Die frühere Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte sich dafür eingesetzt, die Seine bis zu den Olympischen Spielen 2024 so weit zu säubern, dass ein Teil der Wettbewerbe im Fluss stattfinden konnte. An den Badestellen wird die Wasserqualität ständig überprüft. Sobald sie sich verschlechtert - etwa nach Regenfällen - wird der Badebetrieb vorübergehend eingestellt. Wer baden will, muss eine aufblasbare Schwimmboje nutzen, die vor Ort zur Verfügung gestellt wird.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es an der Seine bereits etwa 20 schwimmende Badeanstalten, die mit Flusswasser gespeist wurden. 1923 wurde das Baden in der Seine wegen des zunehmenden Schiffsverkehrs verboten. Anschließend wurde der Fluss durch das Abwasser der Stadt immer dreckiger.
Mit Blick auf die Olympischen Spiele investierte der Staat etwa 1,4 Milliarden Euro, um den Fluss zu reinigen. Dazu mussten unter anderem zahlreiche Haushalte flussaufwärts an die Kanalisation angeschlossen werden.