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Schiphol Bombendrohung im Flugzeug: 22-jähriger Deutscher in Amsterdam verhaftet

Die Militärpolizisten der Koninkliijke Marechaussee sind für die Sicherheit am Amsterdamer Flughafen Schiphol verantwortlich
Die Militärpolizisten der Koninkliijke Marechaussee sind für die Sicherheit am Amsterdamer Flughafen Schiphol verantwortlich
© ROBINUTRECHT/ / Picture Alliance
Weil er mit einer Bombe drohte, ist ein deutscher Flugpassagier am Amsterdamer Flughafen Schiphol verhaftet worden. Das Flugzeug wurde abgeriegelt.

Bombenalarm am Gate: Am Sonntagmorgen musste ein Flugzeug am Flughafen Schiphol der niederländischen Hauptstadt Amsterdam plötzlich abgeriegelt werden. Ein Passagier hatte einem Mitreisenden von einer Bombe an Bord berichtet. 

Der 22-Jährige Deutsche hatte sich auf einem Flug nach Miami befunden, meldeten die für die Flughafensicherheit verantwortlichen Militärpolizisten der Koninkliijke Marechaussee bei Twitter. Demnach hatte er kurz vor dem Start der Maschine einem weiteren Passagier erzählt, dass er eine Bombe mit sich führe. Der verständigte daraufhin die Sicherheitskräfte. Aus nicht bekannten Gründen wurde der Tweet mittlerweile gelöscht.

Sprengstoff-Kommando findet keine Anzeichen einer Bombe

Statt abzuheben, wurde das Flugzeug daraufhin von einem Sprengstoffteam ausführlich untersucht. Dabei seien im Flugzeug und beim Passagier keinerlei Sprengstoffe gefunden worden, berichtet die niederländischen Nachrichtenseite "NL Times". Der Teamleiter des Sprengstoffteams habe den Flug danach freigegeben, die Verzögerung lag insgesamt nur bei einer knappen halben Stunde.

Der Deutsche befand sich allerdings nicht an Bord. Er war von den Sicherheitskräften verhaftet worden. Ein von der Marechaussee veröffentlichtes Bild zeigt einen jungen Mann in Handschellen. Der Vorfall werde nun untersucht, der Mann noch befragt. Sein Motiv für die Bombendrohung blieb bisher noch völlig unklar. Auch welche Folgen ihm nun drohen, lässt sich schwer vorhersagen.

Um welchen Flug es sich genau handelte, erklärten die Behörden zwar nicht, der KLM-Flug 627 um 10.20 Uhr war allerdings der einzige Direktflug nach Miami, der an diesem Vormittag geplant war. Tatsächlich startete er mit einer knappen halben Stunde Verzögerung. Er wird mit 23 Minuten Verspätung für 14.43 Uhr (Ortszeit) erwartet. Es handelt sich um einen Boeing 787-9 Dreamliner.

Zu skurrilen Bombendrohungen kommt es immer wieder. Anfang 2020 hatte etwa ein Mann in London versucht, mittels einer falschen Bombendrohung den Start seines Fliegers zu verzögern, um ihn noch erreichen zu können. Aufgeflogen war er, weil er beim Check-in dieselbe Telefonnummer angab, von der die Drohung gekommen war.

Quelle: Koninkliijke Marechaussee (Twitter), NL Times

mma

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