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Sleeping in my car?: Carmasutra: Wir sollten wieder mehr Sex im Auto haben

Sleeping in my car? Heute eine Seltenheit. Weil wir mit Uber, Carsharing und dem Fahrrad fahren, hat kaum jemand mehr Sex im Auto. Unsere Autorin findet das schade. Ein Plädoyer für mehr außerbettlichen Aktivitäten.

Von Nora Reinhardt

Paar im Auto

Sex gibt es schon seit Anbeginn der Menschheit, Sex in Autos erst seit rund 130 Jahren (Symbolbild)

Getty Images

Ab und zu kann man die Spezies noch erspähen. Meist in der Abenddämmerung oder nachts, und dann immer alleine, nie im Rudel. Große Exemplare sind bis zu sechs Meter lang, kleinere nur drei Meter. Auf Waldlichtungen, Feldern oder in der Nähe eines Sees sind die Chancen, sie zu entdecken, am größten. Dort bewegen sie sich federnd auf und ab. Eindeutig zu identifizieren sind sie, sobald man einen lauten, lang gezogenen Ton vernimmt. Dann hat wieder mal jemand aus Versehen die Hupe mit dem Arsch bedient. Die Rede ist von der bedrohten Spezies der wippenden Fahrzeuge, Wissenschaftler bezeichnen sie als "Auto sapiens". Was ist der Grund für ihr Aussterben? Immer weniger Menschen ziehen sich in den schützenden Raum ihrer Blechkarossen zurück, um ihrem Paarungstrieb nachzukommen. Und so sieht man nur noch selten schaukelnde Saabs oder kippelnde Kias. Und mit den Auto sapiens endet auch die Kulturgeschichte des Geschlechtsverkehrs im Auto.

Jahrzehnte war Sex im Auto ganz vorne auf der Beliebtheitsskala 

Dabei hatte Sex im Auto jahrzehntelang einen vorderen Platz auf der Beliebtheitsskala der einschlägigen außerbettlichen Aktivitäten sicher. Angesiedelt war er in der Hierarchie deutlich über dem Sex in der Natur, aber unterhalb des Kabinensex im Flugzeug, bei dem die Besserbetuchten sich in einer Flughöhe von über einer Meile in den "Mile High Club" hineinvögelten.

Das Fußvolk dagegen wusste die Vorzüge der Autokarosserie zu schätzen. Sie schützte vor Käfern, Brennnesseln und Regen, es gab darin ein Radio und immer Feuer für die Kippe danach. Man konnte die Person hinterher schnell nach Hause fahren oder mit ihr durchbrennen, je nachdem. Und es gibt etliche Geschichten, in denen eine lockere Kiste unterm Schiebedach in eine feste Kiste unter einem gemeinsamen Ziegelsteindach mündete. Es ist eines der großen Rätsel der Menschheit, warum es der Begriff "Fordpflanzung" nie in den Duden geschafft hat.

Viele Großstädter verzichten inzwischen aufs Auto

Der schnödeste Grund für das Aussterben des Autosex gemahnt an eine bekannte Kaffeewerbung: "Isch ’abe gar keine Auto." Viele junge Großstädter verzichten inzwischen auf ein Auto und transportieren ihre Wocheneinkäufe auf diesen albernen Lastenrädern. Das mag praktisch sein für den Transport, aber nicht für den, ähm, Verkehr. Wieder andere nutzen den öffentlichen Nahverkehr, Uber oder Carsharing. Mando Diao haben 2006 noch die Segnungen des brüderlichen Autos so besungen: "We can do it in the car / My brother owns it / The driver seat is made for us." Seitdem wird das Auto immer mehr auf seine Fahrfunktion reduziert und damit entzaubert. Ein Auto, das war früher mehr als ein Transportmittel, es war Biotop für Fastfoodmüll, Hort des Amüsements, ein fahrendes Zimmer.

