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"Game of Thrones": "Ich weinte um meine Rolle" - die Stark-Schwestern über eine Jugend im Rampenlicht

Sophie Turner und Maisie Williams spielen die Stark-Schwestern in "Game of Thrones". Beide verbrachten eine Jugend im Scheinwerferlicht und wurden beste Freundinnen. Nun endet die Serie - doch beide könnten sich noch einmal vor der Kamera wiedersehen.

Ihren "Game of Thrones"-Look legten Maisie Williams (links) und Sophie Turner schnell ab.

Ihren "Game of Thrones"-Look legten Maisie Williams (links) und Sophie Turner schnell ab.

Picture Alliance

In einem Alter, in dem Mädchen die Sommer am Badesee verbringen oder sich zum ersten Mal verlieben, durchleben Maisie Williams und Sophie Turner bereits die dunkelsten Momente, die man sich vorstellen kann. Sie sind gerade einmal 12 und 13 Jahre alt, als sie erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man zwangsverheiratet wird oder gezwungen ist, zu töten, um zu überleben. So geht es eben zu in der raubeinigen Welt von Westeros, dem Handlungsort der Fantasy-Serie "Game of Thrones".

Williams und Turner verkörpern seit 2011 die Stark-Schwestern Arya und Sansa, die Rollen machten die beiden jungen Britinnen über Nacht weltberühmt. Wenn in wenigen Tagen die finale, achte Staffel startet, klärt sich nicht nur, wer am Ende den Kampf um den Eisernen Thron für sich entscheidet. Für die beiden Hauptdarstellerinnen endet auch der prägendste Abschnitt ihrer bisherigen Karriere.

Im Gespräch mit dem "Rolling Stone" erzählen Williams und Turner, mittlerweile 21 und 23 Jahre alt, wie es ist, die Pubertät im Scheinwerferlicht zu verbringen und vor den Augen der Welt erwachsen zu werden – und wie man trotzdem (oder gerade deswegen) zu besten Freundinnen wird.

Eine Frage der Chemie

Das Casting für die Serie begann 2009, rund zwei Jahre vor der Ausstrahlung der ersten Staffel. Williams war beim ersten Vorsprechen 12, Turner 13 Jahre alt. Beide mussten beim sogenannten "Chemistry Reading" zeigen, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt, immerhin verkörperten sie zwei Schwestern. Und wie sie stimmte: "Wir waren quasi ab der ersten Sekunde beste Freundinnen", erzählt Turner. Und Williams sagt: "Ich dachte damals, Sophie sei die coolste Person, die ich je getroffen hatte"

Selbst angesichts der Situation, die ihr Leben von Grund auf verändern könnte, "gab es an jenem Tag viel Gelächter", erzählte Nina Gold, die das britische Casting leitete. Und während einige Schauspieler nach dem Dreh der Pilot-Folge noch einmal ausgetauscht wurden – Wüstenkönigin Daenerys Targaryen etwa wurde ursprünglich gar nicht von Emilia Clarke verkörpert -, blieben Turner und Williams dem Cast erhalten.

Turner: "Ich weinte um meine Rolle"

Die Rollen der Schwestern könnten kaum unterschiedlicher sein. Sansa, die Ältere, sieht die Welt zu Beginn der Serie durch eine rosarote Brille. Selbst als sie nach dem Tod ihres Vaters dem sadistischen Jungkönig Joffrey heiraten soll, blendet sie dessen dunklen Seiten aus - dabei war Joffrey sogar für den Tod von Sansas Schattenwolf verantwortlich!

Um diese blinde Liebe überzeugend darzustellen, vertraute Turner auf niemand Geringeres als Pop-Schnucki Justin Bieber. "Ich war ein Belieber und hatte ihm eine ganze Wand in meinem Zimmer gewidmet. David und Dan [die "Game of Thrones"-Produzenten, Anmerkung der Redaktion] sagten mir immer: 'Betrachte Joffrey einfach, als wäre er Justin Bieber.'" Doch selbst durch die Augen eines Fangirls ist es nicht einfach, ein Ekel zu vergöttern.

"Game of Thrones" ist eine Serie, die einer jungen Frau viel abverlangt. Sie ist brutal, die Protagonisten haben häufig Sex, gern auch mit Verwandten und nahen Angehörigen. Das sei nicht immer einfach gewesen, erklärte Turner in einem früheren Interview. So habe sie etwa beim Lesen des Drehbuchs mit 13 Jahren das erste Mal von Oralsex erfahren. "Ich sagte, 'Wow! Leute machen das? Das ist faszinierend!'"

Im Laufe der Staffeln folgten schockierende und kontroverse Szenen - darunter eine sehr explizit dargestellte Vergewaltigung in Sansas zweiter Hochzeitsnacht. Solche Momente äußerten sich während der Dreharbeiten vor allem nachts: "Ich weinte um meine Figur", sagt Turner dem "Rolling Stone". "Was dieses Mädchen durchmachen musste ist unglaublich und furchtbar."

