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Möbeldesign: Was Neues zum Einziehen

Kommoden statt Kleider, Schränke statt Schuhe, Teppiche statt T-Shirts. Von Armani bis Zara entdecken die Designer einen neuen Absatzmarkt: die Wohnungen ihrer Kunden.

Von Julia Mäurer

"To BE or not to BE" ist das Credo fürs 21. Jahrhundert, verkündete die Modekritikerin Suzy Menkes in der "International Herald Tribune". Wobei "BE" für Brand Extension, Markenerweiterung, steht. Und sie scheint ein Resümee gezogen zu haben: Kaum ein Modemacher beschränkt sich noch auf seine ursprüngliche Profession: das Entwerfen von Kleidung. Nachdem die naheliegenden Accessoire-Bereiche -Schuhe, Taschen, Schmuck und Kosmetik - abgehakt waren, entdeckten die Kreativen einen neuen Markt: die Wohnungen ihrer kaufkräftigen Klientel. Die eigenen vier Wände sind genauso Prestigeobjekt wie die Markenuhr am Handgelenk, wecken den Wunsch nach Wiedererkennbarkeit eines Labels. Man zeigt, was man hat. Und man bekennt sich. Das Badezimmer schmücken Armaturen und Fliesen von Joop!Living, auf dem Esstisch drängelt sich Geschirr von Versace, das Zickzackmuster von Missoni prangt auf Kopfkissen und Teppichen.

Das Komplettpaket liefern die Grandseigneurs der Modewelt: Giorgio Armani und Ralph Lauren. Armani ist seit 2000 mit einer eigenen, stetig wachsenden Home Collection dabei, Lauren gestaltet bereits seit 25 Jahren die Wohn- und Schlafzimmer seiner Kunden. Beide verkaufen nicht nur Möbel, sondern ganze Stilwelten, in der die Kerze zum Sofa passt, der Teller zum Tisch. "Mode hat sich heutzutage weiterentwickelt. Sie umfasst unseren gesamten Way of Life. Es geht nicht mehr nur darum, was wir tragen, sondern auch darum, wie wir unsere Wohnung einrichten, welches Auto wir fahren und welche Technik wir kaufen", formuliert Giorgio Armani in der "Gala" seine Lifestyle-Philosophie. Und die Auswahl an Möbeln made by Armani ist inzwischen fast so groß wie die eines Ikea-Katalogs. Nur dass die Entwürfe nicht "Billy" und "Benno" heißen, sondern "Olimpo" und "Orazio". Diese Namen kosten allerdings auch: die Kommode "Reverie" aus Eichenholz und schwarzem Metall zum Beispiel 16 000 Euro. Armani bleibt eben Armani.

Ähnlich umfangreich ist das Portfolio von Ralph Lauren, der mit knapp drei Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2006/2007 als erfolgreichster Designer weltweit gilt. Zwar hat die Möbellinie mit sieben Prozent einen vergleichsweise geringen Anteil am Umsatz des börsennotierten Unternehmens, doch passt sie perfekt in die Geschäftsstrategie. "Wir verkaufen nicht nur Kleidung, sondern auch einen Traum und eine Vision", schwärmt der Modemacher. Und so wirft das amerikanische Label jedes Jahr eine Frühjahr/Sommer- und eine Herbst/Winter-Kollektion für Möbel auf den Markt. Und diese entsprechen dem Image der Marke, von sportlich-leger über ländlich-rustikal bis schlicht-elegant.

