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Kreatives Sachsen: Der Osten kann mehr als Pegida: Dieses Projekt verbindet Tradition und Innovation in Sachsen

"Kind, mach was Ordentliches, damit verdienst du kein Geld" – Die Förderinitiative Kreatives Sachsen will Kreativen helfen, wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die Initiatoren sind überzeugt: Eben jene sind die Zukunft.

Hände mit Farbflecken

Das Projekt Kreatives Sachsen vermittelt, berät und bietet den Kreativen in Sachsen eine Fläche zum Austauschen

Getty Images

Der Osten. Sachsen. Kaum ein Bundesland ist mit so vielen negativen Stereotypen behaftet: Dumm. Übler Dialekt. Unsexy. Nazis. Dabei haben die Sachsen so viel mehr zu bieten! Hier kann man noch erschwinglich in schönen zentralen Altbauwohnungen wohnen, Dresden und Leipzig sind In-Städte mit massig Subkultur und auch für Outdoor-Fans gibt es atemberaubende Landschaften wie die Sächsische Schweiz.

Aber: Dass ausgerechnet Sachsen ein Mekka für Kreativarbeitende ist, erwarten viele nicht. Dabei sind in Sachsen deutlich mehr Menschen in der Kreativwirtschaft beschäftigt, als zum Beispiel in der Automobilindustrie. Hierher zieht es Kunsthandwerker, Künstler, Musiker, Redakteure, Schriftsteller und auch Programmierer.

Und das wird auch innovativ gefördert: Damit kreative Berufe entsprechend entlohnt werden und wirtschaftlich erfolgreich sein können, wurde 2017 "Kreatives Sachsen",  ein Projekt des Landesverbands für Kultur und Kreativwirtschaft in Sachsen, ins Leben gerufen. Von Kreativen für Kreative. Die 27-jährige Elisabeth lebt in Dresden und arbeitet für das Projekt. NEON erzählt sie von ihrer Arbeit:


Was schätzt du an Sachsen?

Es ist eines der schönsten Bundesländer, es gibt so viele tolle kreative Menschen, die durch die ganzen negativen Meldungen aus Sachsen oft gar nicht wahrgenommen werden. Hier gibt es eine schöne Mischung aus Tradition und Innovation und die Leute sind cool.

Was macht "Kreatives Sachsen"?

Im Großen und Ganzen sind wir eine Art Vermittler zwischen Hochschulen, Politik, anderen Branchen, Unternehmen, Förderinstituten und vielen mehr. Wir sind Berater und wir bieten den Kreativen in Sachsen ne Fläche zum Austauschen und Kennenlernen und zur Präsentation. 

Wir machen Mut und helfen vor allem denen, die noch am Anfang stehen. 

Wir machen Mut und helfen vor allem denen, die noch am Anfang stehen. Wir sind aber nichts für Hobby-Kreative. Wir sehen das als wichtigen Wirtschaftszweig, deshalb müssen sie schon auch Umsatz machen wollen. Und wir versuchen Sachsen - und der Welt - zu zeigen, wie wichtig Kreativschaffende sind und, dass auch andere davon profitieren können (wie zum Beispiel die Handwerker, der Tourismus etc.). Wir helfen den Kreativen also auch, dass sie gesehen werden.

Was hat Sachsen denn an Kreativen zu bieten?

Wir haben hier in Sachsen wirklich eine bunte Mischung. Im Erzgebirge wird natürlich viel Holzkunst produziert, im Vogtland ist es der Musikinstrumentenbau, in Leipzig, Chemnitz und Dresden ist die Software- und Games-Industrie und Design groß und im Leipziger Raum liegt der Schwerpunkt auf dem Buchmarkt. Und natürlich haben wir auch eine sehr spannende und vielfältige Musikszene.
Interessant dabei ist: Fast die Hälfte aller Umsätze werden außerhalb der drei großen Städte Dresden, Chemnitz und Leipzig erwirtschaftet; die Kreativen sind also nicht nur ein urbanes Phänomen. Mushroom Productions beispielsweise produzieren im Erzgebirge nicht nur Filme, sondern auch individuell designte Holz-Ski und Snowboards für Kunden aus der ganzen Welt. Dafür haben sie vor Kurzem auch den sächsischen Staatspreis für Design bekommen. 

Welche Projekte findest du persönlich spannend?

Mir persönlich gefallen Projekte am besten, die etwas traditionelles, sächsisches aufgreifen und dann aber innovativ weiterentwickeln. Zum Beispiel der Hipbogen. Ganz bekannt ist ja der sächsische Schwibbogen, der zu Weihnachten im Fenster steht. Oben auf dem Bogen Kerzen, unten meist Tannen, Häuser und irgendwas Weihnachtliches. Der Grafiker Rico aus Meerane hat sich gedacht, warum das Ganze nicht ein bisschen moderner gestalten? Er produziert Schwibbögen mit Star-Wars-Motiven, Aschenbrödel oder auch individuelle Designs. Oder zum Beispiel Modedesigner, die alte traditionelle Färbemethoden wie den Blaudruck aus der Lausitz wieder aufgreifen.

Der Blick in die Branche ist ein Blick in die Zukunft.

Grundsätzlich sind all die Kreativen in Sachsen nicht nur wirtschaftlich wichtig (über 6% aller Unternehmen in Sachsen gehören zur Branche - Tendenz steigend), sie sind auch gesellschaftliche Avantgarde: Projektbezogenes, kollaboratives Arbeiten, Interdisziplinarität und Internationalität, nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftlicher Impact, die Nutzung von digitalen Tools - die Kreativen machen vor, wie unsere Gesellschaft künftig arbeitet. Der Blick in die Branche ist ein Blick in die Zukunft. Das finde ich faszinierend.

Was beschäftigt die Kreativen in Sachsen?

Wer kreativ arbeitet, tut erst mal genau das: Kreativ arbeiten, gestalten, Neues entwickeln, dem eigenen Affen Zucker geben. Da fällt es manchmal schwer, ein Gefühl für Markt, Preise oder so was wie Werbung zu entwickeln. Das Ergebnis ist, dass nicht wenige Kreative ihre Arbeit schlicht unter dem Wert verkaufen. Sie arbeiten gut und viel, aber am Ende reicht es nicht für Urlaub, Altersvorsorge oder einen Puffer für schlechte Zeiten. Manchmal fehlt auch das Wissen über Förderquellen, die man anzapfen kann. Da helfen wir mit unseren kostenfreien Beratungen und Workshops extra für Kreative nach.

Auf der anderen Seite fehlt manchmal auch bei potenziellen Kunden das Bewusstsein um den Wert professioneller kreativer Arbeit. Da versuchen wir Zugänge zu legen, etwa über Kooperationsprojekte mit Unternehmen anderer Branchen, wie dem Handwerk und dem Tourismus.

Alle Infos zu "Kreatives Sachsen" findest du unter www.kreatives-sachsen.de 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
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