Wenn heute über eine Million Deutsche Apps zum Carsharen nutzen, dann ist klar, dass das geliehene Auto nur zum Fahren verwendet wird. Wer möchte schon ernsthaft Sex in einem Auto haben, wenn zeitgleich die Uhr für eine minutengenaue Abrechnung läuft? Sechzig Minuten in einem weißen BMW bei Drivenow kosten geparkt neun Euro. Zwei Minuten dreißig Cent. Die minutengenaue Abrechnung hat gerade für Männer auch Vorteile.

Heute schwebt man immer in Gefahr, viral zu gehen

Aber sieht so wirklich die Zukunft aus? Teenager laden sich zur Date-Night zu Spritztouren mit dem Leihauto ein und heben den Screenshot der Onlineabrechnung im Desktop-Ordner "Love" auf, wie man früher den Kinokartenabriss in einer Schatulle aufbewahrte? Tja. Die Leidenschaft geht natürlich etwas verloren, wenn man erst auf seiner App rumfummeln, dann zum Carsharing-Auto sprinten und es mieten muss, bevor man eventuelle Beulen checkt und den Innenraum bewertet und losfährt. Und wohin überhaupt? Parken außerhalb des Stadtgebiets und auf Privatparkplätzen ist nicht erlaubt. Und wehe dem, der im Eifer des Gefechts den Sauberkeitszustand seiner Gedanken mit dem des anzumietenden Gefährts verwechselt und auf dem Display wahrheitsgemäß "sehr schmutzig" angibt.

Seit Mando Diaos Welthit hat sich noch etwas verändert. Früher trugen neugierige Passanten keine Kamera bei sich. (Es sei denn, sie waren auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier.) Heute schwebt man immer in Gefahr, viral zu gehen. Das ist schlimmer als ein Bußgeld wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Wer heute von einem Passanten beobachtet wird, kann mittels Smartphone eine Minute später von Hunderttausenden gesehen werden. Das schüchtert natürlich den verwegensten Volvo-Fahrer ein.

Sex gibt es schon immer, in Autos erst seit rund 130 Jahren

Sex gibt es schon seit Anbeginn der Menschheit, Sex in Autos erst seit rund 130 Jahren. Dabei finden sich erste Legitimationsansätze für den Beischlaf im Benz verblüffenderweise bereits in der Bibel. In Hebräer 13,4 heißt es: "Die Ehe soll in Ehren gehalten werden (...) und das Ehebett unbefleckt." Außerdem heißt es: Die Frau sei lieblich wie eine Gazelle und holdselig wie ein Reh. Diese Zeilen stammen zwar aus einer Zeit, in der man als Gazelle und Reh noch nicht von der Stoßstange gekratzt wurde, es sind dennoch eindeutige Verweise Richtung mobiler Kopulation. Das erklärt auch, warum der gängige Ausruf beim Autosex "Oh mein Gott!" lautet.

Jahrtausendelang konnte man bestenfalls in Kutschen knutschen, bis um 1879 endlich das erste Automobil erfunden wurde. Es ist eine Sache der Logik, dass mit der steigenden Verbreitung des Pkw in Deutschland ab den 1950er Jahren auch die Zahl der amourösen Abenteuer korrelativ in den Karossen stieg. In der DDR musste man allerdings rund zehn Jahre auf einen Wagen warten, weshalb die deutsch-deutsche Mauer in den Garagen laut einer Umfrage von fahrerbewertung.de noch heute nachwirkt: Ostdeutsche haben seltener Sex im Auto als Westdeutsche. 1995 adelte dann eher unfreiwillig der britische Schauspieler Hugh Grant den Autosex, als er mit der 23-jährigen Stella Thompson in flagranti in einem BMW erwischt wurde.

