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Autobiografie: Lisa Fitz und das Knie von Franz Josef Strauß

Es soll mit einer harmlosen Einladung in eine Pizzeria angefangen haben: Lisa Fitz widmet in ihrer Biografie dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß ein ganzes Kapitel. Die Kabarettistin behauptet: "Der Strauß wollte mich abschleppen."

Nach Charlotte Roche packt jetzt auch sie ihre Männergeschichten in Buchform aus: Kabarettistin Lisa Fitz hat ihre Biografie "Der lange Weg zum Ungehorsam. Erinnerungen für die Zukunft" veröffentlicht. Die Autorin lässt ihre Leser teilhaben am ersten Kuss, am ersten Orgasmus und nimmt sie mit zum Puff-Besuch. Für Schlagzeilen sorgt aber vor allem das Kapitel über Bayerns ehemaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.

Der 1988 verstorbene Politiker - so erinnert sich Fitz heute - habe Gefallen an der jungen Lisa gefunden und sie höchst selbst angerufen und zum Date in die "Osteria Romana" in Schwabing eingeladen habe. Dort habe der Übervater der CSU ihr ein eindeutig zweideutiges Angebot gemacht.

"Ich spürte einen Druck an meinem Bein"

Strauß sei mit ihrem Vater Walter Fitz, einem bekannten Strauß-Imitator, befreundet gewesen. Nachdem der dem Ministerpräsidenten eine CD mit einer Widmung seiner Tochter geschenkt habe, habe er sie angerufen und zum Essen eingeladen, erzählt sie. "Auf einmal, wir hatten den Hauptgang gerade hinter uns, spürte ich unter dem Tisch einen Druck an meinem Bein", schreibt Lisa Fitz. "Es war das Knie vom Strauß."

Später seien die beiden mit einem Pärchen in eine Wohnung gegangen. "Ein Mann muss nicht schön sein, um sexuelle Ausstrahlung zu haben. Und die hatte FJS", schreibt Fitz, die damals Mitte zwanzig war. Nach einem "feuchten Duz-Kuss mitten auf den Mund" aber will Lisa Fitz gerade noch die Kurve gekriegt haben. "Bussi, Franz - den Abend mit dir werde ich nie vergessen. Und noch heute frage ich mich zuweilen, ob ich nicht vielleicht doch …"

mai/DPA / DPA