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Royals fordern Schadensersatz: Bares für barbusige Kate

Auf ihrer Asienreise lächeln Kate und William in die Kameras. Zu Hause in London bereiten ihre Anwälte bereits den Gerichtstermin vor: Das Paar fordert Schadensersatz im Nacktskandal.

Am anderen Ende der Welt lassen sich Prinz William und seine Ehefrau Kate nichts von dem Nacktskandal, der die Briten erregt, anmerken. Auf Honiara im pazifischen Ozean strahlt das royale Paar während seiner Asienreise in die Kameras. Zu Hause in London nimmt der Skandal um die Oben-ohne-Bilder der Herzogin jedoch neue Dimensionen an. Nach dem französischen "Closer"-Magazin haben auch eine irische und eine griechische Zeitung Prinz Williams Ehefrau oben ohne gezeigt. Das italienische Magazin "Chi" kündigte die Veröffentlichung einer Sonderausgabe mit 26 Seiten Kate-Fotos für Montag an. Es gehört wie "Closer" zum Medienimperium des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Prinz William und seine Ehefrau Kate haben nun den Paparazzi den Kampf angesagt: Wegen der Veröffentlichung der Oben-ohne-Fotos wollen ihre Anwälte Schadensersatz vom französischen Klatsch-Magazin "Closer" fordern, wie das Büro des royalen Paares am Sonntag mitteilte. Eine Anhörung vor einem Gericht in Nanterre bei Paris ist für Montagabend angesetzt, zuvor will noch ein italienisches Blatt die Fotos veröffentlichen.

Sonderausgabe mit nackten Tatsachen

Die Anwälte des Paars würden in Nanterre eine einstweilige Verfügung beantragen, um weitere Veröffentlichungen der Fotos zu unterbinden, kündigte das Büro von William und Kate an. "Geldgier ist die einzige Motivation hinter dieser Vorgehensweise", kritisierte eine Sprecherin die Veröffentlichung der Fotos. Deshalb wolle das Paar auch Schadensersatz von "Closer". Die Fotos zeigen Kate nur mit einem Bikinihöschen bekleidet, wie sie während eines Provence-Urlaubs im September unter anderem ihrem Mann den Rücken eincremt. Der britische Hof bestätigte die Echtheit der Bilder. Am Samstag druckte sie auch der "Irish Daily Star". Gegen ihn wurden bislang keine juristischen Schritte vom britischen Königshaus angekündigt. Beim "Daily Star" kam es jedoch nach der Veröffentlichung zu einem Streit unter den Eigentümern. Das wie "Closer" im Verlag Mondadori von Italiens früherem Regierungschef Silvio Berlusconi erscheinende italienische Klatschblatt "Chi" will am Montag mit den Oben-ohne-Fotos auf den Markt - in einer 26-seitigen Sonderausgabe. Chefredakteur Alfonso Signorini verteidigt am Samstag die Entscheidung. "Wenn ich nicht in der Lage wäre einen Scoop zu erkennen, sollte ich besser Artischocken auf dem Wochenmarkt verkaufen", sagte er der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Auf einer Version des geplanten "Chi"-Titelblatts heißt es "Die Queen ist nackt".

Weitere "intime Fotos" in der Schublade

Die Fotos der halbnackten Herzogin von Cambridge seien "weder morbid noch erregend, ganz im Gegenteil zu denen von Prinz Harry, die britische Zeitungen veröffentlicht haben", argumentierte Signorini. Berlusconi habe er vorher nicht um Erlaubnis gefragt. Als er vor zwei Jahren Oben-ohne-Bilder von dessen Tochter Marina, immerhin seiner eigenen Chefin, bei "Chi" veröffentlicht habe, habe es keinerlei Probleme gegeben.

Welche Fotos genau "Chi" veröffentlichen wollte, blieb zunächst unklar. "Closer" hat nach eigenen Angaben noch weitere "intime Fotos" des Paares in der Schublade. Chefredakteurin Laurence Pieau schloss in der britischen Boulevardzeitung "The Sun" nicht aus, dass "andere Zeitungen sich entschließen werden, diese zu veröffentlichen". Ihr Magazin wolle die anderen Fotos aber nicht abdrucken, versicherte Pieau.

William und Kate bereisen derzeit Südostasien. Am Sonntag trafen sie zu einem zweitägigen Besuch auf den Salomon-Inseln im Südpazifik ein. Die neuntägige Reise aus Anlass des diamantenen Thronjubiläums der Queen führt sie am Dienstag nach Tuvalu.

kmi/AFP / AFP