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Vereidigung: Diese Prominenten kommen heute zu Trumps Amtseinführung

Wenn Obama rief, kamen sie in Scharen. Bei der heutigen Amtseinführung von Donald Trump ist die Liste der anwesenden Prominenten hingegen kurz. Ehrengäste: Ein Familienmitglied der Jolie-Pitts und eine 16-jährige Castingshowteilnehmerin.

Donald Trump

Donald Trump wird bei seiner Amtseinführung nur von wenigen Prominenten unterstützt

Als Barack Obama am 20. Januar 2009 in das Amt des amerikanischen Präsidenten eingeführt wurde, sang Soul-Diva Aretha Franklin die Nationalhymne der USA, vier Jahre später übernahm diesen Part Superstar Beyoncé Knowles. Im Publikum saßen Weltstars wie Jon Bon Jovi, Tom Hanks und Steven Spielberg. Wenn Donald Trump heute um 18 Uhr (MEZ) als amerikanischer Präsident eingeschworen wird, tritt an die Stelle von Beyoncé und Aretha Franklin die 16-jährige Jackie Evancho, Zweitplazierte der amerikanischen Castingshow "American Idol". Ein Paradebeispiel dafür, dass Trump die Prominenten weglaufen. 

Dass sich der neugewählte Präsident bei den amerikanischen Stars keiner großen Beliebtheit erfreut, ist kein Geheimnis. Die Metropolregionen Los Angeles und New York - beides Gegenden mit hoher Prominenten-Dichte - hatten im November 2016 mit deutlicher Mehrheit demokratisch gewählt. Trump selbst interessierte das stets herzlich wenig. Für seine Amtseinführung ließ er deshalb die A-Liga der Stars anfragen: Céline Dion als Sängerin der Nationalhymne, Stevie Wonder sollte ebenfalls auftreten. Zugesagt hat keiner von ihnen.

Oscar-Gewinner Jon Voight ist ein Befürworter Donald Trumps

Ganz ohne Prominente wird die heutige Amtseinführung dennoch nicht ablaufen. Als öffentlicher Befürworter des neuen, amerikanischen Präsidenten, hatte sich bereits im letzten Jahr Schauspieler Jon Voight, geoutet. Der 79-jährige Vater von Angelina Jolie ist überzeugter Republikaner und unterstütze Donald Trump schon während seines Wahlkampfs. Selbstredend, dass der Oscargewinner heute im Publikum sitzen wird. 

Neben Voight und Evancho hat sich ebenfalls Tänzer Michael Flatley angekündigt. Der "Lord of the Dance", welcher mit irischem Stepptanz weltbekannt wurde, wird für Trump das Tanzbein schwingen. Als Hommage an die irischen Wurzeln vieler Amerikaner wird er eine volkstümliche Tanzdarbietung aufführen. 

Am Vorabend auf der Bühne standen außerdem die Rockband "3 Doors Down". Seit ihrem Welthit "Kryptonite" im Jahr 2000 ist die Band weitgehend aus den Charts verschwunden. Für ihren Auftritt bei der Trump'schen Amtseinführung musste sie einen Shitstorm auf den sozialen Netzwerken über sich ergehen lassen. 

Die Gästeliste liest sich wie das Programm einer Landwirtschaftsmesse 

Die restliche Gästeliste für das traditionelle Konzert liest sich wie das Programmheft einer - von Donald Trump so geschätzten - Landwirtschaftsmesse in Wyoming: Die amerikanischen Country-Sänger Toby Keith und Lee Greenwood, die Coverband "The Piano Guys" und der DJ Ravi Drums, der immerhin einmal der Lieblings-DJ von Playboy-Boss Hugh Hefner war, werden die feierliche Zeremonie am Washingtoner Capitol ebenfalls begleiten. Außerdem The Rockettes - eine in den USA berühmte Tanzgruppe. Tragisch: Die Entscheidung, für Trump zu performen, wurde ohne Einwilligung der Tänzer getroffen. Ein Großteil zeigte sich enttäuscht über das Engagement. 

Trump selbst hatte über seine Amtseinführung gesagt, dass er Wert auf traditionelle, amerikanische Musik lege, ließ zusätzlich amerikanische Militärbands, Chöre und ein Dudelsackorchester engagieren. Dass Dudelsäcke nicht wirklich amerikanisch sind und eigentlich aus Schottland kommen, hat der konservative Politiker sicher nur vergessen. 


lis