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Verdacht auf Brandstiftung: Chile kann schwere Waldbrände eindämmen

Zahlreiche Waldbrände haben in Chile bereits eine Fläche vier Mal so groß wie Berlin zerstört. Tausende Feuerwehrmänner und riesige Löschflugzeuge sind im Einsatz. Ein Lichtblick: Viele Brände sind aktuell unter Kontrolle.

Auch in Paso El Leon müssen Feuerwehrleute gegen die schlimmsten Brände in der Geschichte Chiles vorgehen

Auch in Paso El Leon müssen Feuerwehrleute gegen die schlimmsten Brände in der Geschichte Chiles vorgehen

Chile hat mit den schwersten in der Geschichte des Landes zu kämpfen. 4.000 Menschen wurden bereits obdachlos, elf Menschen kamen ums Leben. Wie der Katastrophenschutz außerdem mitteilte, sind 1.000 Häuser zerstört. Insgesamt sind bereits 370.000 Hektar Land von den Bränden betroffen - die vierfache Größe Berlins. 

Insgesamt sind über 4.500 chilenische Feuerwehrleute und Helfer aus dem Ausland im Einsatz. Die Zahl der Brandherde konnte reduziert werden: Derzeit sind den Angaben zufolge 54 der rund 110 verbliebenen   unter Kontrolle.

Verdacht der Brandstiftung in Chile

Neu im Einsatz ist seit Montag ein russisches Löschflugzeug vom Typ Iljuschin II-76, das in der südchilenischen Katastrophenregion Bio Bio bis zu 42.000 Liter Wasser pro Flug abwerfen kann. Auf Initiative einer reichen Chilenin, die in den USA lebt und mit dem Enkel des Walmart-Gründers verheiratet ist, fliegt seit Tagen auch das größte Löschflugzeug der Welt Rettungseinsätze, eine Boeing 747-400: Der "Supertanker" kann bei jedem Flug 72.000 Liter Wasser abwerfen.

Bisher wurden 43 Personen wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Als Hauptursache für die Ausbreitung der Brände gilt dramatische Trockenheit bei Temperaturen von über 35 Grad.

fri / DPA