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Verunglückter "Fast&Furious"-Star: Paul Walkers Tochter verklagt Porsche

Sie glaubt, dass ihr Vater heute noch leben könnte: Meadow Rain Walker, die Tochter des verunglückten "Fast&Furious"-Stars Paul Walker, verklagt Porsche. Der Autobauer sei Schuld am Tod ihres Vaters.

Meadow und Paul Walker

Als Paul Walker am 30. November 2013 bei dem Unfall stirbt, ist seine Tochter gerade 15 Jahre alt

Die Bilder des Unglücks gingen um die Welt: Im November 2013 verlor "Fast&Furious"-Star Paul Walker bei einem Autounfall sein Leben. Der Wagen, in dem der 40-Jährige saß, war kaum noch zu erkennen. Die Frontseite eingedrückt, der Innenraum ausgebrannt. Wie die Polizei später ermittelte, hatte Fahrer Roger Rodas bei rund 150 Stundenkilometern die Kontrolle über den Porsche Carrera GT verloren. Das Fahrzeug prallte gegen drei Bäume, ging anschließend in Flammen auf. Fahrer und Beifahrer starben in dem Wrack.


Zwei Jahre später erhebt Walkers Tochter, Meadow Rain Walker, schwere Vorwürfe gegen den deutschen Autobauer Porsche. Dieser habe von Mängeln an dem Fahrzeug gewusst, ohne die ihr Vater noch leben könnte. Die 16-Jährige reichte bei einem US-Gericht Klage wegen einer sogenannten widerrechtlichen Tötung ein. Kommt es zu einem Prozess, droht Porsche die Verurteilung zu einer Millionenstrafe.

Porsche Carrera GT

Der Unglücksporsche

Die Porsche AG habe gewusst, dass es mit diesem Automodell in der Vergangenheit Probleme mit "Instabilität und Kontrollmechanismen" gegeben habe, heißt es in der Klageschrift, die der Anwalt von Meadow Rain Walker vorlegte. "Ohne diese Mängel in dem Porsche Carrera GT wäre Paul Walker heute am Leben", steht darin wörtlich.

Porsche ließ sich nicht öffnen

Konkret geht es vor allem darum, dass der Wagen sich nach dem Unfall nicht von außen öffnen ließ. "Paul war eingeschlossen, ich habe ihn auf dem Beifahrersitz gesehen", hatte ein Augenzeuge damals vom Unfallort nördlich von Los Angeles berichtet. "Alle haben versucht, irgendwie in das Auto zu gelangen, um den Gurt zu lösen." Doch der Porsche habe sich nicht öffnen lassen. Walker sei vor den Augen der Helfer verbrannt.

Porsche selbst äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Nachdem zuvor auch Roger Rodas' Witwe Kristin den Sportwagenbauer verklagt hatte, machten im April Anwälte des Unternehmens den Fahrer für den Unfall allein verantwortlich. Rodas sei innerorts mit viel zu hoher Geschwindigkeit gefahren. 

mai