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Kochen: … schmecken, wie gerade erst gemacht!

Pappige Plätzchen gehen gar nicht. Erst recht nicht, wenn man sich die Mühe gemacht hat, dafür stundenlang in der Küche zu stehen. Daher haben wir bei Anne Schultes-Schmitz von der Patisserie Madame Miammiam in Köln nachgefragt, wie Zimtsterne, Maronen und Kipferl möglichst lange schön knusprig bleiben.

Interview: Gorana Blagojevic

Liebe Anne, wie bewahre ich Plätzchen am besten auf?

Anne Schultes-Schmitz: Grundsätzlich sollten alle Gebäcksorten kühl und trocken gelagert werden. Am besten eignen sich gut verschließbare Blechdosen. Sollen Kekse lange knusprig bleiben, sind sie ideal. Aber vorher noch mit Alufolie auslegen, bevor sie befüllt wird.

Gilt das für alle Sorten?

Fettreiches Gebäck wie Maronen zum Beispiel sollten eher in luftdicht verschließbaren Gefrierdosen aufbewahrt werden. Im besten Fall auch eine Apfel- oder Orangenscheibe dazulegen, die alle zwei bis drei Tage erneuert wird.

Es gibt so hübsche Keramikdosen mit Deckel. Kann ich die nicht auch benutzen?

Das kommt natürlich auf die Keramikdose an. Wenn sie keine Gummidichtung hat, aber doch recht gut schließt, dann ist sie wie eine Blechdose – also ein guter Ort für viele Plätzchen. Sollte sie dicht schließen, ist sie auch für die Sorten geeignet, die saftig bleiben sollen.

Was ist noch wichtig?

Verschiedene Sorten sollten getrennt gelagert werden, damit sich die Aromen nicht vermischen und sich der Eigenschmack entfalten kann. Zwischen jede Lage sollte ein Blatt Pergamentpapier gelegt werden, damit sie nicht aneinander kleben. Der Zuckerguss oder eine Schokoladen-Deko sollten komplett getrocknet sein, bevor sie verpackt werden.

Gibt es einen Trick, damit das Gebäck länger frisch und knusprig bleibt?

Kekse sollten immer komplett ausgekühlt sein, bevor sie in die Dosen verpackt werden. Wenn sie noch warm verpackt werden, bildet sich Kondenswasser, die Kekse schwitzen, werden weich, sind nicht so lange haltbar und können anfangen zu schimmeln.

Wie lange sind Plätzchen denn haltbar?

Die meisten halten sich mindestens zwei Wochen. Viele aber auch länger, sofern sie richtig gelagert werden. Als Faustregel gilt: Je höher der Butteranteil ist, desto kürzer ist die Haltbarkeit. Blätterteiggebäck, Konfekt oder Gebäck mit einer Cremefüllung halten maximal eine Woche. Printen wiederrum mindestens drei Monate, trockene Gebäcksorten wie zum Beispiel Vanillekipferl mindestens drei Wochen. Makronen zwei bis drei Wochen, Zimtsterne um die drei bis vier Wochen.

Welche Plätzchen gehen schnell von der Hand?

Für alle Plätzchen braucht man etwas Zeit. Allein die Vorbereitung nimmt ihre Zeit in Anspruch und das leidige Spülen der Utensilien, die man dafür braucht, dauert eben auch seine Weile. Daher würde ich empfehlen, lieber mehrere Sorten auf einmal zu backen. Man fügt gleichartige Arbeiten zusammen und braucht am Ende für jede einzelne Sorte weniger lang.

Wann empfiehlst du mit dem Backen anzufangen, damit man nicht in Stress gerät?

Frühzeitig und sobald die Lust dazu aufkommt. Wenn man genügend Zeit hat, eher zweimal backen.

Und wie präsentierst du deine Kekse am liebsten?

Um die Adventstimmung vollends zu entfachen, mag ich hübsche bis kitschige Präsentationen der verschiedenen Sorten auf kleinen Etageren und schönen Tellern, die dann auf einem weihnachtlich dekorierten Tisch bei Kerzenschein mit Tee genossen werden können.

Was backst du denn eigentlich am liebsten zu Weihnachten?

Ich probiere gerne neue Rezepturen aus, mag aber auch Klassiker wie Zimtsterne sehr gerne. Meistens schaffe ich es erst kurz vor Weihnachten mit dem Backen, so dass sie auch sehr schnell weggefuttert werden und ihren Weg nicht mehr bis in die Keksdose schaffen.


Schöne Aufbewahrungsmöglichkeiten für Kekse:

Schmeichelt jedem Plätzchen: Teller aus biologisch abbaubaren Bambus. Von Engelpunt, ca. 7,95 Euro:


Mit hübschen Farbverlauf: Metalldosen im 3er-Set von House Doctor, ca. 35,50 Euro, über Emil & Paula:


Boxen-Stopp: 3-teilige Vorratsdosen von Miss Étoile, ca. 17,99 Euro, über Westwing Now:

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.