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Hollywood 2011: Die Gewinner und Verlierer des Jahres

Arni ganz unten, Britney wieder obenauf. Wer hat im ablaufenden Jahr Sympathien verspielt, und wer hat Pluspunkte sammeln können? Stern.de blickt zurück auf ein turbulentes Jahr in Tinseltown.

Von Frank Siering, Los Angeles

Arnold Schwarzenegger
Der Skandal machte weltweit Schlagzeilen: "Ein uneheliches Kind mit einer Hausangestellten". Arnold "l'll be back" Schwarzenegger und Mildred Baena. Schwarzeneggers Geständnis: "Ich übernehme die volle Verantwortung für die Schmerzen, die ich verursacht habe." Die Ehe des "Gouvernators" lag Ende Mai in Scherben. Maria Shriver, immerhin 25 Jahre mit dem gebürtigen Muskelprotz aus der Steiermark verheiratet, wollte nicht mehr. Im Juli reiche sie die Scheidung ein. Und bugsierte Arni somit in die Kategorie Verlierer 2011. Doch ein Fünkchen Hoffnung bleibt: Zum Jahresende näherte sich das Paar auf einmal wieder an.

Britney Spears

Schlank und rank, drogen-und scheinbar sorgenfrei: Britney Spears feierte im abgelaufenen Jahr ein echtes Comeback. Eines, das ihr selbst Insider nach dem Zusammenbruch mit Glatzenrasur und nächtlicher Regenschirm-Attacke nicht mehr zugetraut hatten. Das Popsternchen plötzlich wieder obenauf. Ihr Femme Fatale Album auf Platz eins der Charts, auch privat mit ihrem Verlobten Jason Trawick an der Seite auf einmal alles im Lot. Britney über ihre Fehler: "Der grösste davon war, dass ich irgendwann aufgehört habe, meinen Instinkten zu vertrauen." Britney Spears in 2011 ­eine echte Gewinnerin!

Kim Kardashian

Schlecht, schlechter, Kardashian! ­Kaum einer hat mehr Sympathien verspielt in diesem Jahr als Reality-Erfindung Kim Kardashian. Zunächst Traumhochzeit, Millionen-Umsatz und fröhliches Falsch-Lächeln. Dann, nur 72 Tage später, Scheidung. Alles nur gespielt? ­ Die Wahrscheinlichkeit ist gross, auch wenn Kim K weiterhin beteuert, dass es "echte Liebe war". Ex-Ehemann Kris Humphries muss noch heute unter der Kardashian-Last leiden. Der Basketball-Profi wird bei jedem Spiel gnadenlos ausgebuht. Kim Kardashian in 2011: die grosse Verliererin. Aber ihr Bankkonto strahlt dennoch. Geschätzter Umsatz in diesem Jahr: 65 Millionen Dollar.

Jennifer Aniston

Kein Mensch fragt mehr nach dem angeblichen Streit mit Angelina Jolie. Jennifer Aniston hat sich freigeschwommen in diesem Jahr. Der neue Partner an ihrer Seite hat dabei enorm geholfen. Justin Theroux ist Anistons grösster Cheerleader. Und scheint es tatsächlich ernst zu meinen mit dem privat bisher eher glücklosen Hollywood-Star. Gemeinsame Weihnachtsgrüsse, händchenhaltend von New York nach Los Angeles. Die "Sexiest Woman Alive" hat endlich festen Boden unter den Beziehungsfüssen. "Ich weiss, dass ich unheimlich viel Glück habe, und ich bin auch deshalb sehr dankbar und extrem glücklich im Moment", sagt sie und reiht sich nahtlos in die Gewinner-Liste für 2011 ein.

Charlie Sheen

"Winning" war sein Motto in 2011. Aber Charlie Sheen hat dennoch heftig an Sympathien verloren. Nicht nur wurde er seinen Job in "Two and a Half Men" los, auch verlor er durch seine bizarren Auftritte im Anschluss an den Rausschmiss unglaublich viel Pluspunkte bei den Fans. Seine One Man Show "My Violent Torpedo of Truth Tour" avancierte schnell zum totalen Reinfall. Erst als er professionelle Hilfe aufsuchte, kletterte Sheen langsam aus dem tiefen PR-Loch. Heute nimmt er keine Drogen mehr, wirkt wieder normal, kümmert sich um seine Kinder. 2012 scheint unter guten Vorzeichen zu stehen. Sheen hat einen neuen Job im TV. Er wurde für die Sitcom "Anger Management" gecastet. Passend für einen, der sich im ablaufenden Jahr in die Verlierer-Liste einreihen muss.

Denise Richards

Zu den Gewinnern hingegen darf sich die Ex-Frau von Charlie Sheen, Denise Richards, zählen. Ihre Autobiografie "The Real Girl Next Door" stand ganz oben in der New York Times Bestseller Liste (sogar Charlie lobte das Werk mit dem Kommentar: "loved it"). Privat scheint sie glücklicher denn je - Richards adoptierte in diesem Jahr Tochter Eloise und liebt Richie Sambora - und auch beruflich ging es wieder bergauf. Richards erntete grosses Lob für ihre Gastrolle in "30 Rock".

Dr. Conrad Murray

Ein weiterer ganz grosser Verlierer in diesem Jahr war Dr. Conrad Murray. Der einstige Leibarzt von Pop-Ikone Michael Jackson musste sich in einem sehr öffentlichen Prozess wegen fahrlässiger Tötung am King of Pop verantworten. Die Details, die während der Verhandlung zutage kamen, waren nicht nur schockierend, sondern auch bezeichnend. In dem sechswöchigen Prozess hatte die Staatsanwaltschaft dem 58-jährigen Herzspezialist vorgeworfen, Jackson im Juni 2009 eine Überdosis des Narkosemittels Propofol gespritzt zu haben. Der Kardiologe soll den Sänger dann entgegen ärztlichen Standards unbeobachtet gelassen und damit seinen Tod mit verursacht haben. Murray wurde für schuldig befunden und muss für vier Jahre ins Gefängnis. Michael Jackson-Fans auf der ganzen Welt fühlten Genugtuung und konnten zumindest einen kleinen Schlussstrich unter den tragischen Tod ihres Idols ziehen.

Ashton Kutcher

Für Ashton Kutcher endete 2011 ebenfalls auf der Verlierer-Seite. Zumindest privat. Die Ehe mit Demi Moore fuhr der 33-jährige Playboy eigenhändig gegen die Wand, nachdem eine Affäre mit einer 22 Jahre alten Blondine aus San Diego bekannt wurde. Es folgte der Auszug aus dem gemeinsamen Haus und schliesslich die von Demi Moore eingereichte Scheidung. Beruflich hingegen war 2011 ein gutes Jahr für Kutcher. War er es schließlich, der den lukrativen Job von Charlie Sheen in der Sendung "Two and a Half Men" antreten durfte. Fast schon ein bisschen gespenstisch mutet es da an, dass der Job in der TV-Hitserie privat keine Glücksbringer zu sein scheint. Bleibt abzuwarten, ob sich Kutcher im neuen Jahr wieder auf die Gewinner-Seite zurückschmeicheln kann...

Von Frank Siering, Los Angeles