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Britisches Königshaus: Meghan und Harry sind Eltern geworden - das erwartet uns die nächsten Tage

Herzogin Meghan hat ihr erstes Baby mit Prinz Harry auf die Welt gebracht. Jetzt heißt es: Warten auf das erste Foto. Bis die Welt das zu Gesicht bekommt, könnte allerdings etwas dauern. 

Prinz Harry bei der Verkündung der Geburt von Baby Sussex. Die Pferdeboxen im Hintergrund entfachten wilde Spekulationen

Als Prinz Harry und Herzogin Meghan am 2. April ihren ersten eigenen Instagram-Account eröffneten (vorher teilten sie sich einen mit den Cambridges), sprengte die Abonnentenzahl gleich am ersten Tag alle Rekorde: Laut Guinness-Buch der Weltrekorde wurde innerhalb von nur fünf Stunden und 45 Minuten die Millionengrenze an Followern erreicht.

Herzogin Meghan und Prinz Harry: Das Baby ist da

An dieser Reaktion der Royal-interessierten Öffentlichkeit kann man ungefähr ablesen, was uns nun medial erwartet, da die Herzogin von Sussex ihr erstes Kind mit Ehemann Prinz Harry auf die Welt gebracht hat, scheinbar gesund und immerhin 3260 Gramm  schwer – und es anders als Schwägerin Kate nicht frisch geföhnt und gestylt wenige Stunden später auf der Treppe des Krankenhauses präsentieren wird. Nicht mal, welches Krankenhaus es sein würde, oder ob gar eine Hausgeburt in Frage kommt, wurde voher kundgetan und ist bis zur Stunde noch unklar, es spricht aber tatsächlich einiges für eine Hausgeburt, das wäre die erste royale Hausgeburt seit 1966.

Harry und Meghan: Das Baby ist da

Prinz Harry und Herzogin Meghan sind Eltern eines kleinen Jungen geworden.

DPA

Enttäuschend für alle Fans, die sich schon auf das traditionelle Sit-in diesmal auf dem Long Walk in Windsor statt vor dem Krankenhaus in London-Paddington gefreut hatten. Aber einer Umfrage Ende April zufolge zufolgen finden immerhin 75 Prozent der Briten, dass die frischgebackenen Eltern erstmal ein Recht auf ihre Privatsphähre haben, blaues Blut hin oder her. 

Prinz Harry will dabei sein

Sicher war nur, dass die Herzogin von Sussex nicht im berühmten Privatflügel des St. Mary’s Hospital in London-Kensington, dem Lindo Wing, gebären wollte, wo schon Prinz Harry und sein Bruder William zur Welt kamen. In der engeren Auswahl war vielleicht schon das in der Nähe von Frogmore Cottage, der neuen Residenz des Herzogpaares im Windsor Great Park, gelegene Frimley Park Hospitel in der Grafschaft Surrey, ungefähr 40 Autominuten von Windsor entfernt. Hier wurde schon 2003 die Tochter von Prinz Edward und seiner Frau Sophie geboren. Personal und Klinikausstattung hatten sich bei der problematischen Frühgeburt sehr bewährt. Auch Wessex-Stammhalter James Viscount Severn erblickte hier das Licht der Welt. Aber am Ende lag die Entscheidung ob Heim oder Hospital natürlich bei Meghan und Harry.

Der frischgebackene Kindsvater Prinz Harry war natürlich bei der Geburt dabei, das hat er heute selbst strahlend und stolz vor den Kameras verkündet. Selbstverständlich ist das aber nicht in der königlichen Familie: 1982 war Prinz Charles der erste royale Vater überhaupt, der bei der Geburt eines seiner Kinder mit im Raum war. Als die Queen (damals noch Kronprinzessin Elisabeth) 1948 mit ihrem ältesten Sohn in den Wehen lag, ging Gatte Prinz Philip erstmal eine Runde Squash spielen und erschien erst mit Blumen an ihrem Bett, als alles vorbei war.

Laut Pressemitteilung des Buckingham Palastes wollten die jungen Eltern erst einige Tage nach der Geburt aus dem bei Hofe akkreditierten Pressepool genau einen Reporter, einen Fotografen und einen TV-Kameramann zu einem Treffen auf dem Gelände von Windsor Castle einladen, um Statements zur Geburt abzugeben und offizielle Bilder machen zu lassen. Harry hat heute selbst angekündigt, dass es in zwei Tagen - also wohl kommenden Mittwoch - erste Bilder seines Stammhalters für die Öffentlichkeit geben wird.

Wie heißt das jüngste Royal Baby?

Noch länger werden wir alle warten müssen, bis wir erfahren, wie das Kind nun heißen soll. Bei den Buchmachern stehen mal wieder klassische Namen wie Arthur oder Philip hoch im Kurs. Vor der Geburt waren es außerdem noch Diana, Elizabeth oder Alice. Die Herzogin hat aber bekanntermaßen in vielen Dingen einen eher modernen Geschmack, insofern könnte es hier auch Überraschungen geben, zumal Baby Sussex ja nur auf einem entspannten Platz 7 der Thronfolge stehen wird.

Unklar ist weiterhin auch, ob das herzogliche Erstgeborene doch einen königlichen Titel erhält: Nach jetziger Lage der Dinge bekäme ein Sohn "nur" den Titel eines Earl of Dumbarton - der zweitwichtigste Titel von Vater Harry – und eine Tochter hieße Lady (Vorname) Mountbatten-Windsor. Ändern könnte das nur die Queen persönlich, indem sie einen "Letters Patent" genannten königlichen Erlass herausgibt, der ihrem jüngsten Urenkelkind doch einen Prinzentitel zugesteht. 

So war sie bei den jüngeren Kindern der Cambridges verfahren, allerdings schon sehr zeitig vor deren Geburt, insofern wird sie es in diesem Fall vermutlich nicht tun. Da Harry und Meghan möchten, dass ihr Nachwuchs möglichst normal aufwächst, kann man davon ausgehen, dass sie keine royale Rolle und damit einhergehende Titel für ihre Kinder möchten.

Wird das Kind Amerikaner?

Bliebe noch die Frage der Staatsbürgerschaft: Baby Sussex könnte der allererste Windsor-Sprössling mit sowohl britischer als auch US-amerikanischer Staatsbürgerschaft werden: britisch von Geburt durch den Vater, mit amerikanischer Mutter, die zusätzlich das Recht hätte, ihre eigene Staatsbürgerschaft für ihr Kind zu beantragen. Wenn Meghan dabei bleibt, wie angekündigt ihren US-Pass abzugeben und Britin zu werden, ist das allerdings fraglich. 

Gerüchten zufolge haben die jungen Eltern sich aber schon auf die Suche nach einer Nanny gemacht. Aber nicht in Norland College, der Kaderschiede für Nannies der britischen Oberschicht, aus der auch das Kindermädchen der Cambridge-Kinder rekrutiert wurde. Die gebürtige Amerikanerin Meghan soll sich angeblich eine Hilfe mit US-Bezug wünschen, unter Umständen sogar eine "Manny", also eine männliche Kinderbetreuung.

Meghans Mutter Doria Ragland war bereits vor einigen Tagen in London eingetroffen, um ihrer Tochter beizustehen, also muss man sich um die Betreuungslage des neuen Erdenbürgers und seiner Mutter keine Sorgen machen, auch wenn er erst in einigen Tagen der Weltöffentlichkeit präsentiert werden wird. Man darf gespannt sein, ob Baby Sussex dann bald auch einen eigenen Instagram-Account bekommt.