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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000110006 Gast

Wie mache ich meinem beruflichen Umfeld klar, dass ich manche Dinge behinderungsbedingt nicht oder nur schwer ändern kann?

Ich habe die Diagnose Asperger ( Autismus Spektrum Störung) und bin im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit einem Grad von 50. Derzeit arbeite ich ein Jahr auf "Probe" und es ist nicht sicher, ob ich danach übernommen werde. Vieles hinge davon ab, wie oft verbale Missverständnisse auftreten, wie gut ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln pendeln könne und wie viel Stress ich aushalte. Nun sind dies aber Bereiche, welche ich nur schwer selbst regulieren kann, da gerade im verbalen Bereich, in der Wahrnehmung, der sozialen Komponenten und der geringen Stresstoleranz meine Probleme liegen. Meine Behinderung war von Anfang an bekannt, es wird oft darüber kommuniziert, jedoch bezweifle ich, auf Grund bestimmter Fragen, ob tatsächlich verstanden wird, dass ich manche Dinge, auch mit viel Übung, nicht einfach ändern kann und, dass dies nicht von einem Unwillen herrührt. Ich strenge mich in der Arbeit sehr an, kann jedoch bestimmte Routinen und Verhaltensmuster bezüglich Ordnen, Sortieren und repetitiven Fragen nicht ablegen. Anderer Seits habe ich auch Angst, sollte es verstanden werden, dass ich keine Übernahme auf Grund meiner Behinderung erhalte.
Vielleicht hat jemand einen Rat, wie ich mit der jetzigen Situation umgehen sollte.
Antworten (30)
Cheru
Mach' es doch genau wie hier: Du erklärst, dass Du ein netter Mensch bist und Dir alle Mühe gibst, den Job auch gerne machst und alle Mitmenschen magst, dass Dir Dein Asperger aber bestimmte Verhaltensmuster aufzwingt, die Du nicht ablegen kannst. Das sei auch alles ganz sicher nicht böse gemeint.
Falls alle Beteiligten Humor haben, könntest Du noch erklären, wie froh Du bist, dass Du nicht unter Tourette leidest.
Matthew
Wenn die Kolleginnen und Kollegen es verstehen, können sie es einordnen.
Das ist für Dich auf jedem Fall von Vorteil!

Ansonsten hat Cheru alles wesentliche gesagt.
Musca
Die eigentliche Behinderung (ca. 90%) liegt in der Gesellschaft und damit auch bei Deinem Arbeitgeber.
Unter Behinderung verstehe ich geistige oder körperliche Schwächen, Asperger oder Autismus sind für mich nur andere Formen der Wahrnehmung.
Auf keinen Fall ein Grund, jemanden seinen Job zu nehmen.
Suche Kontakt zum Arbeitsamt, mit viel Glück triffst Du dort auf einen Menschen, welcher Dich unterstützt und berät.
ing793
Mit Kommunikation, Zuverlässigkeit und Resilienz sind auch andere gelegentlich bis häufig überfordert.
Auch mein Chef und auch der Chef meiner Mitarbeiter haben Verhaltensroutinen entwickelt, die sie nicht ablegen können (und wir sind, zumindest offiziell, "normal", bis jetzt wurde noch nicht einmal eine Form von Autismus diagnostiziert).

Also mach Dir nicht zu viele Gedanken. Was immer Du machst, betrachte es als normal und richtig.
Alleine diese Überzegung vermittel den anderen oft das Gefühl, dass alles ok sei.
lunar
schade, man hat den Eindruck, dass in diesem Unternehmen momentan nur die Schwierigkeiten, nicht die guten Eigenschaften der Asperger gesehen werden. Wenn Du den Kollegen sagst, dass Du Dich unsicher fühlst, Du brauchst das Gefühl, komplett alles verstanden zu haben, bevor Du mit der Arbeit anfängst, vielleicht verstehen sie das. Ich persönlich schreibe auch gerne Anleitungen mit, das kann ich mir später in Ruhe wieder durchlesen.

