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Nach neuem Profilbild: Joko Winterscheidt wehrt sich gegen Facebook-Hetzer

Sein neues Profilfoto sorgt für Ärger: Joko Winterscheidt hat auf Facebook sein Bild ausgetauscht. Der Moderator will damit das Menschenrecht auf Asyl unterstützen - und erntet nicht nur Zustimmung, sondern Hass.

joko Winterscheidt

Das neue Profilbild von Joko Winterscheidt auf Facebook

Das Schwarz-Weiß-Foto ist seit Sonntag öffentlich. Joko Winterscheidt steht in Lederjacke und Jeans vor einem grauen Hintergrund und hält ein Pappschild in der Hand. "Artikel 14 - Jeder hat das Recht auf Asyl" ist darauf mit Filzstift geschrieben. Doch nicht allen von Winterscheidts Fans gefällt das.

Mit seinem neuen Profilbild bei Facebook unterstützt der Moderator neben Prominenten wie Katja Riemann, Tim Mälzer oder Benedikt Höwedes eine gemeinsame Aktion des Deutschen Olympischen Sportbund und Medienagenturen gegen Fremdenhass und Diskriminierung. "Setz ein Zeichen für die Menschenrechte und spende Zeit, Geld oder Sachen für direkte Flüchtlingshilfe vor Ort", lautet der Aufruf der Kampagne.


Über 2400 Facebook-Kommentare

Mehr als 2400 Menschen haben das neue Profilfoto des 36-Jährigen bis zum Dienstagnachmittag auf Facebook kommentiert. Neben viel Zustimmung erfährt der Moderator ("Circus HalliGalli") vor allem Ablehnung. Winterscheidt wird mit Hasspostings überzogen. Hier ein Auszug der größtenteils beleidigenden und unsachlichen Kommentare:

- "Alles unsinnige Wichtigtuerei von euch Promis!!! Möchte nicht wissen wie ihr über das Thema redet wenn die Kameras ausgeschaltet sind"

- "Hat auch jeder das Recht dieses zu missbrauchen?"

- "Dann nehm du doch 10 auf hast doch genug Geld und Platz bestimmt auch!!!!!"

- "Na dann Joko Jokel.. hast ja genug kohle.. mach sie alle frisch !!!"

Doch Winterscheidt setzt sich gegen die Hetzer zur Wehr. In einer neuen Facebook-Mitteilung macht er klar, dass er bei seiner Meinung bleibt. "Meine lieben 'Freunde' hier auf Facebook. mein Profilfoto bleibt. Da könnt ihr noch so viele Hassmails schreiben!", schreibt der Moderator.

Auf einige Kritiker, die ihm vorwerfen, eine Kampagne für die Politik zu machen, geht er detailliert ein: "Und noch was, es ist keine Kampagne für das deutsche Grundgesetz, sondern eine für Menschenrechte die ich unterstütze. Ja, auch Menschenrechte gibt es." 

meine lieben 'freunde' hier auf facebook. mein profilfoto bleibt. da koennt ihr noch so viele hass mails schreiben!...

Posted by Joko Winterscheidt on Montag, 5. Oktober 2015

Winterscheidt pestet zurück

Und dann teilt Winterscheidt richtig aus: "Sagt mir nicht wie dumm ich bin und vor welchen Karren ich mich spannen lasse. Vor keinen nämlich", schreibt er. Er unterstütze die Kampagne aus vollem Herzen und bei Verstand. Das seien zwei Dinge die den meisten hier fehlten. "Macht euch schlau und erspart mir eure hetzerischen Mails und bitte entfolgt mich. Wenn ihr kein Verständnis für Menschen in Not aufbringen könnt, will ich mit euch nichts zu tun haben."

Auch wenn er dafür wieder Hasskommentare erntete: Immerhin haben über 90.000 User auf seine neue Mitteilung mit "gefällt mir" reagiert. 

mai