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Blinder Bombenalarm im Bus: Frau "erhört" Gebet ihres Sitznachbarn

Ein mit 45 Personen besetzter Bus blockierte wegen eines Bombenalarms die A1. Der Grund: Eine Passagierin lauschte dem Gebet ihres tunesischen Sitznachbarn und wurde misstrauisch, als dieser "Osama" murmelte.

Weil sie das Gebet eines tunesischen Busnachbarn bedrohlich fand, hat eine Frau Bombenalarm ausgelöst und eine stundenlange Sperrung der A1 verursacht. "Sie hatte das Gemurmel von Koransuren ihres Mitreisenden als Drohung empfunden", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion am Freitag in Rotenburg.

Der Fahrer des mit 45 Menschen besetzten Reisebusses habe deswegen in der Nacht die Polizei alarmiert. Die Polizei rückte mit rund 20 Ermittlern, Spezialkräften und Sprengstoffspürhunden an. Bei der Durchsuchung des Mannes auf einem Rastplatz wurden weder Waffen noch Sprengstoff gefunden. Die Sperrung der Autobahn 1 zwischen Grundbergsee und Posthausen wurde nach rund zwei Stunden wieder aufgehoben, der Rastplatz blieb dreieinhalb Stunden gesperrt.

Die misstrauische Frau in dem Bus von Kopenhagen nach Paris habe unter anderem den Namen "Osama" in den Gebeten ihres Mitfahrers gehört, sagte der Polizeisprecher. Der Verdächtige, ein 25 Jahre alter Tunesier, gab an, den Spitznamen Osama zu tragen und von sich in der dritten Person gesprochen zu haben.

tmm/DPA / DPA
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