Übrigens:
"Autisten hinterfragen Aufgaben so lange, bis alles wirklich klar ist", sagt Stefanie Nennstiel, Leiterin der "Autism at Work"-Initiative bei SAP. "Diese Eigenschaften kommen dem gesamten Team zugute." (https://www.aerztezeitung.de/panorama/article/902381/unternehmen-autismus-berufliche-qualifikation.html)

Wobei es vielleicht etwas dauert, bis ein Unternehmen das mit dem zugute-kommen auch merkt?

In diesem Sinne: alles Gute, und nur Mut!
StechusKaktus
Letztlich bezahlen Unternehmen halt nicht für gute menschliche Eigenschaften, sondern dafür, dass eine Aufgabe innerhalb einer bestimmten Zeit erledigt wird.

Wenn z.B. ein Busfahrer ein super Typ und guter Fahrer ist, aber unter dem Zwang leidet, an jeder Bushaltestelle das Kleingeld nach Grösse zu sortieren, dann wird er seine Arbeitsstelle nicht lange behalten.

Es hilft nur, wenn du einen Weg findest, deine Ziele zu erreichen.
Lempel
Stimmt mal wieder, Stechus.
Man bezahlt für einen Fußballspieler nur € 100 Millionen, weil er es wert ist.
Und nicht, weil er behindert ist.

OT. Willst du wissen, was mein Orthographiekorrektor aus »Stechus« macht? »Stechuhr«.
Du weißt eventuell nicht einmal, was das ist. Oder war.
StechusKaktus
Bei meinem Studentenjob (man beachte das generische Maskulinum) in einer Fabrik habe ich gestochen. Und der Band Geier Sturzflug im Lied "Bruttosozialprodukt" zugehört.

Ich weiss damit, was eine Stechuhr ist.
StechusKaktus
@Lempel: Pass übrigens besser mit solchen Fussballerbeispieln auf. Sonst erntest du einen Shitstorm unserer Sozialromantiker rayer, ing793 und Co., weil die glauben, dass Ronaldo die gleiche Arbeit verrichtet wie irgendein Viertligaspieler und dann für die den gleichen Lohn einfordern ...
:-D
DerDoofe
Jeder Busfahrer, der im öffentlichen Nahverkehr kassiert, sortiert an jeder Haltestelle das Kleingeld!

Schlussfolgerung: Alle Busfahrer im ÖPNV sind Autisten.
Lempel
Stechus,
wie schön, dass du weißt, was eine Stechuhr ist.
Schöne Erinnerungen, denke ich mal.
Ich werde dich jedoch weiterhin als Stechus adressieren, falls das in deinem Sinne ist.

Shitstorm?
Es sind doch nur zwei User in dieser Community, die mit jeder Frage (oder Antwort) einen Shitstorm losbrechen.
rayer
Schau einer an, "Orthographiekorrektor".
Hat das @rschlämpel nicht immer behauptet seinen geistigen Dünnpfiff ohne zu erstellen?
Solltest das Ding mal updaten, Orthografie schreibt man nicht mit ph.
Muhaha
rayer
@Stechus
Du bist einfach zu doof und ignorant, kurz asozial. Es geht den Sozialromantikern nicht darum alle gleichzumachen, es geht darum den Ärmsten nicht noch mehr wegzunehmen oder wie in Deinem Fall, den armen Schweinen die paar Kröten generell zu missgönnen.
Lempel
Ja, und ich erinnere mich noch an das Lied »Bruttosozialprodukt« und habe es mir auf YouTube angesehen. Schmerzliche Erinnerungen.
Automatisch kam das Lied AC/DC als nächstes.
Finde ich besser
ing793
auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen - aber da es bei der Menge an unqualifizierten Zwischenrufen etwas untergegangen sein könnte:

Stell Deine Krankeheit nicht so in den Mittelpunkt!

JEDER Mensch hat seine persönlichen Eigenheiten und Verhaltensweisen. Und er macht bestimmte Dinge auf eine bestimmte Weise. Nicht, weil er Autist ist, sondern weil es seiner Persönlichkeit entspricht.
Mein Schreibtisch im Büro sind fundamental anders aus als der meines Kollegen. Aber niemand käme auf die Idee, das eine (oder das andere) auf eine Krankheit zu schieben.