Markenerweiterung um jeden Preis

Lediglich mit einer Geschirrlinie wagte sich Gianni Versace Anfang der Neunziger auf den Markt. Schwere Goldornamente, exotische Motive sowie schreiend bunte Muster und Farben zierten Teller, Tassen und Terrinen, die der Italiener entwarf und über den deutschen Lizenzpartner Rosenthal vertreiben ließ. Entwürfe, so opulent wie seine Mode, stets auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und Kunst. Nach Versaces Ermordung 1997 nahm sich seine Schwester Donatella der Home Collection an, erweiterte sie und gab ihr einen persönlichen Touch. Weniger Pomp und Protz, mehr Klarheit. Schlichte, grafische Muster und Schwarzweiß dominieren nun die aktuelle Modekollektion sowie Sesselbezüge, Lampenschirme und Tagesdecken. Denn auch bei Versaces setzt man auf Markenerweiterung: "Versace ist ein ganz bestimmter Lifestyle. Und wer sich dafür entscheidet, trifft eine Wahl mit allem Drum und Dran."

Nicht alle Designer, die die Innenarchitektur als neuen Markt entdeckt haben, gehen jedoch so weit wie Armani, Versace oder Lauren. Klassische Textilunternehmen wie Missoni oder Etro beschränken sich auf das, was sie können: Stoffe fabrizieren und verarbeiten. Der Weg von der Bluse zur Bettwäsche, von der Hose zum Handtuch ist ansatzweise nachvollziehbar. Missonis berühmtes Zickzackmuster schmückt daher nicht nur "die beste Strickware der Welt", wie italienische Medien stolz verkünden, sondern seit 1983 auch Teppiche, Leuchten, Handtücher und allerlei Bezugsstoffe für Sessel und Sofas. Ähnlich arbeiten die Macher von Etro: Das typische Paisleymuster ziert Vorhänge, Handtücher und Bettwäsche - Sessel, Sofas und Schränke sind tabu. Noch.

"Seien wir ehrlich, niemand braucht eine neue Couch"

Auch Thomas Maier ist jemand, der sich überzeugen lassen musste. Als der Schwabe im Juni 2001 zu Bottega Veneta kam, um für das italienische Luxustaschen-Label eine Möbelkollektion zu entwerfen, klang er noch wenig euphorisch: "Seien wir ehrlich, niemand braucht eine neue Couch", unkte er damals. Maier irrte. Heute, fast sieben Jahre später, sind die Sofas, Betten, Tische und Wohnaccessoires so begehrt wie die Beutel des Labels. Und ebenso teuer. Ein Klappstuhl, dessen Sitzfläche ein hochwertiges Ledergeflecht schmückt, kostet schlappe 3000, ein lederverzierter Zettelhalter 220 Euro. Mittlerweile ist Maier von der Notwendigkeit einer eigenen Home Collection überzeugt: "Wir suchen doch alle wirklich einzigartige Möbel. Einrichtungsgegenstände, die die Atmosphäre eines Raumes komplett verändern."

Nicht nur die Großen der Branche haben erkannt, dass sich unter einem etablierten Namen so ziemlich alles verkaufen lässt. Das amerikanische Unternehmen Esprit begann Anfang der Neunziger über Lizenzpartner eine Einrichtungslinie in Deutschland zu etablieren. Nach Bettwäsche folgten Tapeten, Teppiche, Möbel, Leuchten, eine komplette Badezimmerausstattung und neuerdings auch eine Geschirrlinie. Die Entwürfe sind schlicht und bodenständig wie die Mode von Esprit und sollen vor allem ein junges Publikum ansprechen, was bei Preisen von 60 Euro für eine Leuchte oder 280 Euro für ein Regal durchaus gelingt. Ebenfalls in Möbeln macht der spanische Modekonzern Zara. Im Jahr 2003 kamen erste Produkte aus diesem Segment auf den Markt. Noch sind die Leuchten, Bettwäsche, Vasen und das Geschirr nur in ausländischen Filialen oder über das Internet zu beziehen, aber ein Shop in Deutschland ist wohl nur eine Frage der Zeit. Denn im Möbeldesign gilt wie in der Mode: "Die Konkurrenz schläft nicht." Die schwedische Modekette H&M plant für diesen Herbst ebenfalls eine Einrichtungslinie.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(