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DLRG: Mehr Badetote als im Vorjahr: schon 279 Menschen ertrunken

Die Zahl der Badetoten ist in Deutschland gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Die DLRG meldete für die ersten sieben Monate schon 279 Ertrunkene - die meisten kamen an ungesicherten Badestellen im Inland zu Tode. 

Mit 45 Ertrunkenen ist Bayern trauriger Spitzenreiter in der DLRG-Statistik

Mit 45 Ertrunkenen ist Bayern trauriger Spitzenreiter in der DLRG-Statistik

DPA

Die Hitzewelle führt dazu, dass mehr Menschen als gewöhnlich Abkühlung im Wasser suchen. Das ist leider ein Grund dafür, dass die Zahl der Badetoten mit 279 nach sieben Monaten bislang deutlich höher ist als im Vorjahr. Im Vorjahreszeitraum waren es 37 weniger, wie die (DLRG) am Freitag mitteilte. Die meisten Menschen seien an ungesicherten Badestellen im Binnenland ertrunken, sagte Pressesprecher Achim Wiese. Deutlich abgenommen hat nach Angaben der DLRG die Zahl der tödlichen Unfälle an den Küsten. Im Berichtszeitraum ertranken hier acht Menschen, im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 25.

Häufigster Grund für Badeunfälle ist Leichtsinn

Häufig ereigneten sich Badeunfälle wegen Leichtsinn, einer hohen Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung, sagte Wiese. Aber auch Eltern, die sich in Wassernähe mehr mit ihrem Handy beschäftigen als auf ihre Kinder zu achten, bereiteten der DLRG Sorgen.

DLRG fordert mehr Sicherheit

Da sich die meisten tödlichen Unfälle an unbewachten ereigneten, fordert die DLRG Länder, Kommunen und Badbetreiber auf, für mehr Sicherheit zu sorgen. Ein Badeverbotsschild aufzustellen reiche nicht aus, sagte Wiese. Die meisten Menschen, nämlich 45, ertranken in den ersten sieben Monaten des Jahres in Bayern.

umgekippter Badesee
tis / DPA
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