Empfang geladen. Die Beisetzung soll zu einem anderen Zeitpunkt, nur im engsten Kreis und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Der 61-Jährige war mit Filmen wie "Die unendliche Geschichte", "Der Name der Rose", "Der Untergang" oder "Der Baader Meinhof Komplex" eine der einflussreichsten Größen im deutschen und internationalen Filmgeschäft. Der Produzent, Drehbuchautor und Regisseur galt als der vielleicht wichtigste Vertreter des deutschen Films.

DPA / DPA