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330 Jahre Gründung von Germantown: Bloß weg aus dem Sündenpfuhl Europa!

Ein Franke führte die Deutschen nach Amerika: Franz Daniel Pastorius gilt als Schutzpatron der deutschen Einwanderer. Vor 330 Jahren gründete er Germantown - um dem sündhaften Europa zu entfliehen.

In seiner Heimat ist er kaum bekannt, in den USA jedoch wird er für seine Verdienste verehrt: Franz Daniel Pastorius aus Bayern. Er gründete einst Germantown, die erste deutsche Siedlung in Nordamerika - Pastorius gilt als Vater der Deutsch-Amerikaner. In den USA erinnert sogar ein Fries in der Kuppel des Kapitols an den bayerischen Pionier. Vor 330 Jahren wagte er die Reise in die Neue Welt.

Den Pietisten trieb der Wunsch, das in seinen Augen sündige Europa hinter sich zu lassen. Pastorius schuf die Voraussetzungen für die Gründung einer Siedlung deutscher Auswanderer und empfing im Oktober 1683 13 Krefelder Weber-Familien in Pennsylvania. Auf dieses Ereignis beruft sich noch heute der "German-American Day", der jedes Jahr am 6. Oktober in den Vereinigten Staaten gefeiert wird.

Der hochgebildete Jurist Pastorius wurde Bürgermeister von Germantown, heute ein Vorort von Philadelphia. Auch als Autor von Schulbüchern und moralisch-belehrenden Gedichten machte er sich einen Namen.

"Er war ein großer Humanist"

"Von einem Eroberer, einem kühnen Landgewinner hat er in seiner etwas pedantischen Hausvater- und Gelehrtenart nichts gerade an sich", befand Professor Frank Trommler von der Universität Pennsylvania vor einigen Jahren auf einer Tagung des Hauses der Bayerischen Geschichte. Pastorius "liebte das Leben, so lange es moralisch, gottgefällig, ordentlich und nicht ohne Wein geführt wurde". Und er war ein Mann mit Prinzipien: Schon 1688 protestierte er im Namen der Quäker von Germantown gegen die Sklaverei.

"Er war ein großer Humanist", sagt der Winzer Artur Steinmann. Seine Familie wohnt seit drei Generationen in Pastorius' Geburtshaus im idyllischen Weinort Sommerhausen bei Würzburg. "Diese Suche nach dem Einfachen und der Würde des Menschen hat mich immer fasziniert."

An dem rebenbewachsenen Fachwerkhaus erinnern mehrere Plaketten an den größten Sohn des kleinen Ortes. "Es kommen immer wieder Amerikaner vorbei", erzählt Steinmann. Denn Pastorius gelangte eineinhalb Jahrhunderte nach seinem Tod um die Jahreswende 1719/20 zu neuem Ruhm, die Deutsch-Amerikaner stilisierten ihn zu einer Art Schutzpatron - mit Festumzügen und Denkmälern zu seinen Ehren.

In Deutschland unbekannt

Historiker Trommler führt dies auf den Wunsch zurück, die deutschen Wurzeln stärker zu würdigen: "Pastorius' Auferstehung als der exemplarische Anführer deutscher Siedler geschieht in den 1880er Jahren mit einer Energie, die sich nur damit erklären lässt, dass seine Geschichte dem Bedürfnis entgegenkam, der deutschen Immigration aus ihrer Anonymität herauszuhelfen und sie mit dem Wirken der Puritaner in New England in Symbolik gleichziehen zu lassen."

Trotzdem ist Pastorius hierzulande heute weitgehend unbekannt. Eine Pastorius-Gesellschaft, die die Sommerhausener in den 1990er Jahren gegründet hatten, wurde wieder aufgelöst, nachdem die US-Armee aus Würzburg abgezogen war. Trotzdem will man den Pionier nicht in Vergessenheit geraten lassen. Anlässlich des Jubiläums der Ankunft der Krefelder in Amerika an diesem Sonntag hat Steinmann zu einer Feierstunde geladen. Eine Ausstellung im Rathaus soll nach dessen Umbau aufgemöbelt werden.

"Wir wollen immer wieder daran erinnern, dass hier etwas anfing, wovon beide Länder profitiert haben", sagt Steinmann. Dafür greift der Winzer, der zugleich Präsident des Fränkischen Weinbauverbands ist, auch zur Flasche: Eine Linie von Weinen aus seinem Haus trägt Pastorius' Namen.

Sebastian Kunigkeit, DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.