Eddie Murphy Von wegen Kindergarten-Daddy


Eddie Murphy mag ein begnadeter Komiker sein. Aber in familiären Dingen ist er ein Versager. Jüngstes Beispiel: Über seine Anwälte ließ Murphy wissen, dass er seine uneheliche Tochter mit Spice-Girl Mel. B niemals sehen will.
Von Frank Siering, L.A.

Er zählt zu den best verdienenden schwarzen Komikern in Amerika. Eddie Murphy (Spitzname: "Beverly Hills Cock") scheffelt Millionen mit seiner Sprechrolle als Esel "Donkey" im Animations-Film "Shrek". Rund 15 Millionen Dollar wird er für den nächsten "Shrek"-Film bekommen. Für seine Rolle in "Dreamgirls" war er sogar für den Oscar nominiert uns sahnte ebenfalls Millionen-Gagen ab. Murphy gilt als knallharter Verhandlungspartner, der in 30 Jahren Showbusiness immer auf seinen Vorteil bedacht war. Als unangenehm galt er in der Branche schon immer. "Eine Diva, keine Frage", sagt ein Studio-Manager, der schon öfter mit Murphy zusammengearbeitet hat. Unvergessen der Abend, an dem Murphy siegesbewusst zu den Academy Awards auftauchte. Im Glauben, den Oscar fest im Visier zu haben. Damit wurde es dann bekanntlich doch nichts, Murphy verließ wutentbrannt die festliche Veranstaltung. Ein schlechter Verlierer. Die negativen Schlagzeilen reißen seitdem nicht ab. Es folgte die Scheidung von Nicole Mitchell Murphy, immerhin Mutter von fünf seiner sechs Kinder. Der Grund für die Scheidung: Mel B., wiedergeborenes Spice Girl. Auch der machte Murphy gleich ein Kind, trennte sich aber noch, bevor er überhaupt verneinen konnte, dass das Baby von ihm sei.

Vaterschaftstest überführte Murphy

Murphy erkannte die Vaterschaft nicht an, Mel B. forderte einen Vaterschaftstest ein. Und siehe da: Murphy war wieder Papa. Nun ist ein Comedy-King wie Eddie M. allerdings keiner, der sich von irgendeinem Richter etwas sagen lässt. Und so tut er auch weiterhin so, als existiere das Baby - es heißt übrigens Angel Iris und hat die Augen vom Papa - überhaupt nicht. Während Mel B alias Melanie Brown vor einem Familiengericht einen Plan für das Besuchsrecht Murphys ausarbeiten ließ, hat der 46-Jährige noch keinerlei Anstalten gemacht, das Baby überhaupt sehen zu wollen. "Der hat keinen Bock auf weitere Kinder", sagt ein Freund von Mel B. Und so überlässt Murphy die Aktionen seinen Anwälten. Die sollen die finanziellen Sachen regeln. Der Rest scheint dem lustigen Beverly Hills Cop egal zu sein.

Ex-Frau ist pleite

Seine "andere" Familie, jene, mit der er immerhin mehr 15 Jahre lang scheinbar glücklich zusammenlebte, wird vom Neu-Junggesellen Murphy ignoriert. 15 Millionen Dollar Abfindung soll er nach US-Medienberichten an Nicole gezahlt haben. Die hat allerdings einen Großteil des Geldes falsch investiert und steht im Moment vor dem finanziellen Ruin. Selbst ihr sechs Millionen-Dollar Heim in Granite Bay scheint nicht mehr sicher vor den Pfändern. Eddie Murphy zuckt mit den Schultern. Nicht mehr sein Problem. Die Scheidung ist durch, die Sache für den Entertainer erledigt.

Für Eddie Murphy scheint bei Geld die Freundschaft aufzuhören. Bleibt zu hoffen, dass ihn jemanden zur Vernunft bringt, damit seine jüngste Tochter ihren Daddy kennenlernen darf. Unterhalt wird er für sie sowieso zahlen müssen.


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