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Emotionale Worte Moritz A. Sachs spricht über Fehlgeburten seiner Frau – eine Beisetzung fand im Rhein statt

Moritz A. Sachs spricht ganz offen über die Fehlgeburten seiner Frau
Moritz A. Sachs spricht ganz offen über die Fehlgeburten seiner Frau
© Ulrich Stamm/Geisler-Fotopress/ / Picture Alliance
Im Interview mit RTL hat der ehemalige "Lindenstraße"-Schauspieler Moritz A. Sachs über die Fehlgeburten seiner Frau gesprochen. Ein Erlebnis habe ihn besonders mitgenommen. 

Der ehemalige "Lindenstraße"-Star Moritz A. Sachs und seine Frau Sabine Lindlar sind seit 2018 verheiratet und seit 18 Jahren ein Paar. Doch die beiden sind noch kinderlos. Dass sie mehrfach versucht haben, Kinder zu bekommen und bisher drei Fehlgeburten erleiden mussten, hat Sachs nun in einem Interview mit RTL erklärt. Ganz offen spricht er über das Tabuthema.

"Nach der Fehlgeburt siehst du nur glückliche Pärchen mit Kind. Die sind überall, in jedem Film", sagt er. "Das normalisiert sich irgendwann. Was bleibt, ist dieses leere Gefühl. Da fehlt irgendwas", versucht der Schauspieler den Schmerz zu erklären. 

Moritz A. Sachs spricht offen über die Beisetzung nach einer Fehlgeburt

Die dritte Fehlgeburt erlitt das Paar 2015, das Herz seines zwölf Wochen alten Babys hörte einfach auf zu schlagen. Am nächsten Morgen fragte sich Sachs: Was machen wir nun? "Im Klo runterspülen geht nicht, Mülleimer fanden wir irgendwie auch nicht so akzeptabel", erklärt Moritz A. Sachs im Interview offen. Daher kam die Idee, es im Rhein zu bestatten. Man käme schließlich oft daran vorbei, das Paar lebt in Köln. "Wir fanden das eigentlich eine gute Lösung", sagt Sachs.

In Deutschland gilt, dass wenn ein tot geborenes Kind weniger als 500 Gramm wiegt, müssen es die Eltern in den meisten Bundesländern nicht bestatten. Laut Bestattungsgesetz müsse die Beisetzung aber "hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend" geschehen.

Besonders hart war für Sachs, dass nach der ersten Fehlgeburt auch seine Serienrolle in der "Lindenstraße" etwas ähnliches durchmachen musste. Die Drehtage seien sehr belastend gewesen. Zwar könne er auch ganz gut Schmerz in sich reinfressen, sagt der Schauspieler. Jetzt spricht er aber ganz offen über den Schmerz und macht Mut, das Thema aus der Versenkung zu holen.

Er erklärt: "Das erste Mal war natürlich ein großer Schock. Aber ich fand das dann beim dritten Mal doch fast am schlimmsten. Diese Wiederholung habe ich als unheimlich unfair empfunden. Das hat mich doch sehr mitgenommen. Weil man sich dann natürlich fragt: Macht es Sinn es nochmal zu versuchen?" Das Paar habe seinen Kinderwunsch aber noch nicht aufgegeben, sagt Moritz A. Sachs. Und durch die Verluste sei es noch stärker geworden. 

Verwendete Quelle:rtl.de

maf

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