Eine alte Seele in einem kleinen Körper

Arya ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von Sansa. "Sie ist ein Mädchen, dass sich an den Rollen reibt, die ihr auferlegt werden. Sie möchte nicht nähen, sondern mit dem Schwert kämpfen, jagen und sich im Matsch prügeln", sagt George R.R. Martin, der Autor der Buchreihe.

Um als junges Mädchen in Westeros zu überleben, wirft Arya erst ihre Moral und später ihre gesamte Persönlichkeit über Bord. Aus dem kleinen Mädchen wird eine routinierte Tötungsmaschine. Um das überzeugend zu mimen, griff Williams auf Erfahrungen mit schweren Erlebnissen zurück, auf die sie im "Rolling Stones"-Interview aber nicht weiter eingehen wollte. "Als ich zwölf war, bekam ich von den Leuten immer zu hören: 'Wie schaffst du das?' Dabei wissen sie einfach nichts über meine Vergangenheit. Es ist befreiend, solche Emotionen in einer sicheren Umgebung auszuleben."

Das erkannten auch die Macher der Serie: Maisie wirke, als hätte sie "eine alte Seele in einem sehr kleinen Körper. Wirklich sehr Arya-mäßig", so Casting-Chefin Nina Gold.

BFFs am Filmset

Wer schon einmal mit besten Freunden an einem Projekt zusammengearbeitet hat, weiß: Es macht viel Spaß, kann aber auch zu einer Belastung werden. Das war auch bei den BFFs von Westeros der Fall. "Es ist ein Albtraum, mit uns zu arbeiten. Wenn du mit deiner besten Freundin zusammenarbeitest, wirst du mit nichts fertig, niemals.“ Jedes Mal, wenn sie versuchten ernst zu sein, musste sie sich unglaublich zusammenreißen, so Williams. "Ich glaube, die Autoren bereuten es, uns gemeinsame Szenen gegeben zu haben." Und sie haben es vermieden: Nach der ersten Staffel kreuzten sich die Wege ihrer beiden Figuren erst wieder am Ende der siebten Staffel.

Und natürlich gab es auch Neid: "Am Anfang war ich eifersüchtig auf Maisie, weil sie diese ganzen Schwertkämpfe machen und eine Draufgängerin sein durfte", erzählt Sophie Turner, die in fast jeder Szene edle, bodenlange Kleider trägt. Die schicke Garderobe weckte wiederum bei Maisie Williams Begehrlichkeiten: Weil sie während der Dreharbeiten mitten in der Pubertät steckte, musste sie permanent Kleidung tragen, die ihre Brüste versteckte. "Es wurde immer schlimmer, denn alles wuchs immer weiter, also verpassten sie mir einen kleinen Fettbauch, um das auszugleichen. Ich war 15, wollte ein Mädchen sein und einen Freund haben. Das war echt ätzend." Als sie zum ersten Mal einen BH in ihrer Garderobe fand, jubelte sie: "Ja! Ich bin eine Frau!"

Ein Leben nach Westeros

Den burschikosen Arya-Look hat Maisie Williams längst abgelegt. Ihre Nägel sind mittlerweile pink, ebenso die Haare und häufig auch ihre Klamotten. "ich habe mir so lange eingeredet, meine Lieblingsfarbe sei Grün, weil ich dachte, ich könne keine Feministin sein, wenn meine Lieblingsfarbe Pink wäre. Und dann beschloss ich, dass das verdammt dumm ist." Der auffällige Look ist auch als Statement zu verstehen: "Ich habe meine gesamte Teenagerzeit damit gekämpft, einzigartig auszusehen, aber gleichzeitig als Schauspielerin eine leere Leinwand zu sein."

Auch für Turner war das Erwachsenwerden nicht einfach. Mittlerweile spricht sie öffentlich darüber, dass sie unter Depressionen und Angststörungen litt: "Ich erlebe das immer noch, war aber in Therapie, nehme Medikamente und fühle mich viel besser. Allein die Tatsache, dass ich mit jemanden geredet habe, hat mein Leben verändert." Sie ist mittlerweile 23 Jahre alt und mit dem Boyband-Sänger Joe Jonas verlobt. Auch Turner hat mit ihrer Rolle abgeschlossen, die rote Mähne ist jetzt blondgefärbt.

Die Zeit in Westeros mag vorbei sein, doch die beiden jungen Schauspielerinnen sind immer noch gefragte Stars: Sophie Turner spielt die Hauptrolle im "X-Men"-Film "Dark Phoenix", Maisie Williams wurde für das Spin-Off "New Mutants" gecastet. Und wer weiß, womöglich sieht man die Stark-Schwestern in naher Zukunft noch einmal gemeinsam vor der Kamera - dann allerdings mit Superkräften.

Quellen: Rolling Stone, Sunday Times

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(