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Vor Krisensitzung im Palast: "Wir sind getrennte Einheiten": Prinz William äußert sich enttäuscht über seinen Bruder Harry

Nach dem Rückzug von Prinz Harry und Herzogin Meghan ist Harrys Bruder William offenbar enttäuscht und traurig. 

Prinz William und Prinz Harry

Prinz William und Prinz Harry

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Die enge Beziehung von Prinz William und Prinz Harry galt immer als eine der Stärken der jüngeren Generation im Königshaus. Der Eindruck: Die Prinzen halten zusammen, komme was wolle. Heute ist alles anders. Die Beziehung ist angeknackst, das scheint jetzt auch Prinz William zu bestätigen. Laut der "Sunday Times" habe der 37-Jährigen zu einem Freund gesagt: "Ich habe mein ganzes Leben lang den Arm um meinen Bruder gelegt und das kann ich nicht mehr tun. Wir sind getrennte Einheiten." Darüber sei er "traurig", wolle Harry und seine Schwägerin Meghan aber trotzdem unterstützen. "Ich will, dass alle im Team spielen", so William.

Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen sich von ihren Rollen als "Senior Royals" zurückziehen, die Pressearbeit zwischen Palast und britischen Medien nicht mehr als Status Quo hinnehmen. Und sie wollen ihrem Sohn Archie ein Leben abseits der strengen royalen Einschränkungen ermöglichen. Wie diverse britische Zeitungen berichten, soll Queen Elizabeth II. nun für Montag eine Krisensitzung mit allen Beteiligten in Sandringham einberufen haben. Herzogin Meghan wird dafür offenbar aus Kanada zugeschaltet, während die Monarchin, Prinz Charles und William und Harry vor Ort sein werden. 

Drama um Harry und Meghan: Krisensitzung im Palast

Laut der britischen "Sunday Times" haben Angestellte bereits ausgearbeitet, welche Punkte besprochen werden. Dazu gehört die Frage, wie viele offizielle Auftritte die Sussexes in Großbritannien und anderswo haben werden. Außerdem soll diskutiert werden, ob sie weiterhin ihre Titel behalten – "His Royal Highness" und "Her Royal Highness". Auch ums Geld wird es gehen. Denn wenn die beiden kein Gehalt mehr aus dem sogenannten Sovereign Grant bekommen (hier können Sie nachlesen, was es damit auf sich hat), müssen sie von der Queen, beziehungsweise Prinz Charles Geld bekommen. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung ist außerdem, welche Werbedeals die beiden machen dürfen. 

Der Journalist Tom Bradby, mit dem Harry und Meghan ein enges Verhältnis pflegen und mit dem sie ihre vieldiskutierte TV-Doku im vergangenen Jahr drehten, warnte in der "Sunday Times" davor, die beiden komplett auszugrenzen. Bradby könnte sich vorstellen, dass Harry und Meghan dann erst recht auspacken könnten – nämlich über Rassismus und Sexismus im Palast. 

Wer hat die Details veröffentlicht?

Schuld an dem momentanen Chaos ist auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung gewesen. Offenbar fühlten sich Meghan und Harry gezwungen, ihre Pläne Mittwochabend zu posten, nachdem die Zeitung "The Sun" am Tag zuvor schon darüber berichtet hatte. Aber woher wusste die "Sun" davon? 

Es gibt zwei Versionen: Laut "Sunday Times" glaubt Harry, dass das Leck direkt aus Charles' oder Williams' Team kommen könnte. Die wiederum vermuten Meghans amerikanische PR-Firma dahinter. 

Am Donnerstag steht schon der nächste offizielle Auftritt Harrys an. Dann wird der 35-Jährige die Auslosung der Rugby-League-Weltmeisterschaft 2021 ausrichten – im Buckingham Palast. Besser, die Fronten wären bis dahin geklärt.

Quelle: "Sunday Times"

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ls