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VORLIEBEN: Lagerfeld mag es billig

Wenig Glamour in Lagerfelds Privatleben: Seine geheimen Favoriten sind Ikea und H&M. Im Interview erzählt der Stardesigner außerdem von den Gründen für seinen dramatischen Gewichtsverlust.

Karl Lagerfeld, sonst eher für einen exquisiten Geschmack bekannt, hat jetzt zugegeben, dass er seine Einkaufstaschen auch schon gerne mal bei den Billig-Ketten füllt. Wie er bei Alfred Biolek in dessen Sendung »Boulevard Bio« zugab, hat er eine heimliche Liebe für Ikea und H&M. »Marken wie H&M sind gar nicht so schlecht«, erzählte der Stardesigner, den man meist nur im edlen Zwirn sieht. Im Keller seiner Pariser Wohnung habe er eine wunderbare Ikea-Deckenlampe installiert. Auch Versandgeschäfte findet der gebürtige Hamburger »toll«

Weder verliebt noch psychisch krank

Ansonsten ist Lagerfeld in letzter Zeit weniger durch seinen Billig-Geschmack aufgefallen. Unter ärztlicher Anleitung hat er innerhalb eines Jahres insgesamt 42 Kilogramm abgenommen. Seine einfache Erklärung: »Das Zeug musste weg.« Mutmaßungen trat der Wahl-Franzose entschieden entgegen: »Ich bin weder verliebt noch psychisch krank.« Aber die »Lust nach neuer Mode« habe bei dem Entschluss eine wichtige Rolle gespielt.

Frühe Begabung

Ausgestattet mit neuem Selbstbewusstsein und frischer Energie gab der Modeschöpfer, der sich auch als Fotograf, Verleger und Galerist bezeichnet, Einblicke in sein Privatleben und seine Vergangenheit. Schon in seiner Kindheit sah sich der Sohn des Glücksklee-Milch-Fabrikanten als frühreif und weit entwickelt. »Ich war schon sein sehr verwöhntes Kind und brauchte mir in der Schule nicht viel Mühe zu geben.« Auch die französische Sprache habe er schon mit etwa sieben Jahren perfekt beherrscht. Folge: Bereits mit 15 zog er nach Paris.

Bei »Bio« ließ er aber auch ein paar selbstkritische Töne hören: »Ich bin der Höhepunkt des Egoismus und betrachte mich als faul. Gerne hätte ich noch Sprachen studiert. Das Drama meines Lebens ist jedoch, dass ich musikalisch total ungebildet bin.« Da blieb dann halt mehr Zeit für die Mode.