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"Vollkommene Traurigkeit" Chrissy Teigen schreibt ausführlich über ihre Fehlgeburt – und wendet sich an ihre Kritiker

Chrissy Teigen berichtet ausführlich von ihrer Fehlgeburt
Chrissy Teigen berichtet auf ihren Kanälen ausführlich von ihrer Fehlgeburt
© Screenshot Instagram/chrissyteigen
Auf der Plattform "Media" hat Model Chrissy Teigen ganz ausführlich über ihre Fehlgeburt berichtet – und warum sie sich nicht darum schert, was die Kritiker dazu sagen.

"Es war Zeit, sich zu verabschieden": Model Chrissy Teigen hat in einem offenen Brief, den sie auf der Plattform "Media" veröffentlicht hat, über ihre Fehlgeburt berichtet. Anfang Oktober gab sie bekannt, dass sie in der 20. Schwangerschaftswoche ihren Sohn verloren hat. Auf Instagram ging sie offen mit dem Verlust um und zog sich dann zurück. Nun erklärt sie, was passiert ist und warum sie sich dafür entschieden hat, vieles mit der Öffentlichkeit zu teilen.

"Ich hatte keine Ahnung, wann ich bereit sein würde, dies zu schreiben", erklärt sie in dem Brief. Sie wolle sich aber zu Beginn erst einmal bei allen bedanken, die ihrem Verlust mit "extremer Freundlichkeit" begegnet seien. Ihr ginge es mittlerweile gut und die 34-Jährige wolle zudem die Sorge nehmen, es könne Schwangeren nun unangenehm sein mit ihr in Kontakt zu treten: "Ich bin zurzeit von den schwangeren Bäuchen vieler enger Freundinnen umgeben. Und ich kann euch schwören, nichts macht mich glücklicher."

Chrissy Teigen berichtet von ihrer Fehlgeburt

Teigen hatte in der 20. Schwangerschaftswoche ihren Sohn verloren. Sie berichtet: "Meine Ärzte diagnostizierten bei mir einen partiellen Plazenta-Abbruch. Ich hatte immer Plazentaprobleme. (...) Schließlich hatte ich nach einem nicht so guten Ultraschall eine ziemlich schlimme Nacht, in der ich ein bisschen mehr blutete als meine ohnehin schon abnormale Menge. Meine Blutung wurde immer stärker. (...) Nach ein paar Tagen im Krankenhaus erklärte mir der Arzt, was ich längst ahnte – es war Zeit, sich zu verabschieden. Er würde es einfach nicht überleben und wenn es so weiter liefe, würde ich es auch nicht."

Dann kam es zu dem schmerzhaftesten Moment ihres Lebens, den das Model ebenfalls versucht in Worte zu fassen: "Eines Nachts wurde mir gesagt, am Morgen müsse ich loslassen. Erst weinte ich ein bisschen und dann wurden daraus richtige Rotz- und Tränenkrämpfe. Mein Atem konnte meine unglaublich tiefe Traurigkeit nicht einholen. Auch, wenn ich dies jetzt schreibe, fühle ich wieder überall diesen Schmerz. Sauerstoff wurde mir über meine Nase und meinen Mund verabreicht. Das war das erste Bild, was ihr saht. Völlige und vollkommene Traurigkeit."

Das Model schert sich nicht um Kritiker

Man habe ihr danach gesagt, dass "eine Erfahrung wie diese (...) ein Loch im Herzen" verursache, schreibt Teigen. Zwar habe sie tatsächlich ein Loch, "aber es wurde mit der Liebe zu etwas gefüllt, das ich so sehr liebte. Er fühlt sich nicht leer an, dieser Raum. Er fühlt sich voll an."

Teigen war es wichtig, diese schreckliche Erfahrung mit ihren Followern zu teilen, um anderen zu zeigen, dass sie nicht allein sind und um den Moment festzuhalten, der zu ihrem Leben dazugehöre. Dass viel Kritik laut wurde, dass das Model die intimen Einblicke aus dem Kreißsaal zeigte und beschrieb, schert Teigen nicht. Sie wendet sich in ihrem Brief an die Kritiker und erklärt: "Ich kann nicht ausdrücken, wie wenig es mich interessiert, dass ihr die Fotos hasst. Wie wenig es mich kümmert, dass ihr es nicht getan hättet. Ich habe es gelebt, ich habe es gewählt, und vor allem sind diese Fotos für niemanden gedacht, außer für die Menschen, die es ebenfalls durchgemacht haben oder sich fragen, wie sich so etwas anfühlt. Diese Fotos sind nur für die Menschen, die sie brauchen." Und weiter: "Die Gedanken anderer sind für mich nicht wichtig", schreibt die 34-Jährige. Sogar Ehemann John Legend habe es "gehasst", die Bilder von seiner weinenden Frau machen zu müssen müssen, erklärt Teigen.

Doch ihr war das sehr wichtig: "Damals ergab es für ihn keinen Sinn. Aber ich wusste, dass ich mich für immer an diesen Moment erinnern muss, so wie ich mich an unseren Kuss vor dem Altar erinnere oder an unsere Freudentränen nach den Geburten von Luna und Miles." Auf Instagram teilt das Model die Zeilen ebenfalls - und wird größtenteils für ihre Stärke, den Schmerz zu teilen, gelobt: "Dadurch, dass du deine Erfahrungen teilst, fühlen sich so viele Menschen weniger allein. Danke!", schreibt etwa eine Nutzerin. Teigen erklärt zudem: "Nach der Veröffentlichung flossen die Tränen ... Es fühlt sich so endgültig an." Abschließend schreibt sie: "Ich möchte mich für immer an Jack erinnern."

Verwendete Quellen: "Medium" / Instagram Chrissy Teigen

maf

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