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Britische Royals: Umzug nach Kalifornien: Meghan hat Prinz Harry da, wo sie ihn immer haben wollte

Meghan Markle und Prinz Harry sind offenbar von Kanada nach Los Angeles umgezogen. Ein Grund könnte sein, dass Kanada nicht mehr für die horrenden Sicherheitskosten des Paares aufkommen will. Ein anderer: Meghan wollte zurück in ihre Heimat.

Prinz Harry und Meghan kommen am Commonwealth-Tag in Westminster Abbey an

Prinz Harry und Meghan kommen am Commonwealth-Tag in Westminster Abbey an

DPA

Die meisten Märchen haben ein Happy End und schließen meist irgendwie damit, dass am Ende der Prinz seine Geliebte heim in sein Reich führt. Auch bei Prinz Harry schien es so zu sein: Als er und seine damalige Verlobte Meghan Markle im November 2017 ihr Verlobungsinterview gaben, erzählte die Braut strahlend von seinem romantischen Antrag in der heimischen Küche im Kensington Palast beim Zubereiten eines Brathähnchens. Scheinbar hatte sie überhaupt kein Problem damit, ihren Beruf als erfolgreiche Serien-Schauspielerin in den USA, ihr Heim am Drehort Toronto und den regelmäßigen Kontakt zu ihren vielen Freunden und nicht zuletzt zu ihrer Mutter Doria aufzugeben. "I want to hit the ground running", so drückte sie ihren festen Willen aus, sich und all' ihre Energie und Arbeitskraft fortan rückhaltlos in den Dienst der Familie ihres Mannes zu stellen, der britischen Königsfamilie.

Wir werden wohl nie erfahren, ob sie das damals wirklich so gemeint hat, oder schlicht eine sehr viel bessere Schauspielerin ist, als ihr irgendjemand zugetraut hätte. Denn gerade mal zwei Jahre später ist alles auf einmal ganz anders gelaufen. Und Meghan, nunmehr Herzogin von Sussex, hat ihren Prinzen da, wo sie ihn laut Aussage von Freunden am liebsten haben wollte, nämlich in ihrem Reich, den Hügeln Hollywoods, wo sie aufgewachsen ist und sich auskennt, wie ein Fisch im Wasser. 

Mit einem der letzten Flüge nach Los Angeles gereist

Mit einem der letzten Flugzeuge, das in Zeiten der Corona-Virus-bedingten Reiseeinschränkungen noch die kanadisch-amerikanische Grenze passieren durfte, sind die Sussexes offenbar letzte Woche nach Kalifornien gereist, diesmal, um dort zu bleiben. Bereits im vergangenen Sommer hatten sie sich in und um Los Angeles Häuser angesehen, da hieß es aber noch, man suche nur einen weiteren Wohnsitz in Nordamerika, neben Kanada. Denn dort sei nun ihr eigentliches Zuhause, dort, wo Meghan vor ihrer Hochzeit lange gelebt hatte und Harrys Großmutter, die Queen, immerhin auch als Staatsoberhaupt fungiert. Zusätzlich ist Kanada ein Commonwealth-Mitgliedsstaat, das passte für Prinz Harry, den Commonwealth-Jugendbotschafter, und besänftigte aufgeregte Royal Fans und die britischen Steuerzahler, die den plötzlichen Abgang des Glamour-Paares in der Firma Windsor nicht verstehen konnten.

Böse Zungen behaupten, Harry und Meghan hätten Kanada den Rücken gekehrt, als klar wurde, dass man dort über den 31. März hinaus nicht mehr für ihre horrenden Security- Kosten aufkommen würde.

Denn nächsten Dienstag ist der Stichtag, an dem die beiden ihre königlichen Titel und Funktionen zunächst für ein Jahr ruhen lassen müssen. Während einer Übergangszeit dürfen sie sich nicht mehr als "Königliche Hoheiten" bezeichnen, ihre bereits 2019 eingetragene Marke "SussexRoyal" darf keine Verwendung finden. Weiterhin werden die finanziellen Zuwendungen von Prinz Charles viel geringer ausfallen als bislang gewohnt und die Sicherheitsbeamten von Scotland Yard, die die kleine Familie bisher beschützt haben, werden auch abgezogen, da die Sussexes ja nun keine offiziellen Plichten in Vertretung der Queen mehr wahrnehmen.

