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Nach wütenden Reaktionen: Carla Bruni-Sarkozy nimmt Aussage zu Feminismus zurück

Und plötzlich ist sie doch feministisch: Nach ihrer "ungeschickten" Äußerung in einem Interview relativiert Frankreichs ehemalige First Lady ihre eigenen Worte.

Frankreichs frühere First Lady Carla Bruni-Sarkozy ist nach einer kritischen Bemerkung zum Feminismus zurückgerudert. Ihre Äußerung sei "ungeschickt" gewesen, räumte die Sängerin nach der wütenden Reaktion zahlreicher Frauen am Donnerstag auf der Internetseite des Magazins "Elle" ein. Der Modezeitschrift "Vogue" hatte das 44 Jahre alte ehemalige Topmodel gesagt, seine Generation habe es nicht mehr nötig, feministisch zu sein. Dagegen protestierten empörte Frauen mit hunderten von Twitter-Kurznachrichten.

In einem Interview mit der Internet-Redaktion von "Elle" sagte Bruni-Sarkozy nun, sie habe sich nicht richtig ausgedrückt. Wenn Feminismus bedeute, dass eine Frau ihre Freiheit einfordere, dann sei sie durchaus eine Feministin. Sie habe aber selbst nie das Bedürfnis empfunden, sich aktiv an einem Kampf zu beteiligen, den andere Frauen noch heute führen.

"Ich bewundere ihren Mut, aber ich engagiere mich anders", sagte die Frau des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Ihr Engagement gelte beispielsweise dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids. Ihre eigene Stiftung setze sich zudem für das Recht auf Bildung für alle ein.

nw/AFP / AFP
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