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Michael Jackson: Draußen auf Kaution

Der US-Pop-Star Michael Jackson ist nach Hinterlegung von drei Millionen Dollar als Kaution wieder auf freiem Fuß. Am 9. Januar muss Jackson wieder vor Gericht erscheinen.

Nach seiner Freilassung gegen Kaution in Santa Barbara (Kalifornien) ist Popstar Michael Jackson (45) am Donnerstag mit einem Privatjet nach Las Vegas (Nevada) zurückgekehrt. Am 9. Januar muss Jackson wegen des Vorwurfs von Kindesmissbrauch in mehreren Fällen wieder vor Gericht erscheinen. Dann werde der Musiker dem Haftrichter vorgeführt, teilte Polizeisprecher Chris Pappas mit. Bevor sich Jackson der Polizei stellte, hatte er sich in Las Vegas zu Dreharbeiten an einem neuen Video aufgehalten.

In Handschellen war der «King of Pop» durch einen Hintereingang in die kalifornische Polizeiwache in Santa Barbara geführt worden. Hunderte Reporter verfolgten jeden Schritt von Jackson und seiner Begleiter mit. Im US-Fernsehen wurden Live-Aufnahmen von seiner Anreise im Privatjet und im Autokonvoi gezeigt. Bei seiner Rückkehr in Las Vegas bestürmten zahlreiche Fans Jacksons Fahrzeug. Sie winkten dem Weltstar zu und reichten ihm durch einen Spalt in der Fensterscheibe die Hand.

Kaution in Höhe von drei Millionen Dollar

Gegen den Sänger liegen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Anschuldigungen von Belästigung vor. In jedem Punkt droht bei einer Verurteilung zwischen drei und acht Jahre Haft. Die Vorwürfe stammen von einem zwölfjährigen Jungen, der seinem Psychotherapeuten von angeblichen Belästigungen auf der Neverland Ranch, Jacksons großem Anwesen, erzählte.

Jackson Anwalt Mark Geragos teilte kurz nach der Festnahme mit, dass der Popstar die geforderte Kaution in Höhe von drei Millionen Dollar gezahlt habe. Die Anschuldigungen gegen den Sänger seien falsch. Jackson habe sie als eine "große Lüge" bezeichnet, sagte Geragos. Auf Verlangen der Polizei musste der Sänger seinen Reisepass abgeben. Die Behörden veröffentlichten auf ihrer Webseite ein Polizeifoto.

Jermaine Jackson spricht vom "modernen Lynchen"

Wie "Bunte.T-Online" berichtete, waren Jacksons Eltern und einige seiner Geschwister nach Las Vegas geflogen, um ihm Beistand zu leisten. Die Familie stehe voll hinter dem Popsänger, sagte Vater Joe Jackson dem Internetdienst. Sie halten die Anschuldigungen für ein Komplott des Staatsanwalts Thomas Sneddon, der schon vor zehn Jahren wegen Missbrauchsverdachts gegen Jackson ermittelte. Bruder Jermaine Jackson sprach im Fernsehsender CNN von einem "modernen Lynchen".

1993 hatte ein 13-jähriger Junge aus Los Angeles den Verdacht des Kindesmissbrauchs gegen Jackson aufgebracht. In diesem Fall kam es aber nicht zu einem Prozess. Der Popstar hatte sich mit den Eltern gegen Zahlung mehrerer Millionen Dollar außergerichtlich geeinigt.