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AK-47-Erfinder Kalaschnikow: Viel Feind, viel Freund, viel Ehr

Michail Kalaschnikow geht es nicht gut. Der Erfinder der AK-47, der wohl meistbenutzten Waffe der Welt, liegt auf der Intensivstation. Sein Sturmgewehr ist selbst bei den Russen ein Auslaufmodell.

Von Niels Kruse

Es heißt, Michail Kalaschnikow wisse gar nicht, dass sein berühmtestes Geschöpf nicht mehr gefragt ist. Geächtet ausgerechnet bei der russischen Armee. Auf jeden der eine Million Soldaten kämen schon jetzt 17 AK-47, sagen Moskauer Militärvertreter, weshalb sie weitere Lieferungen dankend ablehnten. Ihm diese bittere Wahrheit zu offenbaren, könne für einen "Menschen seines Alters ein sehr ernster Schlag sein", schreibt die Zeitung "Iswestija". Der Erfinder des legendären Sturmgewehrs ist vor zwei Wochen 94 Jahre alt geworden. Seit dem Wochenende liegt er auf der Intensivstation, ein Schwächeanfall hat ihn niedergestreckt, nicht das erste Mal in den letzten Monaten.

Die AK-47, besser bekannt unter dem Namen seines Erbauers Kalaschnikow, heißt mit vollem Namen "Awtomat Kalaschnikowa Modell 1947" und ist nach Wodka wohl das gefragteste Kulturgut Russlands. Zwischen 60 bis 100 Millionen Waffen sind weltweit im Umlauf. Entweder als Original oder als eine von unzähligen Nachbauten und Weiterentwicklungen - sei es der "Typ 56" aus China, die "Tabuk" aus dem Irak oder das Schweizer Sturmgewehr 90. Wie viele Menschenleben die Schnellfeuerwaffe auf dem Gewissen hat, ist nicht bekannt. Dafür aber, dass es wohl keinen Konflikt oder Krieg in den vergangenen 50 Jahren gab, den die Kalaschnikow verpasst hätte.

Die Kalaschnikow schießt und schießt

In Afrika, wo Kindersoldaten in einigen Regionen "Kalaschs" genannt werden, gibt es günstige Varianten bereits ab 50 Dollar. Ihre Beliebtheit verdankt die AK-47 nicht nur dem günstigen Preis, sondern vor allem ihrer Unkaputtbarkeit: Egal ob von Regen durchnässt, gebadet im Schlamm oder einem Sandsturm ausgesetzt: Die Kalaschnikow schießt und schießt, wo sich andere Sturmgewehre nicht einmal mehr laden lassen. Auch deshalb ist sie die ideale Waffe für Rebellen und Armeen gerade in Ländern mit wenig Geld aber vielen klimatischen Unwägbarkeiten. Im Vietnamkrieg sollen US-Soldaten mit Freude ihre moderneren, aber empfindlicheren M-16-Knarren weggeworfen haben, wenn ihnen Kalaschnikows in die Hände gefallen sind.

Und von denen gab es vor allem zu Zeiten des #link;Die Kalaschnikow schießt und schießt;Kalten Krieges# schon mehr als genug, denn die damalige Sowjetunion hatte mit großer Freude jeden unterstützt, der sich Hammer und Sichel auf die Fahnen schrieb und gegen Erzfeind USA und deren Freunde ins Feld zog. Mosambik zum Beispiel, ehemalige Volksrepublik und sowjetischer Verbündeter, gönnt der Kalaschnikow bis heute einen Ehrenplatz auf der Nationalflagge. Schätzungsweise 50 Länder benutzen das Modell oder seine Nachfahren als offizielle Armeewaffen. Außer einer besonderen Form des Ruhms hat dieser unvergleichliche Erfolg aber weder dem Erbauer noch seiner Firma Ischmasch zumindest finanziell etwas gebracht. An keinen der Nachbauten und Weiterentwicklungen waren die Russen beteiligt. Und nachdem selbst das Moskauer Verteidigungsministerium auf AK-47-Nachbestellungen verzichtet hatte, stand das Rüstungswerk vor einigen Jahren kurz vor der Pleite.

Waffenshopping für 80 Milliarden Euro

In seinem sibirischen Geburtsort Kurj hat man Michail Kalaschnikow zu Ehren ein Museum errichtet. Dort ist neben 2500 Exponaten auch der hochdekorierte Waffenmeister in Bronze zu sehen. Über die zweifelhafte Ehre, ein Massenmord-Instrument entwickelt zu haben, sagte er einmal im stern: "Die Kugel selbst ist dumm, bloß ein Stück Blei, die Waffe ist der Mittler im ewigen Zweikampf zwischen Gut und Böse. Und solange die Welt unvollkommenen und voll Krieg ist, brauchen wir Waffen." So ähnlich sieht auch Russlands Präsident Wladimir Putin die Welt, und will seiner Armee eine Radikalmodernisierung verpassen. 80 Milliarden Euro will er dafür ausgeben. Ein Teil davon soll dem Kalaschnikow-Werk in Ischmasch zu Gute kommen - unter anderem für die AK-12, einer der letzten Entwicklungen von Michail Kalaschnikow.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.