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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000090572 StechusKaktus

Warum feiert der Verbraucherschutz die Abschaffung des Verursacherprinzips als Erfolg?

Vor ein paar Monaten wurde die Abschaffung der Roaming-Gebühren als grandioser Erfolg und Triumph des Verbraucherschutzes gefeiert. Nur: Zusätzliche Kosten entstehen ja trotzdem und wenn bisher z.B. ein Urlauber diese Kosten über Roaming selbst getragen hat, so wurden nun die Kosten eben auf alle/andere Nutzer verteilt, die mit der Verursachung dieser Kosten nichts zu tun haben. Z. B. schaffte mein Provider den kostenlosen Anruf innerhalb des Netzes ab.

Nun lese ich, dass bei Kreditkartenzahlungen keine Gebühren mehr berechnet werden dürfen. Aber die Gesellschaften verlangen ja welche. Also werden wieder alle Verbraucher dafür in Haftung genommen, dass einige den Komfort der Kreditkarte und deren Vorteile nutzen wollen.

Was soll an dieser Entwicklung positiv sein? Warum ist niemand mehr für die Konsequenzen seines Handels verantwortlich?
Antworten (7)
Rentier_BV
Weil niemand mehr die Verantwortung selbst für kleine Sachen übernehmen will.
Diese Scheu resultiert aus der Unübersichtlichkeit der z.T. heftig miteinander verknüpften Interessen der Anbieter von "Leistungen".

Solange sich Mitglieder einer Gemeinschaft immer noch von "kostenlosen" Gaben einfangen lassen, wird auch ein Weg gefunden, diese Kosten unauffällig anderweitig zu verteilen.
Ergo
Weil wir in einer Bananenrepuplik leben. Bedanke dich bei Merkel (CDU) und deren Mitregierenden (VW, Krupp, usw.)
Musca
Tja Stechus, ausnahmsweise bin ich fast Deiner Meinung.
Meine Meinung zu Smartphones ist bekannt, warum muss ich daher unnützen Kram ohne zu zahlen vom Ballermann quer durch die Welt schicken können ?
Allerdings stösst mir Dein letzter Satz böse auf. Es gibt gutgläubige, teils alte Menschen. Und diese gilt es zu schützen, und dafür ist der Verbraucherschutz eine hilfreiche Institution.
Ich kenne das Credo des Neoliberalismus, "Du hast dich darauf eingelassen, bist reingefallen, selbst schuld".
Ohne meine Hilfe hätten meine Eltern irgendwelche obskuren Immo-Investments mit einer Laufzeit von 40 Jahren abgeschlossen, beide sind weit über 80 !!
Und seit über einem halben Jahrhundert Kunden bei der VOLKSBANK.
Das ist sittenwidriges Verhalten.
Zombijaeger
Was ich die Gefahr finde bei der Abschaffung der Roaming-Gebühren: Die Möglichkeit, dass dann dein Handy in bestimmten EU-Ländern gar nicht mehr funktioniert, weil dein Provider die Roaming-Kosten nicht tragen will. In einer Notsituation kann das fatal sein. Da ist die EU über das Ziel hinausgeschossen. Eine Deckelung hätte es auch getan.
antra1958
Das mit der Bananenrepublik und Merkel stimmt wirklich zu 100%. Die da oben kriegen eh nix auf die kette. Hauptsache alles rund um die Diäten ist geklärt
bh_roth
Ich kann nicht sehen, dass ich als Verbraucher an der Abschaffung der Roaming-Gebühren irgend etwas extra zahle. Weder bei meinem deutschen Mobilfunkbetreiber, noch bei denen in Österreich oder in Ungarn zahle ich irgendwas extra, noch wurden die Tarife "angepasst". Ich kann locker und frei mit meiner deutschen Nummer aus Österreich nach Deutschland telefonieren, ohne dass mir Extrakosten entstehen. Und ich kann angerufen werden, ohne dass ich dafür blechen muss. Wo ist also die von dir erwähnte Umlegung der Kosten auf alle Nutzer?
Der einzige, der etwas geändert hat, ist der Österreicher, der von einem gekauften Datenvolumen nur einen Teil davon aus dem Ausland zulässt (Beispiel: Gekauft 10 GB, davon 6 GB im EU-Ausland). Aber das betrifft nur Vertragskunden, und auf keinen Fall Telefonate.
wokk
Auch ich habe keinerlei Änderungen in meinem Vertrag.
Ich habe weiterhin mein Datenvolumen, davon die Hälfte im internationalen europäischen Verbund.