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Festakt in Paris: Hollande übernimmt

Frankreich hat nun offiziell einen neuen Präsidenten: François Hollande wurde in Paris mit einer feierlichen Zeremonie in sein Amt eingeführt. Er ist nach 17 Jahren der erste Sozialist im Élysée.

Der Sozialist François Hollande ist der neue Präsident Frankreichs. Hollande übernahm am Dienstagvormittag im Élysée-Palast in Paris die Amtsgeschäfte. Der konservative Präsident Nicolas Sarkozy übergab dem Sozialisten den Atom-Code und verließ im Anschluss mit seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy den Präsidentenpalast. Nach der Verlesung der Wahlergebnisse der Stichwahl vom 6. Mai, die der Sozialist gegen Sarkozy gewonnen hatte, wurde Hollande offiziell zum neuen Präsidenten. Der neue Staatschef wurde bei der Zeremonie von seiner Lebensgefährtin Valérie Trierweiler begleitet.

Mit Hollande ist in Deutschlands wichtigstem Partnerland erstmals seit 17 Jahren wieder ein Sozialist an der Macht.

Studiert hat Hollande Jura und Politikwissenschaften. Anschließend absolvierte er die Elite-Hochschule École Nationale d'Administration (ENA). Nach dem ENA-Abschluss 1980 war er zunächst am Rechnungshof tätig. In die Sozialistische Partei trat er 1979 ein, schloss sich aber im Richtungsstreit keinem der Flügel an. Im Kampf um ein Mandat für die Nationalversammlung unterlag er 1981 dem späteren Präsidenten Jacques Chirac in dessen Heimat-Departement Corrèze.

Hollande gilt als konsequent und verlässlich, hat einen Hang zur Jovialität und auch einen launigen Humor. Der Präsident aller Franzosen wolle er sein, hatte er zum Ende eines monatelangen, kräftezehrenden Wahlkampfes betont. Routine auf dem außenpolitischen Parkett oder Regierungserfahrung fehlen ihm jedoch bisher.

fro/AFP/DPA / DPA