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Whitney Houstons Nachlass: Tochter Bobbi Kristina wird Alleinerbin

Bobbi Kristina wird als Alleinerbin im Testament von Whitney Houston genannt. Die einzige Tochter der Sängerin darf über das Geld aber nicht sofort verfügen.

Von Frank Siering, Los Angeles

Nun ist es also raus. Whitney Houstons einzige Tochter, Bobbi Kristina, wird als Alleinerbin im Testament der verstorbenen Sängerin genannt. Die 19-Jährige wird demnach ein Vermögen erhalten, das rund 20 Millionen Dollar wert ist. Das Testament macht nach Berichten aus den USA keine spezifischen Angaben, aus welchen Besitztümern sich die 20 Millionen Dollar zusammensetzen. Fest steht nur, dass Houston schriftlich festgehalten hatte, alles an die Tochter zu überschreiben.

Das heißt, Bobbi Kristina bekommt nicht nur die Guthaben auf den Konten der Sängerin gutgeschrieben, sondern auch alle Immobilien, Kleider, allen Schmuck und diverse Autos, die sich im Besitz von Whitney Houston befanden. Somit ist auch die Spekulation um einen möglichen schmutzigen Familienstreit um den Nachlass der Sängerin ein für allemal beendet.

Bislang wurde immer wieder daran gezweifelt, dass Whitney Houston nach ihrer Scheidung von Bobby Brown ihr Testament noch rechtzeitig vor ihrem Tod zugunsten der Tochter abgeändert hatte.

Warten bis zum 21.Geburtstag

Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte ihr von der Familie verhasster Ex-Ehemann Anspruch auf einen Teil des Erbes gehabt. Ein Umstand, den vor allem die Whitneys Mutter, Cissy Houston, unbedingt vermeiden wollte.

Einziger Haken an dem Testament: Bobbi Kristina muss noch bis zu ihrem 21.Geburtstag warten, bis sie Zugriff auf einen ersten Teil des Vermögens hat. Einen weiteren Batzen erhält sie zu ihrem 25.Geburtstag. Solche "Trusts" sind in den USA durchaus üblich, um Kindern aus wohlhabenden Familien einen graduellen Zugang zu derartig enormen Geldmengen zu ebnen.

Am Mittwoch wurde auch bekannt, dass das Testament bereits 1993 verfasst wurde, einen Monat, bevor Bobbi Kristina zur Welt kam. Houston hatte den letzten Willen bei einem Gericht in ihrer Heimatstadt Atlanta im Bundesstaat Georgia hinterlegt. Als rechtlich ausführende Instanzen des Erbes wurden Whitney Houstons Mutter, ihr Bruder Gary und die Schwägerin Pat Houston genannt.

Todesursache weiter unklar

Eine Klausel im Testament sorgte gestern dann doch noch für kurzes Stirnrunzeln. Wäre Bobbi Kristina vor Whitney Houston verstorben, so hätte das Vermögen nach dem Ableben von Whitney Houston laut Testament gleichberechtigt zwischen Houstons Ex Bobby Brown, der Mutter, dem Bruder und der Schwägerin aufgeteilt werden sollen.

Whitney Houston starb am 11. Februar in der Badewanne im Beverly Hilton Hotel. Bis heute ist ihre genaue Todesursache unklar. Sie soll an einer Mixtur aus Medikamenten und Alkohol gestorben sein.

Bobbi Kristina tritt an diesem Sonntag erstmals nach dem Tod der Mutter im TV auf. In Oprah Winfreys Show "Oprahs Next Chapter" will sie zusammen mit Houstons Bruder Gary sowie Whitneys Schwägerin Pat auf die Spekulationn über die Todesursache eingehen. Auch die Rolle von Whitneys Ex-Mann Bobby Brown soll dabei diskutiert werden.