Du bist also in bester Gesellschaft. ALLE haben ihre Macken, Deine sind nur an einzelnen Stellen etwas größer. Betrachte also nicht die Gesamtheit Deiner Macken sondern nur den kleinen Teil, der sich unterscheidet. Du machst die Dinge, so wie Du sie machst, weil es Dein Stil ist, nicht weil die Krankheit das so vorschreibt. Schieb Deine Arbeitsweise nicht auf die Diagnose.

Wenn DU es schaffst, das Gefühl auszustrahlen, Deinen Job erledigen zu können, und zwar auf DEINE Weise zur Zufriedenheit Deines Chefs, dann sollte alles vielleichter gehen.
ing793
@Stechus: der Gesetzgeber schreibt ab einer bestimmten Unternehmensgröße vor, einen bestimmten Anteil an Behinderten Mitarbeitern zu beschäftigen, ansonsten wird es relativ teuer.

Ja, am Ende des Tages muss ein jeder Mitarbeiter seine Kosten wieder erwirtschaften. Aber an dieser Stelle gehen Behinderte mit einem gewissen "Bonus" an den Start.
ing793
Ach ja, der Fußballer ...
Es wird Dich vielleicht wundern, aber mit dem habe ich gar kein Problem. Gehälter und Ablösesummen sind zwar völlig absurd, aber ein einzelnes Ding ist eben genausoviel Wert, wie ein anderer bereit ist, dafür zu bezahlen. Und für die Vereine sind die Superstars eine lohnende Investition.

Ich habe da mal eine Kalkulation von David Beckham gelesen, der Anfang der Nuller zu Real gewechselt ist, für die damal irrwitzige Summe von gut 37 Mio €.
Innerhalb von sechs Wochen hatte Real 2/3 der Investition über Trikot-Verkäufe wieder drin.

Ob das heute bei Ablösesummen im dreistelligen Mio-Bereich immer noch gilt, sei dahingestellt. Insgesamt führt die Refinanzierung zu Konsequenzen, die für mich nicht mehr akzeptabel sind.
Ich gucke noch die Samstags-Sportschau, aber ansonsten wende ich mich anderen Sportarten zu.
Ergo
@rayer

Nun lass ihn doch. Er will es ja so, oder er kann nicht, aufgrund seines mangelnden Intellekts, anders handeln.
Gegen Dummheit ist niemand gefeit.
StechusKaktus
@rayer: Wisch dir mal den Schaum vor dem Mund wieder ab.
Noch nie habe ich "den armen Schweinen" (wen meinst du damit eigentlich?) irgendwelche Kröten missgönnt.
Du wirst nirgends einen dementsprechenden Beitrag von mir finden. Also hör auf mit deiner Denunzierung. Das hatten wir alles schon mal.

Wenn du intellektuell nicht in der Lage bist zu folgen, dann widme dich doch anderen Themen. Oder frag nach, wenn du etwas nicht verstehst.
Urteile aber nicht über Menschen, die du nicht kennst.
rayer
@Stechus
Wem ist der H4 Satz zu hoch. Wer glaubt, H4 Empfänger sparen sich an den Tafeln Reichtümer zusammen. Wer findet, Mütter seien nicht anspruchspflichtig in Sache Rente, da ja großzügig beim Ehepartner mitversichert. Denunziert? Du kannst Dich wohl nicht mehr an den Dünnpfiff erinnern. Dement?
StechusKaktus
Also bitte! Reichtümer von den Tafeln? H4 zu hoch? Solche Beiträge wirst du von mir nicht finden.
Kritiker der Mütterrente gibt es viele, weil sehr viel Geld mit der Giesskanne verteilt wurde, ohne den tatsächlich Bedürftigen zu helfen. Diese Kritik teile ich.

