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Neuer französicher Präsident Hollande: Guten Tag, Monsieur Normal!

Er will ein "normaler" Präsident sein: Francois Hollande. Aber was heißt das? Wer ist der Mann, der den schillernden Sarkozy besiegt hat - und demnächst Partner Angela Merkels sein soll?

Im Wahlkampf hat sich Francois Hollande den Franzosen als "Monsieur Normal" präsentiert. Der will der 57-Jährige auch als Präsident und Herr über die Atomwaffen der Grande Nation bleiben. Er werde weiter mit dem Zug fahren und für die Familie einkaufen - "wenn der Kühlschrank leer ist", wie der zweite Sozialist an der Spitze der Fünften Französischen Republik einschränkt. Am Sonntag konnte der einst von seinen Kritikern als Wackelpudding verhöhnte Hollande die Ernte einer einjährigen Ochsentour einfahren und den konservativen Staatschef Nicolas Sarkozy aus dem Elysee-Palast vertreiben.

Hollande verkörpert das Gegenteil dessen, wofür Sarkozy steht: Glamour, Eitelkeit und ein Hang zur unsteten Effekthascherei. In der Schlussphase des Präsidenten-Wahlkampfs waren es aber die Inhalte, mit denen der 57-Jährige Hollande punkten konnte. Ging der gemäßigte Linke mit seiner demonstrativen Abgrenzung zum zeitweise an Anbiederung grenzenden Kuschelkurs Sarkozys gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrer Wirtschaftspolitik anfänglich noch ein veritables Risiko ein, hat sich der Kurs nun ausgezahlt. Sarkozy habe sich an einem Wackelpudding die Zähne ausgebissen, lästerte ein Kommentator nach dem einzigen TV-Duell der beiden Spitzenkandidaten.

Vor allem der anfänglich stark umstrittene Vorstoß Hollandes, den in der EU ausgehandelten Fiskalpakt neu zu verhandeln und um ein Wachstumsprogramm zu ergänzen, entwickelte sich zum Wahlkampfschlager. Der Versuch Sarkozys, seinen Rivalen als Gefahr für die wirtschaftliche Erholung Europas darzustellen, verfing nicht. Dabei musste sich der Herausforderer aus einer schwierigen Lage herauswinden: Legten doch die Regierungen in Berlin und anderen Hauptstädten auf Drängen Sarkozy ein so demonstratives Nicht-Interesse an einem Hollande-Besuch an den Tag, das sogar von einem Besuchs-Boykott die Rede war.

Wachstumsimpulse statt Sparpolitik

Einerseits musste Hollande, der ohne Amtsbonus und die auch von liberalen Franzosen geschätzten Prunkinsignien der Macht antrat, vermeiden, als Leichtgewicht zu erscheinen, das von den Großen in der EU nicht ernstgenommen wird. Andererseits gab ihm die enge Allianz zwischen Merkel und Sarkozy auch Gelegenheit zu einer scharfen Profilierung gegen eine aus seiner Sicht zu rigide Sparpolitik und Vasallentum gegenüber Deutschland. Das zahlte sich in Umfragen aus, und Sarkozy selbst erkannte, dass die zeitweise übertrieben wirkende Deutschland-Schmeichelei ihm nicht nützt. Aus den groß angekündigten gemeinsamen Wahlkampf-Auftritten mit Merkel wurde jedenfalls nichts.

Die neue Debatte in Europa über vermehrte Wachstumsimpulse statt strikter Sparpolitik hält sich Hollande nun zugute. Genüsslich zitierte er hochrangige Kronzeugen: "Die von mir vor einigen Wochen angestoßene Debatte gewinnt an Fahrt, nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa." Er konnte auf EZB-Präsident Mario Draghi sowie führende Politiker in Spanien, Portugal und Italien verweisen. "Die Dinge sind im Fluss, und sie werden sich nach der Wahl in Frankreich weiter bewegen", gab sich der Sozialist selbstbewusst.

Hollande wurde am 12. August 1954 in der nordwestfranzösischen Stadt Rouen geboren. Als Kind hatte er einmal seiner Mutter gesagt, eines Tages wolle er Präsident werden. Wie fast die gesamte Elite Frankreichs ist Hollande Absolvent der prestigeträchtigen ENA, der École Nationale d'Administration. Elf Jahre lang - von 1997 bis 2008 - stand er an der Spitze der Sozialisten, hatte aber nie ein Regierungsamt inne. Mit seiner innerparteilichen Rivalin Segolene Royal, die 2007 gegen Sarkozy als sozialistische Spitzenkandidatin verlor, war Hollande 30 Jahre liiert und hat mit ihr zusammen vier Kinder. Er lebt jetzt mit der Journalistin Valerie Trierweiler ohne Trauschein zusammen. Trierweiler lobt an ihrem Gefährten dessen Offenheit ("Er hat nichts zu verbergen"), kritisiert aber den ihrer Ansicht nach zu starken Hang zur Butter. Allerdings hat sich Hollande sein Doppelkinn abgehungert.

Erste Reise nach Berlin

Politisch gilt er als gemäßigter Sozialist mit einem starken Empfinden für soziale Gerechtigkeit. So hat er die Einstellung von 60.000 neuen Lehrern angekündigt und will weniger rigide als Sarkozy sparen. Hollande ist ein bekennender Fan des früheren Präsidenten und sozialistischen Übervaters François Mitterrand: "Ihm habe ich meine politische Geburt zu verdanken", sagte er einmal.

Anders als sein Mentor fährt Hollande bislang einen sehr distanzierten Kurs gegenüber Deutschland. Doch der neue Präsident weiß um die Bedeutung einer funktionierenden deutsch-französischen Partnerschaft und betont dies stets. Um keinen Preis will er als Anti-Deutsch gelten. Um das zu unterstreichen, griff er zu einem bewährten Mittel der Diplomatie und kündigte bereits an, wohin ihn seine erste Auslandsreise im Amt führen wird: Nach Berlin zu Angela Merkel.

"Die Franzosen haben den Wechsel gewählt, indem sie mich an die Spitze der Republik gewählt haben", sagte Hollande am Sonntagabend in seinem zentralfranzösischen Wahlkreis Tulle. "Ich bin glücklich, dass ich Hoffnung vermittelt habe", betonte er. "Der Wandel, den ich Euch versprochen habe (...) beginnt jetzt."

Thomas Krumenacker und Elizabeth Pineau, Reuters / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(