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20. Todestag von Prinzessin Diana Prinz Harry über Dianas Beerdigung: "Sie haben geschrien, uns angefasst - es war schockierend"

William, Harry
Prinz William und Prinz Harry bei der Beerdigung ihrer Mutter Diana 1997
© Adam Butler/PA / Picture Alliance
Die Bilder von William und Harry hinter dem Sarg ihrer Mutter Diana gingen 1997 um die Welt: Offen wie nie sprechen die Prinzen nun über ihre Gefühle damals  - und berichten von dem Moment, als ihnen die Botschaft vom Tod ihrer Mutter überbracht wurde.

Es ist ein Schicksal, das kein Kind ertragen müssen sollte: Als Prinz William und Prinz Harry 1997 ihre Mutter Diana verloren, waren sie erst 15 und 12 Jahre alt. Zum 20. Todestag der Prinzessin haben die britischen Royals nun erstmals - und wie sie betonen auch zum letzten Mal - über die Zeit unmittelbar nach dem tragischen Unfall in Paris gesprochen. In einer BBC-Dokumentation, die am kommenden Sonntag in Großbritannien ausgestrahlt wird, fanden die Söhne Dianas Worte für das Drama. Und auch für das Verhalten ihres Vaters Prinz Charles und ihrer Großmutter, Queen Elizabeth.

Denn heftig umstritten war, dass die Kinder damals nur einen Tag nach dem Tod Dianas vor Schloss Balmoral in Schottland einen öffentlichen Auftritt absolvieren und die Trauerkarten und Blumen begutachteten mussten, die Fans dort abgelegt hatten. Noch unvorstellbarer dann die Aufgabe, bei der öffentlichen Beerdigung hinter dem Sarg ihrer Mutter zu gehen. Minutenlang, gefilmt von Kameras, umringt von weinenden Diana-Fans - und live übertragen an die Weltöffentlichkeit. "Das war eines der schwierigsten Dinge, die ich jemals tun musste. Ich weiß nur noch, dass ich mich praktisch hinter meinen Pony versteckt habe und viel auf den Boden sah", sagt William in der Doku.

William und Harry standen noch unter Schock - doch das Land trauerte laut um Diana

"Die Leute haben uns angefasst, uns in ihre Arme gezogen und so. Das werfe ich natürlich keinem vor. Aber diese Momente waren sehr schockierend. Die Leute haben geschrien und geweint, die Hände, die ich schüttelte waren nass vom Wegwischen der Tränen", erinnert sich Prinz Harry. "Damals habe ich nicht verstanden, warum alle so laut weinten und auf diese Art Gefühle zeigten, obwohl sie unsere Mutter doch gar nicht kannten", so William.

Von Dianas Tod erfuhren die Brüder von ihrem Vater Prinz Charles. "Er war für uns da, er war derjenige, der von beiden noch übrig war und hat sein Bestes versucht, um sicherzustellen, dass wir beschützt und umsorgt werden. Aber er musste auch mit seiner eigenen Trauer klar kommen", sagt Harry. "Ich weiß nur noch, dass ich mich komplett taub gefühlt habe. Orientierungslos, schwindelig und sehr verwirrt. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum das mir passiert", erinnert sich William.

Die Queen blieb damals zunächst auf Schloss Balmoral bei ihrem Sohn und den Enkeln, was ihr viele vorwarfen. "Ich glaube, dass es eine schwierige Entscheidung für meine Großmutter war. Sie war hin- und hergerissen zwischen ihren Rollen als Oma und Königin", erzählt William. Sie habe sie beschützen wollen, verbannte zum Beispiel sämtliche Zeitungen aus dem Haus, so dass William und Harry lange nicht wussten, welches Ausmaß die Bestürzung über den Tod ihrer Mutter weltweit hatte.

Und auch wenn die öffentliche Beerdigung schwierig für sie war, bereuen sie nicht, dass es so verlief. "Rückblickend bin ich froh, dass ich dabei war", sagt Harry. Er und William haben sich anlässlich von Dianas 20. Todestag am 31. August in insgesamt drei offiziellen Dokumentationen über ihre Mutter gesprochen.

sst

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