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Nach Tod von Prinz Philip Prinz Philip hielt das Interview von Harry und Meghan mit Oprah für "Wahnsinn"

Prinz Harry, Prinz Philip und Prinz William
Prinz Harry (l.) könnte die Beerdigung seines Großvaters (Mitte) nutzen, um das ramponierte Verhältnis zu seiner Familie zu kitten.
© David Davies / Picture Alliance
Nach dem Tod von Prinz Philip meldet sich sein Biograf in der britischen Klatschpresse zu Wort. Er erzählt, was der Queen-Gemahl angeblich von Harrys und Meghans Skandal-Interview mit Oprah hielt.

Als das Skandal-Interview von Harry und Meghan mit Oprah Winfrey Anfang März ausgestrahlt wurde, lag Prinz Philip bereits im Krankenhaus. Das Herz sei angeschlagen hieß es damals, aber der Ehemann der Queen sei ansonsten stabil. Nach einer OP wurde er einige Wochen später entlassen. Doch am vergangenen Freitag starb Prinz Philip nun im Alter von 99 Jahren, zuhause auf Schloss Windsor. Dass ihm sein Enkel Harry in seinen letzten Lebenswochen derart Kummer machte, hielten viele dem abtrünnigen Paar vor.

Philip selbst störte sich jedoch nicht am Ausstrahlungstermin des Interviews, wie nun sein Biograf Gyles Brandreth in der "Daily Mail" berichtet. "Was ihm aber Sorgen bereitete, war die Tatsache, dass das Paar so auf seine eigenen Probleme konzentriert und bereit war, diese in der Öffentlichkeit zu besprechen", so Brandreth. "Dann gebt halt TV Interviews - aber sprecht doch bitte nicht über euch selbst", soll Philip gesagt haben.

 "Das war eine seiner Regeln. Ich weiß, dass er diese seinen Kindern mitgegeben hat. Ich kann mir vorstellen, dass er sie auch seinen Enkeln mitteilte." Harry und Meghan hatten mit Oprah Winfrey über ihr Leben im Palast vor ihrem Rückzug von allen royalen Pflichten gesprochen. Meghan erzählte unter anderem, dass Herzogin Kate sie zum Weinen gebracht habe und dass rassistische Äußerungen von einem nicht näher genannten Familienglied gefallen seien. Harry sagte, dass sein Vater Prinz Charles und sein Bruder Prinz William Gefangene des Königshaus' seien - und das nur nicht bemerkten. So viel schmutzige Wäsche war bei den Royals seit den 90ern nicht mehr öffentlich gewaschen worden. Prinz Philip lehnte diese Art von Interviews strikt ab.

Adelsexperte Michael Begasse zum Tod von Prinz Philip

Prinz Philip hatte auch Verständnis für Harry

"Ich weiß von jemandem, der ihm nahestand, dass er fand, dass das Interview von Meghan und Harry mit Oprah Winfrey 'Wahnsinn' sei und dass 'daraus nichts Gutes entstehen' würde", schreibt Gyles Brandreth. Die Aussage habe ihn nicht überrascht, denn so ähnlich habe der Ehemann der Queen sich auch nach den TV-Interviews von Prinz Charles und Prinzessin Diana in den 90er Jahren ihm gegenüber geäußert. 

Trotz allem habe Prinz Philip aber Verständnis für seinen Enkel Harry gezeigt: "Die Leute müssen ihr Leben so führen, wie sie es für richtig haben", soll er gesagt haben. Prinz Philip wird am Samstag, 17. April, in Windsor im engen Familienkreis beigesetzt. Sein Enkel Harry ist dafür bereits extra aus den USA angereist.

sst

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