"Carmasutra" als Steigerungsform des Kamasutra

Nach nicht einmal 130 Jahren stirbt der Autosex nun also einen lautlosen Tod unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit. Und alles nur, weil er eben im Idealfall immer schon fern der Öffentlichkeit zelebriert wurde (wenn man nicht gerade Hugh Grant ist oder zu nah am Discoeingang geparkt hat). Das wird uns noch leidtun, denn der Karossensport war die letzte und daher so wichtige Bastion der Anarchie. Es schaffen ja an sich nur ein paar Auserwählte, beim Sex wirklich elegant auszusehen. Im Auto ist das definitiv ausgeschlossen, was Druck aus der Sache nimmt und der Performance guttut. Das "Carmasutra" ist eine Steigerungsform des Kamasutra, nur etwas für Erleuchtete, die über die Schönheit und Erhabenheit ihrer Körper schon hinaus sind. Es wird schon einen Grund haben, dass die Rückspiegel immer so klein sind.

Davon abgesehen, dass in einer Gesellschaft, in der alle Clean-Eating betreiben und sich in weißer, instagramtauglicher Bettwäsche tummeln, solche Sehnsuchts- und Fluchtorte enorm wichtig sind, hatte die Angelegenheit auch immer eine poetische, ja dadaistische Komponente.

Zwei Menschen versuchen gemeinsam, das Unschaffbare zu vollführen und über sich hinauszuwachsen. Nichts kann sie davon abhalten: das Parkverbotsschild nicht, die Verbrennungen dritten Grades durch den Plastikbezug des Autositzes nicht und auch die rhythmischen Schläge auf den Hinterkopf nicht, wenn man ans Autodach stößt. In London erlitt ein Mini-Fahrer beim Akt einen Bandscheibenvorfall und keilte seine Freundin so unter sich ein, dass den beiden nichts anderes übrig blieb, als hupend auf ihre Notlage aufmerksam zu machen. Ein (grinsender) Passant kam dazu, anschließend die (grinsende) Feuerwehr, die schließlich das Dach des Autos absägte. Man ahnt, wieso James Bond nie mit einem Bond-Girl in seinem Aston Martin landete.

Aus China kommt das aufblasbare Autobett

Hoffnungsvoller stimmt da ein Blick in fremde Länder, in denen die Blütezeit noch nicht vorbei ist oder gerade erst beginnt. Etwa in Italien, wo noch immer über achtzig Prozent der jungen Italiener fernab der Piazza pimpern, weil sie ja bis dreißig bei den Eltern wohnen. Und ein Blick nach China, wo sich die Mittelklasse langsam überhaupt erst mit Autos eindeckt, sich auch zaghaft mit den libidinösen Vorteilen der eigenen Karosserie vertraut macht und klassische Anfängerfehler begeht. So raste ein chinesisches Dreiergespann mit dem Auto rückwärts einen Hügel hinab, weil der mit den beiden Frauen beschäftigte Mann versehentlich die Handbremse löste. Kein Wunder also, dass gerade aus China Innovationen wie das aufblasbare Autobett kommen, eine Luftmatratze für die Rückbank, mit der die gefährliche Kluft zwischen Rücksitz und Vordersitzen überbrückt wird.

Und wie geht es im grünen Deutschland weiter, wo automobilmäßig so gnadenlos abgerüstet wird? Wie werden wir 2050 Sex im Auto haben? Werden unsere Kinder die ersten sein, die ohne Familienkutsche aufwachsen, in die man sich aus der elterlichen Enge in ein Abenteuer flüchten kann? Und wenn ja, was kommt dann? Hoffentlich endlich das Hoverboard! Und wenn nicht? Ökologisch einwandfreier Sex im sterilen Elektroauto aus Carbon? Mit Virtual-Reality-Brillen auf der Nase, die das Innere eines echten, versifften Autos simulieren?

Ökologisch einwandfreier Sex im sterilen Elektroauto aus Carbon

Wie meistens, wenn eine Spezies ausstirbt, wird eine neue entstehen. Womöglich wird der aufmerksame Flaneur am Anfang erst wenige und dann immer mehr Exemplare einer neuen Gattung entdecken. Aber nicht mehr an den Seen und in den Wäldern, sondern auf den Autobahnen und Landstraßen. Ein Hybrid aus wippendem und fahrendem Auto. Wir blicken der glamourösen Zukunft der selbstfahrenden Vehikel entgegen. Und wofür werden die wohl erfunden? Eben.

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gho
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.