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Befürchtete Stromlücke in NRW: Bahnchef Grube warnt vor Zugausfällen

Das Kohlekraftwerk Datteln soll Ende Dezember stillgelegt werden. Danach könne es laut Bahnchef Grube zu Stromengpässen und so zu Zugausfällen in NRW kommen.

Millionen Pendlern in Nordrhein-Westfalen könnte im Winter ein Bahnchaos mit Zugausfällen drohen. Durch die Stilllegung des Kohlekraftwerks Datteln zum Jahresende könne es zu Stromengpässen kommen, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube den Zeitungen der "WAZ"-Gruppe vom Donnerstag. Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen müssten sich dann auf erhebliche Störungen im Zugverkehr einstellen, denn an sehr kalten Wintertagen könnten dann bis zu 30 Prozent weniger Züge fahren.

Die drei alten Kraftwerksblöcke, deren Betriebsgenehmigung Ende Dezember ausläuft, liefern dem Bericht zufolge drei Viertel des Stromes der Deutschen Bahn in NRW. Das neue Ersatzkraftwerk Datteln IV darf nach Planungsfehlern aber nicht ans Netz. "Wenn die Stilllegung kommt und nichts passiert, ist die Gefahr groß, dass die Bahn an sehr kalten Wintertagen in den Morgenstunden Engpässe bei der Versorgung haben könnte", betonte Grube. Um einen Zusammenbruch des Bahnnetzes zu vermeiden, müssten dann Züge herausgenommen werden.

Stromumformer wird erst 2014 fertig

Für die Deutsche Bahn sei NRW das wichtigste Bundesland, betonte Grube. Sie habe dort zum einen 30.000 Mitarbeiter und befördere zum anderen 21 Millionen Fernreisende und 306 Millionen Kunden im Regionalverkehr.

Da Bahnstrom eine andere Frequenz hat als Haushalts- und Industriestrom hat die Bahn zwar einen Umformer in Auftrag gegeben, um zeitliche Lücken zu überbrücken. Dieser Umformer sei aber erst Anfang 2014 fertig, sagte Grube. Er fordere vom Land NRW deshalb eine Ausnahmeerlaubnis, damit der Energiekonzern Eon als Betreiber des Kraftwerks Datteln über das Jahresende hinaus Bahnstrom produzieren könne.

kgi/Reuters/AFP / Reuters
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