Prinz Harry und Herzogin Meghan

Für Harry könnte das neue Leben ein Schock sein

Denn mit dem Megxit ist es wie mit dem Brexit: Ein bißchen drin und ein bißchen draußen geht nicht. Der jüngere Sohn des britischen Thronfolgers und seine Frau wollten ursprüngliche eine "progressive Rolle" für sich innerhalb der Royal Family entwickeln, so hatten die beiden es in einem überraschenden Statement auf ihrem Instagram Account Anfang Januar angekündigt. Das hieß für sie: Freie Auswahl der repräsentativen Pflichten, die sich übernehmen wollten, keine steuerfinanzierte Apanage mehr, aber dafür die Freiheit, unter dem prestigeträchtigen Label "SussexRoyal" lukrative Geschäfte abzuschließen. Und das alles weiterhin bei vollem steuerfinanzierten Polizeischutz. Diese Art von Cherry-Picking konnte Elisabeth II. nicht zulassen. 

Und so stehen Harry und Meghan ab kommenden Mittwoch quasi als normale Bürger da, sicher finanziell immer noch gut abgesichert, aber raus aus dem behüteten Kokon, den zumindest Harry sein Leben lang gewohnt war. Laut eigener Aussage ist er viel normaler, als seine Familie es wahrhaben will, die Frage ist nur, ob er überhaupt weiß, wie "normal" sich anfühlt - das könnte ein Schock für ihn werden.

So müßte selbst er sich zum Beispiel, wenn er in den USA geschäftlich tätig werden will, erst einmal um eine Arbeitserlaubnis bemühen: Die sogenannte Green Card bekommt er nicht automatisch, auch wenn er mit einer amerikanischen Staatsbürgerin verheiratet ist. Und in den aktuellen Krisenzeiten mit Ausgangssperren und drohender Wirtschaftskrise werden die erhofften attraktiven Deals für das Herzogspaar vielleicht auch erstmal nicht so schnell zustande kommen.

Die beiden brauchen eine neue Markenstrategie

Seit die Corona-Krisenstimmung nun auch Großbritannien erfasst hat, und nicht nur Premierminister Boris Johnson sondern auch Prinz Charles positiv auf das Virus getestet wurde, und die fast 94-jährigen Queen sich aus Sicherheitsgründen auf Schloss Windsor komplett zurückgezogen hat, werden die kritischen Stimmen immer lauter. Sie fordern, der Sechste in der britischen Thronfolge solle sich jetzt zuerst mal auf seine angeborene oberste Pflicht besinnen, in seine Heimat zurückkehren und seinen Teil dazu beitragen, die Stimmung im Lande positiv zu beeinflussen, durch aufmunternde Besuche in Krankenhäusern und bei Hilfsorganisationen und sinnvolle Video-Botschaften an die Briten, so wie Bruder Prinz William und Schwägerin Kate es vormachen.

Doch wie es aussieht, hat Harry seinen erkrankten Vater nur einmal angerufen und bastelt ansonsten lieber mit seiner Meghan weiter an deren neuem Leben auf der anderen Seite des großen Teichs - und sicher auch an einer neuen Markenstrategie. Man darf gespannt sein, welches Logo interessierte Social Media User am 1. April auf dem ehemaligen SussexRoyal-Account erwartet. Angesichts der aktuellen Lage in der Welt sollte das Paar, das sich so viel auf seine achtsame Einstellung gerade kranken und Not leidenden Menschen gegenüber zugute hält, sich besser nicht wundern, wenn das Interesse an ihren künftigen Aktivitäten nicht so groß ausfällt, wie erhofft. Denn eine alte Marketing-Weisheit scheint insbesondere die erfahrene Geschäftsfrau Meghan derzeit vergessen zu haben: Nur eine in sich glaubwürdige Marke hat auf Dauer die Chance auf Erfolg. Und an Glaubwürdigkeit mangelt es den beiden baldigen Ex-Royals leider inzwischen.

Quellen: "Evening Standard", "Express", "Daily Mail", "Youtube"

tis
  • Catrin Bartenbach
    Catrin Bartenbach