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Lena Gercke und Co.: Wann greifen die Promis zu Tinte und Füller?

Märchenhaft war die Verleihung des Kulturpreises der Montblanc Stiftung in München - und spannend die Füller-Geschichten der Promis.

Wahrhaft königlich und märchenhaft war die Preisverleihung "Montblanc de la Culture Arts Patronage Award Munich 2018" am Donnerstagabend im Comité-Hof der Münchner Residenz. Geehrt wurde der Kunstmäzen Jürgen Wesseler "für seine Unterstützung von Künstlern der Avantgarde sowie für sein lebenslanges Engagement als Gründer und Leiter des Bremerhavener 'Kabinetts für aktuelle Kunst', das einem breiteren Publikum Zugang zu bahnbrechender Kunst gewährt". Stellvertretend für den erkrankten Preisträger nahm sein Sohn Moritz Wesseler gerührt und stolz die Auszeichnung entgegen.

Der deutsche Preisträger ist einer von 17 Kunstförderern aus aller Welt, die 2018 für ihr außergewöhnliches persönliches Engagement im Bereich der Kunst mit dem 1992 gestifteten Preis geehrt werden. Nach der Auftaktveranstaltung in München stehen noch Preisverleihungen für 16 weitere Kunstförderer weltweit auf dem Programm.

Eine Hommage an König Ludwig II. von Bayern

Über all dem schwebte bei der Preisverleihung aber auch wieder ein bekannter, kreativer Pate. In diesem Jahr ehrte Montblanc den bayerischen Märchenkönig Ludwig II. (1845-1886) mit einem Limited-Edition-Schreibgerät.

Lena Gerckes persönlicher Brief mit roter Tinte

Unter den 200 geladenen Gästen war auch viel Prominenz. Model und Markenbotschafterin Lena Gercke (30) erzählte der Nachrichtenagentur spot on news, dass sie heutzutage zwar hauptsächlich mit dem Handy schreibe, "vor einem Monat habe ich aber tatsächlich einen ganz persönlichen Brief mit einem Füllfederhalter aus der Marilyn Monroe Edition geschrieben, mit roter Tinte sogar". Das sei schon etwas Besonderes gewesen.

Max von Thun feiert den "durchgeknallten" Märchenkönig

Schauspieler Max von Thun (41) und sein Vater, Schauspieler Friedrich von Thun (75), ließen sich die im Sinne des Märchenkönigs durchchoreografierte Veranstaltung ebenfalls nicht entgehen. Auf die Frage, was er mit Ludwig II. verbinde, sagte der gebürtige Münchner Max von Thun: "Ich will mich jetzt in keinster Weise vergleichen, aber auch ich habe in sehr jungen Jahren versucht, ein bisschen aus dieser aristokratischen Linie auszubrechen. Das hat er auch gemacht. Deswegen war er mir immer sehr sympathisch."

Natürlich sei König Ludwig II. "auch größenwahnsinnig gewesen, viel zu verschwenderisch und das nicht unbedingt im Sinne seines Volkes", so von Thun weiter. "Aber er hat uns dadurch auch viele schöne Sachen hinterlassen, inklusive einer mysteriösen Liebesgeschichte - und tollen Verfilmungen mit Helmut Berger. Als Bayer finde ich schon toll, dass wir eine Zeit lang so einen durchgeknallten Monarchen hatten", schwärmte der Künstler. "Hätte ich damals gelebt und gemerkt, dass das Geld woanders nötiger gebraucht wird, hätte ich mich vielleicht nicht so geäußert. Aber jetzt rückblickend finde ich das toll."

Oliver Berben über "die schönsten Füller der Welt"

Bestens gelaunt zeigte sich bei der Veranstaltung auch Filmproduzent und Constantin-Vorstand Oliver Berben (46). Eigentlich auch kein Wunder, schließlich verbindet er mit Montblanc "die schönsten Füller der Welt". Er nutzt sie auch persönlich, wie er weiter verriet. "Alles, was ich Wichtiges unterschreiben oder schreiben muss - ich schreibe sehr gern -, mache ich damit."

Dass bei dieser Preisverleihung stets jemand geehrt wird, der hinter den Kulissen arbeitet, findet Berben im Übrigen "sehr gut, weil die gesamte Arbeit im künstlerischen Betrieb natürlich genau davon lebt, dass es eine große Zusammenarbeit von Menschen ist und in diesem Sinne ist es ganz toll, dass das kreative Potential, das von hinten kommt, unterstützt wird", lobte er.

Künstler August Wittgenstein schwärmt von der Handwerkskunst

Schauspieler und einer der "Ku'damm"-Stars August Wittgenstein (37) überzeugt vor allem die "handwerkliche Kunst". "Wenn man im Laden steht oder die Manufaktur besucht, versteht man erst, was alles dahintersteckt." Der Vertrag mit seinen Agentinnen war eines der wichtigsten Dokumente, die er damals gerne mit einem solchen Füller unterschrieben hätte, sagte der heutige Markenbotschafter lachend.

Zum kreativen Patron des Abends, König Ludwig, erklärte Wittgenstein: "Es war ein Mensch, der in seiner eigenen Zeit ein bisschen missverstanden wurde. Er war ein Schöngeist, Kunstliebhaber und Pazifist, was natürlich damals als Monarch in Bayern nicht in die Politik gepasst hat. Er war seiner Zeit voraus. Was er aber für Bayern geschaffen hat, ist mehr als die meisten anderen Monarchen geschafft haben."

Besonders wichtige Unterschriften

Apropos wichtige Unterschriften: Schauspielerin Marie Bäumer (48) und Bloggerin und Handlettering-Expertin Kristin Hesse erinnerte das vor allem an ein zentrales Ereignis in ihrem jeweiligen Leben: "Ganz bestimmt war das die Geburtsanzeige für meinen Sohn", sagte Bäumer. Und Hesse erklärte: "Meine wohl wichtigste Unterschrift habe ich geleistet, als wir die gemeinsame Elternschaft für unsere Tochter auf dem Standesamt eintragen ließen."

SpotOnNews