Dein Problem ist, dass du Vorschläge zur Verbesserung des Sozialsystems gleichsetzt mit Ablehnung des Sozialsystems. Lerne zu differenzieren !
rayer
@Stechus
Reicht das mal zur Erinnerung?

04.03.2018
-"Notwendig sind Tafeln aber natürlich nicht, denn durch die entsprechenden Gesetze steht jedem ein Existenzminimum zu. Tafeln dienen also in erster Linie dazu, zusätzliche Mittel für Bedürftige zu stellen"

-Tatsächlich ist meine unbegründete Vermutung, dass die Tafeln überwiegend Kunden haben, die mit dem ersparten Geld Dinge finanzieren, die ich mir selbst nicht leiste.

-Wenn du also mit 4,80 Euro/Tag nicht auskommst, musst du eben bei anderen Dingen kürzer treten oder eben zur Tafel, wo du dein Budget aufbessern kannst.

14.07.2018

-Denn jetzt Geld für die Mütterrente zu verplempern bei den Herausforderungen, die ab dem Jahr 2025 aud das System zukommen, ist einfach nur dumm und fahrlässig. Denn die betreffenden Mütter haben häufig ein hohes Haushaltseinkommen und sind über das (alte) Scheidungsrecht abgesichert.

-Warum soll meine Mutter mehr Geld erhalten, nur weil sie damals drei Kinder bekam? Sie lebt in einem Haushalt mit ausreichendem Einkommen.

18.11.2018

-Die von dir genannten 416 Euro gibt es nach meiner Kenntnis zur Wohnung dazu. An Tafeln kann günstig Nahrung beschafft werden.

-Meine Ausgangsfrage zielte darauf ab, dass zwischen den H4-Empfängern unterschieden werden muss, die es sich im System eingerichtet haben und die recht gut davon leben
StechusKaktus
Da warst du aber fleissig. Ich fühle mich geehrt. Zu allen Zitaten stehe ich noch heute, wenngleich sie teilweise überzeichnet sind.
Nur: Keine der Zitate deckt deine Behauptungen.

Aber lassen wir das. Du magst es, Menschen in Schubladen zu stecken. Wenn es dir Freude bereitet, bleibe ruhig dabei.
Lempel
Und von Orthographie hat er auch keine Ahnung:

»Von Duden empfohlene Schreibung: Orthografie
Alternative Schreibung: Orthographie
Worttrennung: Or|tho|gra|fie, Or|tho|gra|phie«
rayer
@Lämpel
Die Wahrheit trifft wie eine Keule.
Beim Admin hast Dich ausgeweint? Respekt
rayer
@Lämpel
Wenn es Dein Rechtschreibprogramm hergibt, kannst Du meinetwegen Ordogravie schreiben. Dafür, dass Du hier den Deutschlehrer gibst, ist es schon ganz schön armselig, wenn die ganze Weisheit auf einer Software und dem Duden basiert. Wie immer, mehr Schein als sein.
Musca
Lieber Gast, anhand der Antworten lässt sich erkennen, dass Du nicht allein bist mit Deiner "Behinderung".
Zitat "Nun sind dies aber Bereiche, welche ich nur schwer selbst regulieren kann, da gerade im verbalen Bereich, in der Wahrnehmung, der sozialen Komponenten und der geringen Stresstoleranz meine Probleme liegen" . Zitat Ende.
Und jetzt mal vergleichen mit den letzten Antworten von angeblich "nichtbehinderten" Stützen dieser Gesellschaft.
Lempel
Lieber Musca,
du solltest eine Kollektion deiner langweiligen und nichtssagenden Beiträge deinen Enkeln als Bettgeschichte vorlesen.

Die würden schneller einschlafen als du bis drei zählen könntest.
Musca
mach´dich nicht nass, Tante Tilly.
Yannic2311
Du solltest es aufjedenfall ansprechen was soll den schlimmes passieren wenn du den Job nicht bekommst, dann sollte es eben halt nicht sein wenn er dich eh schon extrem fordert. Ich bin mir trotzdem sicher, dass die das verstehen und dir auch mal unter die Arme greifen.
Mfg Yannic